Amnestyaktionen gegen die unmittelbaren Hinrichtungen von sechs Angeklagten (zwei davon sind Frauen) in Indien!

Indien: © Amnesty

Hier geht es um sechs Angeklagte, die jederzeit die Todesstrafe drohen. Zwei davon sind sogar Frauen, die normalerweise ganz selten in Indien die Todesstrafe droht! Und die Gnadengesuch vom Indischen Präsidenten wurde hier abgelehnt! Ich meine er sollte wenigstens die Todesstrafe abwandeln in Haftstrafen, da man sonst nicht besser ist und meinen Erachtens selbst eine schwerwiegende Straftat macht!

Hier ist der Auszug von Amnesty International:

"Der indische Staatspräsident hat die Gnadengesuche von mindestens sechs zum Tode Verurteilten abgelehnt. Ihnen droht nun unmittelbar die Hinrichtung.

Surendra Koli wurde in fünf Fällen schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Das Gericht legte ihm zur Last, zwischen 2005 und 2006 in Nithari im Bundesstaat Uttar Pradesh mehrere Mädchen entführt, vergewaltigt und ermordet zu haben. Im Februar 2011 bestätigte der Oberste Gerichtshof sein Todesurteil. Es sind noch weitere Verfahren gegen ihn anhängig.

Die beiden Frauen Renukabai und Seema wurden ebenfalls zum Tode verurteilt, nachdem sie für schuldig befunden worden waren, zwischen 1990 und 1996 fünf Kinder entführt und ermordet zu haben. Der Oberste Gerichtshof bestätigte ihre Todesurteile im August 2006. In Indien werden selten Frauen zum Tode verurteilt.

Rajendra Wasnik wurde wegen der Vergewaltigung und Ermordung eines Mädchens im März 2007 in Maharashtra für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Der Oberste Gerichtshof bestätigte das Urteil im Februar 2012.

Der indische Staatspräsident lehnte das Gnadengesuch von Jagdish ab, der wegen der Ermordung seiner Frau und seiner fünf Kinder im August 2005 schuldig gesprochen worden war und daraufhin zum Tode verurteilt wurde. Der Oberste Gerichtshof bestätigte sein Urteil im September 2009.

Holiram Bordoloi wurde wegen der Ermordung von drei Männern im November 1996 im Bundesstaat Assam zum Tode verurteilt. Der Oberste Gerichtshof bestätigte sein Todesurteil im April 2005. Sein an den indischen Staatspräsidenten gerichtetes Gnadengesuch wurde den Berichten zufolge von den Behörden in Assam verlegt und neun Jahre lang nicht berücksichtigt. Im März 2014 wies die Nationale Menschenrechtskommission Indiens die Bundesbehörden an, über den Status des Gnadengesuchs zu berichten.

Im Januar 2014 wandelte der Oberste Gerichtshof in Indien das Strafmaß von 15 Todeskandidat_innen aufgrund der verspäteten Bearbeitung ihrer Gnadengesuche durch den Staatspräsidenten in Gefängnisstrafen zwischen fünf und zwölf Jahren um. Der Oberste Gerichtshof entschied, dass eine "unangemessene und unverhältnismäßige Verzögerung der Vollstreckung des Todesurteils Folter gleichkommt"."

Hier wär der Link zu der E-mailaktion sowie der Appellaktion von Amnesty International:

http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-193-2014/unmittelbar-drohende-hinrichtungen

Bitte unterstützt diese Aktionen, den mit den Todesurteil ist man auch nicht besser als der z. B. ein Mörder selbst!

Schreibt und/oder sendet auch die E-mails und Appelle möglichst bald!

P. Steinhuber, 94496 Ortenburg, Deutschland