Der Bauernbatzi

Ergänzung zum Beitrag "Das satanische Prinzip" bezüglich Merkel und "Flüchtlingen"

Es könnte jemand aufgrund dieses Beitrages auf die Idee kommen, dass Merkel ja dann genau das richtige macht: Sie bricht ein starres Gesetz und fordert stattdessen Menschlichkeit und "Nächstenliebe".

Dazu ist Folgendes zu sagen: "Nächstenliebe" heißt nicht umsonst so. Nur demjenigen, dem ich von Mensch zu Mensch, von Angesicht zu Angesicht entgegentrete, kann ich so etwas entgegenbringen, das in etwa dem großen Wort "Nächstenliebe" entspricht, indem ich eine Ethik der Einfühlung "praktiziere", die von empathischen Menschen gar nicht erst bewusst "praktiziert" werden muss, sondern ohne geistiges Zutun stattfindet. Die "Nächstenliebe" kann und darf nicht vom Geist geboten werden, sondern wohnt der "Seele" inne.(bei manchen zwar verschüttet, aber immerhin).

Alles, was darüber hinausgeht, ist missbräuchlicher Natur und umso verwerflicher, wenn es von einem Staat oder einem sogenannten Volksvertreter auf Kosten des Volkes mit pastoral erhobenem Zeigefinger "praktiziert" wird. Das ist Sozialismus. Und zwar Sozialismus im Sinne der Mächtigen.

Auch der Nazarener lehnt das Hilfeersuchen der Samariterin zunächst ab, mit dem Hinweis, dass er zunächst für die Kinder Israels da sei. Als sie ihm dazu kluge Antworten gibt und hartnäckig bleibt, gibt er gerne nach, weil sie ihn beeindruckt.

Der Einzelne hat keine Verantwortung für "den Fernsten" wie es nicht nur aufgrund der Globalisierung häufig gefordert wird. Er wäre damit nicht nur völlig überfordert, er kann "den Fernsten" auch nicht erkennen. Er hat hingegen eine Mitverantwortung für die Natur, die auch den Fernsten berührt.Darüber hinaus würde es vollauf genügen, wenn nur 50 Prozent aller Erdenbürger entsprechenden Umgang mit ihren "Nächsten" pflegen würden. Dann gäbe es auch keine "Flüchtlinge".

Die Politik missbraucht in schamloser Weise den Begriff des hilfesuchenden Flüchtlings für eine ganze Reihe von Personengruppen höchst heterogener Art.

Dass Martin Luther eine Veränderung der Kirche gefordert hatte und nicht eine "Verchristlichung" des Weltlichen wie Savonarola hängt auch mit diesen Gründen zusammen. Das reicht aber weit über den gängigen Horizont der "Gutmenschen".