Interne Hetze: Deswegen sagte der NDR Naidoo wirklich ab

Nach heftigen Protesten fährt Sänger Xavier Naidoo nicht für Deutschland zum ESC. Der NDR hatte seine Nominierung zurückgezogen. Nun wurde bekannt, was wirklich hinter dem plötzlichen Umdenken steckt.

Sänger Xavier Naidoo fährt doch nicht für Deutschland zum Eurovision Song Contest (ESC). Die Entscheidung, die viele als Reaktion auf Zuschauer-Proteste werteten, hat offenbar einen anderen Hintergrund.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, fährt Naidoo nicht zum ESC, weil rund 40 ARD-Mitarbeiter einen Brandbrief an die Sender-Chefs schrieben. Das bestätigte der Sender gegenüber der Zeitung.

"Entscheidung beschädigt das Ansehen der ARD"

In dem Schreiben hieß es laut „Bild“: „Wir festangestellte Redakteure und Redakteurinnen des Bereiches Zeitgeschehen und Kultur und Dokumentationen haben die Entscheidung mit Unverständnis und Fassungslosigkeit aufgenommen.“ Und weiter: „Diese Entscheidung beschädigt das Ansehen der ARD und damit unser aller Arbeit nachhaltig.“

Naidoo sei nach dem Brief eine Frist gewährt worden, freiwillig zurückzutreten. Schließlich habe der Sender selbst die Initiative ergriffen und die Nominierung zurückgezogen. Laut „Bild“ könnte dem NDR nun sogar ein finanzieller Schaden drohen.