Die Stuttgarter Artikel

Die Überzeugungen sind das Problem - Die Stuttgarter Artikel 1

Stärke verherrlichen und Schwäche verachten - das ist eine verbreitete Grundeinstellung in den Köpfen der Menschen.
In manchen Kulturen ist diese Weltanschauung stärker, in anderen schwächer ausgeprägt.
Oft wird Nachsicht und Toleranz als Schwäche, und Gewalt als Stärke interpretiert.

Wer nun in eine friedliche Welt kommt, und alles und jeden in dem er "Schwäche" zu erkennen glaubt verachtet und mit Füßen tritt - und es eben immer weiter treibt, bis er auf ausreichende Gegengewalt trifft - der schafft mit der Zeit für sich und andere ein Klima der Gewalt und Angst.

Erkennen kann man die Auswirkung dieser Einstellung. Wenn jeder Einzelne sich über jeden Anderen hinwegsetzt, bis er Stärke (Gewalt) demonstriert bekommt, führt das zu zwei Gesellschaftsformen:

  • Stabilität in einer brutalen Diktatur. Denn die Brutalität der Herrschenden wird als Demonstration von Stärke interpretiert. Die Schwachen sind schnell ausgelöscht.
  • Oder Chaos in Bürger- und Clankriegen. Denn ohne brutale Ordnung von Oben kämpft jeder gegen jeden.


Menschen aus solchen Gesellschaften wandern natürlich aus oder fliehen. Denn sie sind an Leib und Leben gefährdet.
Aber die Grundüberzeugung, die in der Identität der Menschen verwurzelt ist, bleibt erhalten. Diese wird mitgenommen in die neue Heimat und sie wird an die nachfolgende Generation weitergegeben.

So ist erklärbar, wieso in stabilen Demokratien aufgewachsene junge Menschen mit guter Bildung zur Waffe greifen, und in den Heimatländern der Eltern für Terrorgruppen kämpfen.
So ist erklärbar, wie es zwischen Familienclans in Deutschland zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt.
So ist erklärbar, dass es rechtsfreie Wohngegenden gibt, in die sich die Polizei nicht hineintraut.

Der Kern des Problems sind nicht die Zustände im jeweiligen Ursprungsland oder gar die Religion. Der Kern des Problems ist die Überzeugung, die eben jetzt als Ursache erkannt wird.

Ist es denn wahr, dass Schwäche verachtenswert sein soll? Ist es denn wahr, dass Nachsicht, Güte und Toleranz ein Zeichen von Schwäche sind? Und wenn ich mich schwach fühle, muss ich dann Gewalt ausüben, um mich wieder selbst zu bestätigen?
Das sind die Fragen, denen sich der Einzelne stellen muss. Aus eigenem Antrieb.

Aber wie wollen wir erkennen, welche Personen ihre Überzeugungen überprüft haben und welche diese gesellschaftsvernichtende Einstellung weiter in sich tragen? Sie hegen und pflegen, für sie werben, und um sich ein Feld der Misgunst, des Hasses und Terrors schaffen?

Brauchen wir psychologische Gutachten?
Oder Lügendetektoren?
Sollen wir pauschal Personen aus gefährdeten Gesellschaften zurückweisen?

Können wir Lippenbekenntnissen vertrauen?
Ich denke nicht, denn oft sind sich diese Personen über die Zusammenhänge nicht im Klaren; und außerdem, wer sich durch Lüge verarschen lässt, gilt als "schwach und verachtenswert". Damit legitimiert der Starke seine Lügen.

Auch verordnete Integration ändert zumeist nichts an solchen Einstellungen, die stark die Identität der Menschen betrifft. Identität sitzt noch tiefer als religiöse Überzeugung. Integration ist dann eher die Befähigung, sich weitgehend unauffällig in einer Gesellschaft zu bewegen, wenn man es denn will.
Da die Probleme in einer späteren Generation hervorbrechen können, die dann zahlenmässig gestärkt ist, bin ich sehr besorgt.

Das Problem betrifft aber auch die Politik. Manche Politiker sehen sich selbst als stark, daher zeigen sie sich gerne im Beisein von Armen und Schwachen, um für sich zu werben - und um sich selbst als die Starken zu erleben. So gesehen könnten sie in Wirklichkeit die Schwachen verachten. Für die Reichen und Berühmten könnte Ähnliches gelten.
Das müsste sich dann früher oder später in den Auswirkungen der politischen Entscheidungen zeigen. Beispielsweise würde man folgendes erleben:

  • Die unteren Lohngruppen müssten immer weiter verlieren. Mehr Menschen zum Mindestlohn arbeiten.
  • Sorgen und Probleme der Bürger müssten ignoriert werden. Die Politik vergrößert Probleme, macht gleichzeitig leere Versprechungen, und lässt die Menschen letztlich allein.
  • Steuern und Abgaben müssten immer weiter zunehmen. Die Menschen müssen ausgepresst werden, damit sich die "Starken" stark fühlen können.
  • Regulierungen müssten es kleinen Betrieben nach und nach unmöglich machen, zu arbeiten.
  • Die kleinen Bürger dürfen für Geld keine Zinsen mehr bekommen, um so finanziell geschwächt zu werden.
  • Geltendes Recht wird durch internationale Verträge eingeschränkt, damit die großen Konzerne sich stark fühlen können.
  • Kritische Meinungsäußerungen außerhalb des Medienkartells müssen zu breiter Denunzierung führen, damit sich die Bürger sprachlos fühlen.
  • Eine Umformung der Kultur muss stattfinden, um immer härtere Massnahmen gegen die Menschen begründen zu können. Terrorismus wird zur Einschränkung der Bürgerrechte genutzt und gleichzeitig durch "bedauernswerte Versäumnisse" gefördert.


Würde man all diese genannten Punkte in einer Gesellschaft erkennen, ist klar dass die herrschende Elite das Volk verachtet. Sich selbst als "stark" sehen will, und daher das Volk immer weiter schwächt. Mit einer Portion Schizophrenie können diejenigen das sogar ganz gut vor sich selbst verstecken.
Der Herrschaftsrausch ist eine Droge, und für den Süchtigen sind immer extremere Mittel notwendig, um seinen Kick zu bekommen.





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