Ellen MacArthur: Allein um die Welt im Trimaran

Mit einem Trimaran will die englische Seglerin Ellen MacArthur ALLEIN und NONSTOP die Welt umsegeln. Das Ziel: der Weltrekord...

Start am 28.11.2004

Am Sonntag morgen, dem 28.11.2004, um exakt 09:10:44 Uhr, ist die 28jährige bei der westfranzösischen Insel Ouessant abgesegelt: Sie will allein und nonstop die Welt umsegeln. Ihr Ziel ist der Weltrekord.

Ein außergewöhnliche Anstrengung liegt vor der 28-jährigen Engländerin: 1800 Menschen haben den Mount Everest bestiegen, mehr als 450 Menschen waren im Weltall, 12 Astronauten waren bereits auf dem Mond - aber nur fünf Segler sind zur Rekord-Weltumsegelung auf einem Multi gestartet. Und nur Francis Joyon hat es nonstopp geschafft!



Auf sie wartet Einsamkeit, totale Erschöpfung, brutaler Schlafentzug, aber auch der Rausch extrem schnellen Segelns und die Magie des Meeres.

„Das ist der Wahnsinn, sonst alles o.k., bis auf die fürchterliche Kälte. Der Überlebensanzug, ein Gottesgeschenk ..."


Diese Logbucheintragung der letzten Nonstop-Einhandregatta um die Welt hält die britische Seglerin Ellen MacArthur in ihrem neu erschienenen Buch „Taking on the world" fest, das jetzt auch in der deutschen Fassung unter dem Titel „Ich wollte das Unmögliche" im Malik-Verlag erschienen ist.




Die mit Kameras und modernen Kommunikationsmitteln ausgerüstete High-Tech-Yacht gilt zwar als sicher. Aber die Risiken bleiben doch unkalkulierbar. Besonders im Südpolarmeer drohen Gefahren. Wer hier mit 50 Stundenkilometern gegen einen Eisberg fährt, verliert möglicherweise mehr als nur ein Rennen.

Im vergangenen Jahr hat Francis Joyon als erster Mensch in einem Trimaran die Erde nonstop umrundet. 72 Tage, 22 Stunden, 54 Minuten und 22 Sekunden hat der Franzose gebraucht, Weltrekord - 15 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit, rund 24 Stundenkilometer, kann eine normale Yacht auf 26 000 Meilen nicht erreichen. Um mehr als 20 Tage hat er die historische Bestmarke seines Landsmannes Michel Disjoyeaux verbessert. "Es wird schwer", sagt MacArthur, "aber natürlich kann ich es schaffen." Es klingt fast trotzig. Sie, eine Frau - "das spielt keine Rolle", 159 cm groß -, "keiner fragt dich danach auf dem Wasser" -, trotz täglichen Krafttrainings fast zierlich - "es braucht mehr als Muskeln, um am Kap Horn zu bestehen".


In 30 000 Arbeitsstunden wurde ihr Trimaran vor 18 Monaten maßgefertigt, 22,9 Meter lang, der Mast 90 Meter hoch. 469 Quadratmeter Segelfläche beschleunigen die acht Tonnen auf bis zu 32 Knoten. Ihr achtköpfiges Team hat die Flaute genutzt, um jedes Detail zu prüfen. Die Kajüte ist eine Art Formel-1-Cockpit: MacArthur steht am Navigationstisch. Dreht sie sich nach links, fällt sie fast in die Pritsche, schaut sie nach rechts, hat sie die Wasseraufbereitungsanlage vor der Nase. "Ich finde es nicht eng, ich bin ja auch nicht groß." Von ihrem Boot spricht sie beinahe zärtlich. "Du mußt dich auf sie verlassen können, und das kann ich."

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