Abzocker gegen Autoterror

Interessant, dass auffallend oft etwas "Abzocke" genannt wird, nur weil Bürger etwas bezahlen muss, weil er vorher das Gesetz/eine Ordnung übertreten hat.

Wer zu schnell fährt, begeht ganz klar ein Vergehen und gehört empfindlich bestraft und diese Überwachung sollte am besten lückenlos und auf allen Strassen durchgeführt werden. Die Verkehrschilder stehen nicht zum Spass da, sondern zum Lärmschutz der Anwohner und zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, auch den Nichtautofahrenden. Es soll ja noch sowas wie Fussgänger und Radlfahrer geben in Deutschland. Und dabei sind diese Tempolimits ja noch viel zu milde, in Ortschaften und auf Landstrassen gehört die Geschwindigkeit wie in anderen, tatsächlich zivilisierten Ländern, nochmals deutlich reduziert! In meiner Strasse kann man schon fast nicht mehr auf dem zugehörigen Bürgersteig laufen,  weil man ständig ANgst haben muss, von Rasern umgefahren oder bei Regen klatschnass gespritzt zu werden. Und dann kommt noch der unsägliche Lärm, Gestank, Feinstaub und die Gifte noch hinzu! Tempoüberwachung ist also keine Abzocke, das ist Schutz vor dem Autoterror, vor der Hatz der ungemein selbstherrlich und arroganten Auto(fahrerlobby)s gegen alle anderen Verkehrsteilnehmer! 

Es ist ja schon erstaunlich, wie Otto-Normalbürger seine 4 Räder und alles was dazu gehört, wie ein absolutes Heiligtum betrachtet, welches in alles Diskussionen unantastbar ist. Aber wenn selbst in solchen Foren und auf solchen Seiten, wo man meinen könnte, dass  wenigstens hier halbwegs offene und fortschrittliche, querdenkende Menschen, Artikel oder Kommentare schreiben, wenn also selbst hier beim Thema "Auto" sofort alle Kritikfähigkeit, Vernunft und Umdenkfähigkeit auf dem tabusierten Altar der "Freie Fahrt für freie Bürger"-Haltung geopfert wird, dann finde ich das schon äusserst armselig. 

bertitsch