Insektizid tötete Mio. Bienen in USA - Sie bringen ALLE(s) UM! USA, Killernation Nr. 1! Ever!

In den USA sind Millionen Bienen durch ein Insektizid getötet worden, das eigentlich gegen die für Zika-Infektionen verantwortlichen Stechmücken zum Einsatz kam. Das Insektengift wurde am Sonntag vergangener Woche in Dorchester County im US-Bundesstaat South Carolina per Flugzeug versprüht, wie der Verwaltungschef des Countys, Jason Ward, bestätigte.

Mehrere Imker in der Region hätten anschließend über verendete Bienen geklagt. Allein die Imkerei Flowertown Bee Farm und Supplies in der Stadt Summerville verlor 2,5 Millionen Bienen. Die Behörden hatten die Aktion angeordnet, nachdem in Dorchester vier Zika-Fälle registriert worden waren.

Flowertown-Inhaberin Juanita Stanley schrieb auf ihrer Facebook-Seite, der Insektizideinsatz habe ihren Familienbetrieb „zerstört“. Am Samstag hätten sich die Bienen aktiv wie immer verhalten, sagte Stanley dem TV-Sender CNN, nun rieche es „nach Tod“. Andere Insekten und Maden machten sich über den Nachwuchs im Bienenstock her.

Hochgiftig für Bienen

Versprüht wurde das Insektizid Naled, das in den USA seit 1959 als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt wird. Wegen seiner Umwelt- und Gesundheitsrisiken ist es in der EU seit 2012 verboten. Die US-Seuchenbekämpfungsbehörde CDC empfiehlt lediglich, es korrekt und sparsam anzuwenden. Auf dem Etikett des eingesetzten Mittels wird explizit darauf hingewiesen, dass der Stoff für Bienen hochgiftig ist. Das Mittel solle daher nur spätestens zwei Stunden nach Sonnenaufgang bzw. zwei Stunden vor Sonnenuntergang eingesetzt werden.

Die Aktion war vergangenen Sonntag in den frühen Morgenstunden über die Bühne gegangen. Zu dieser Tageszeit seien nur wenige Menschen auf den Straßen unterwegs, daher habe man die Aktion zu dieser frühen Stunde durchgeführt, sagte Ward gegenüber CNN. Seine Behörde hätte die Anti-Stechmücken-Aktion bereits am Freitag zuvor auf ihrer Website angekündigt.

Virus kann Missbildungen bei Babys verursachen

Das Zika-Virus wird vorwiegend von Mücken übertragen, eine Infektion hat bei Erwachsenen zumeist keine schwerwiegenden Folgen. Bei Schwangeren kann es aber dazu führen, dass Babys mit Mikrozephalie geboren werden. Die Kinder haben dabei einen ungewöhnlich kleinen Kopf, was zu schweren Entwicklungsschäden führen kann.

Zika grassiert vor allem in Lateinamerika. Die meisten Fälle, rund 1,5 Millionen, wurden bisher in Brasilien verzeichnet. In den USA wurden bisher rund 2.600 Zika-Fälle registriert. Der Großteil der Patienten wurde bei Reisen in Zika-Gebieten in Lateinamerika infiziert, aber auch Übertragungen innerhalb der USA wurden bereits nachgewiesen.

Einer aktuellen Studie zufolge könnte sich die Gefahr durch das Virus stark ausweiten. Rund ein Drittel der Menschheit lebt demnach in Ländern, in denen sich das Zika-Virus theoretisch ausbreiten könnte. Ein Risiko bestehe besonders in Indien, hieß es in einer Studie, die am Freitag in dem Fachmagazin „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht wurde. Insgesamt leben der Untersuchung zufolge rund 2,6 Milliarden Menschen in von Zika gefährdeten Gebieten.

Erste lokale Übertragung in Malaysia

In Malaysia wurde indes am Samstag die erste lokale Übertragung des Virus bekannt. Ein 61 Jahre alter Mann habe sich in der Provinz Sabah infiziert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Auch in Singapur breitet sich das Virus aus. Das nationale Umweltamt meldete am Samstag 26 lokale Neuinfektionen.

Links:

Dorchester County

CNN-Bericht