Amazon baut für NSA Super Cloud

Für die amerikanischen Geheimdienste ist wieder „courant normal“ angesagt. International hat sich die

Aufregung über die amerikanische Spionagetätigkeit beruhigt. So mindestens sehen es die Amerikaner.

„Wir führen unsere Geschäfte uneingeschränkt weiter“ lässt uns ein Geheimdienstarbeiter inoffiziell aber

nicht minder bestimmt wissen. „Einige Dementi, einige nichtssagende Entschuldigungen und die aufge-

brachte europäische Politik ist wieder beruhigt und besänftigt.“ Zu eng ist die Vernetzung unter den natio-

nalen Geheimdiensten. Dieser Tage ist ein weiterer Beweis „öffentlich“ geworden, nämlich dass die

Spionage-Operationen noch verstärkt weitergeführt werden. Schadenfreude bei den europäischen

Geheimdiensten: Die Israeli haben seit langem die Telefonate von Aussenminister Kerry und seinen

Mitarbeitern abgehört. Bei der Fülle von Telefongesprächen während der Nahostkrise griff er laufend auf

ungesicherte Handys zurück. „Und die abzuhören ist nun wirklich ein Kinderspiel“ hören wir von israeli-

schen Geheimdienstleuten. So wurde auch die deutsche Bundeskanzlerin Merkel abgehört, weil „das

geschützte Telefon zu umständlich und schwerfällig war“…


Jetzt hat die NSA in den USA eine Vereinbarung mit dem grossen Internet-Versandhaus Amazon getroffen.

Für 600 Millionen Dollar baut Amazon für die US-Geheimdienste eine so genannte „Super Cloud“. Die

United States Intelligence Community (IC), ein Zusammenschluss aus 17 US-Nachrichtendiensten, kauft

Technologie für 600 Millionen Dollar, um künftig gemeinsam auf riesige Datenmengen zugreifen zu können.

„Amazon Web Services“ hat zu diesem Zwecke eine „Mega-Cloud“ für die Geheimdienste entwickelt…


Das amerikanische Onlineportal „Defense One“ spricht von einer neuen Ära der Zusammenarbeit der

Agenten, die geeignet sein könnte, Informationslücken wie vor den Terroranschlägen vom 11. September

2001 zu verhindern. Der Amazon-Deal soll den Behörden sogar dabei helfen, Geld zu sparen. Denn da

alle notwendigen Programme in der Cloud gespeichert sind, entfallen die Investitionen für Software,

Installation, Update und Wartung. Bezahlt wird nur für tatsächlich in Anspruch genommene Dienste und

Informationen. Und die werden sprudeln…