politnews 2016-35 - Sommeredition - Aufstieg und Niedergang

Die Sommerpause neigt sich dem Ende entgegen. Und wenn man politico glaubt, scheinen viele britische Mitarbeiter der EU-Institutionen die Zeit genutzt zu haben, um sich in Brüssel nach Alternativen für den Fall des Brexit umzusehen. Vom „Decline and fall of the British lobbying empire“ ist bereits die Rede. Profitieren werden irische, französische und natürlich auch deutsche Interessenvertreter, deren Position weiter gestärkt wird. Wer schon einmal den Brüsseler Arbeitsmarkt sondieren möchte, dem empfehlen wir unser Jobportal für EU-Jobs politjobs.eu und den dazugehörigen politjobs job alert.

Auch „Journalisten haben kein einfaches Leben, schon lange nicht mehr“. Das weiß man inzwischen. Dank der NDR-Produktion „Die vierte Gewalt“ wissen wir jetzt auch, wie schlimm es um diese tatsächlich steht. Die Kollegen von SPON bedanken sich deshalb auch artig für das Mitleid der öffentlich-rechtlich finanzierten Fernsehkollegen. Christoph Schröder, Die ZEIT, kann dem deutschen Politthriller mit Benno Fürmann in der Hauptrolle aber auch etwas Positives abgewinnen: „Der Film führt atmosphärisch beklemmend vor Augen, welchen Versuchungen und Irrwegen der Journalismus der Gegenwart ausgesetzt ist.“

Ideen, wie sich Medien vor Sparzwängen, Verkaufsdruck und dem Einfluss der PR auf Journalismus retten können, stellt Alexander Sängerlaub in einem Artikel für Perspective Daily vor. Die Etablierung öffentlich-rechtlicher Zeitungen, weitere Gründungen von Rechercheverbunden oder die Reduzierung von täglichen Zeitungsausgaben auf ca. drei pro Woche seien Wege, der Medienkrise entgegenzuwirken und die kritische Öffentlichkeit zu erhalten.

Der Umgang mit der kritischen Leserschaft ist bei den Medien längst zum großen Thema geworden, da große Ressourcen eingesetzt werden müssen, um die Flut an Leser-Kommentaren zu filtern. Die Sendung „Was mit Medien“ des Radiosenders DRadio Wissen stellte in seiner jüngsten Ausgabe das Online-Nachrichtenportal welt.de als gelungenes Beispiel vor, wie man mit Leser-Kommentatoren interagiert. Das Geheimnis des kleinen social media Teams liegt laut ihrer Chefin Niddal Salah-Eldin in deren Grundhaltung. Sie würden die Interaktion zu den Lesern suchen und bewusst ein proaktives Community Management betreiben. Und das bei bis zu 20 000 Kommentaren täglich.

Heftige Reaktionen löst auch US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump regelmäßig aus. Late night talker John Oliver flehte kürzlich: “Drop out and tell America this entire candidacy was a stunt. You would not be a loser, you would be a legend.” Dabei hat er auch gleich eine Idee, in welcher Form Trump seine Verkündung an das amerikanische Volk richten könnte: in Olivers Show, samt Bühnendekor im Stile der Republican National Convention (RNC).

Ralf Güldenzopf hat für adenauercampus untersucht, was von den Haustürbesuchen, Anrufen, Fernsehspots und weiteren Instrumenten der Kampagnenmaschinerie bei den amerikanischen Wählern als „Output“ ankommt. Dabei stellt er fest, dass fast die Hälfte der dortigen Wähler persönlich von einem Kampagnenteam kontaktiert wurde. Sein Schlusswort lautet im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in Deutschland daher: „Anstrengen!“

Am 4. September wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Dort wirbt ein undurchsichtiger Verein für die AfD. Die Versuche der FAZ-Autorin, Licht ins Dunkel zu bringen, lesen sich wie ein Thriller.

Dass eine Stimme für die AfD viel mehr ist als nur ein Denkzettel für die Politik, zeigen die Grünen MV mit ihrer Kampagne „Alternativ für“. Und auch der vor einigen Wochen gegründete Verein „Artikel Eins“ schreibt seinen ersten Kreativwettbewerb aus, um Protestwähler noch vor den Bundestagswahlen aufzuwecken. „Volker“ soll ein Fest für die Demokratie werden.

Wenn auch Sie neue Ideen hervorbringen und eine proaktive Einstellung haben, sollten Sie einen Blick auf unsere neuen Jobangebote bei politjobs.de werfen: