Mein Ösifunk, der „Kultursender“

Klaus Madersbacher

Wenn ich beobachte, wie das „Flüchtlingsproblem“ in „unseren“ Medien behandelt wird, dann habe ich den Eindruck, von Vollidioten und/oder politischen Verbrechern voll für blöd verkauft zu werden.

Ich spreche hier nicht von den Medien der terroristischen Supermacht und ihrer verbrecherischen NATO-Anhängsel, sondern von den Medien des angeblich neutralen Landes Österreich. Da ich alle zwei Monate meine Rundfunkgebühr bezahle, habe ich meiner Ansicht nach Anspruch auf seriöse Information seitens des Staatsfunks ORF.

Wenn ich als kleiner Pensionist imstande bin, mich aus dem Internet so zu informieren, dass ich in etwa eine Ahnung habe, was gespielt wird, wer was macht und warum, dann heißt das zumindest, dass diese Informationen zugänglich sind. Warum die hochbezahlten Mitarbeiter des ORF und ihre sogenannten „Experten“ nicht dazu imstande sind, ja, was soll man da sagen?

Es bedarf natürlich besonderer Fähigkeiten, um so furchtbar komplizierte Dinge wie die Grundsätze des Internationalen Rechts zu begreifen. Zum Beispiel, dass nicht ein Land einfach hergehen und ein anderes Land bombardieren darf. Nun, wenn die terroristische Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika das macht, ist das keiner Erwähnung wert, auch der Staatsfunk eines neutralen Landes hat da außer den schönen Worten des kriegsgeilen Friedensnobelpreisträgers nicht viel zu vermelden.

Warum eigentlich?

Weil die Damen und Herren Redakteure keine Ahnung vom Internationalen Recht haben, von der UN-Charta usw.? Warum sitzen dann solche Ignoranten in einer Anstalt, die zu einer möglichst wahrheitsgemäßen Berichterstattung verpflichtet ist? Vielleicht sind sie zu faul, sich über grundlegende Dinge zu informieren? Oder plappern einfach nach, was ihnen die Pressesprecher der terroristischen Supermacht vorgeben? Sind sie gekauft? Warum ständig irgendwelche „Nachrichten“ aus Amerika gebracht werden, warum viele „Kultursendungen“ offensichtlich vom amerikanischen „Kultursender“ NPR - na sagen wir - inspiriert sind? Fragen über Fragen.

Da gibt es nun viele tausende Flüchtlinge, die es irgendwie schaffen, an unsere Grenze zu gelangen und in unsere Insel der Seligen zu kommen. Ob sie vorerst einmal auf einer nassen Wiese, in einem kalten Zelt oder in einer einigermaßen menschenwürdigen Unterkunft landen, ist offenbar Glückssache.

Auf die zynischen Abhandlungen, wie weit diese Flüchtlinge günstig oder ungünstig für unsere alternde Gesellschaft sein könnten oder sind, soll hier nicht weiter eingegangen werden. Die Berichte über hochqualifizierte Fachkräfte wie Ärzte und Ingenieure, die froh sind, hier als Reinigungskräfte etc. unterkommen, reichen mir fürs erste.

Die Frage, warum Menschen, darunter hochqualifizierte Fachkräfte aus Syrien, dem Irak usw. flüchten, ist wohl eines der größten Rätsel für den Staatsfunk und „Kultursender“ Ösistan und seine Mitarbeiter und „Experten“.

Kann es sein, dass diese Menschen flüchten, weil ihre Lebensgrundlagen völlig und systematisch zerstört und vernichtet werden?

Unser jugendlicher Außenminister scheint irgendwie zu dieser Auffassung gekommen zu sein, wurde aber offenbar von seinen reaktionären Parteifreunden zurückgepfiffen und widmet sich mittlerweile wieder dem Problem, wie wichtig es ist, die deutsche Sprache zu erlernen.

Ist es möglich, dass eine verbrecherische terroristische Supermacht alles unternimmt, um ein Land unter Kontrolle zu bekommen, das sich dagegen wehrt, sich ihr und ihren terroristischen Alliierten wie z.B. dem rassistischen Staat Israel zu unterwerfen?

Ja das ist schon möglich, aber das darf doch nicht berichtet werden, sonst gibt´s Probleme. Welche Probleme? Na Probleme mit allen möglichen Kreisen, die mit dieser Supermacht und ihren terroristischen Freunden verbandelt sind. Und wir wollen doch nicht als undemokratisch oder gar antisemitisch dastehen.

Ja Ösifunk, Propagandasprachrohr der terroristischen Supermacht und Wegbereiter von Krieg und Kriegsverbrechen, auch du wirst deine Glaubwürdigkeit bald verspielt haben und als „Lügenfunk“ oder so dastehen – völlig zu Recht natürlich.

Die Kunst ist, „eine so dicke Haut zu entwickeln, dass man auch ohne Rückgrat gerade steht.“ Das sagte mir vor vielen Jahren ein alter Mitarbeiter des ORF – daran hat sich wohl nix geändert. Schande über den „Kultursender“!