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Wieso kommt eigentlich Griechenland auf die Idee Reparationen zu verlangen.

Wieso kommt eigentlich Griechenland auf die Idee Reparationen zu verlangen.

Die damalige Griechische Regierung hat den Offiziellen NEUTRALEN Status des Landes bewusst gebrochen! In dem Sie den Briten erlaubte das Land als Militärisches Aufmarschgebiet gegen die Achsenmächte zu nutzen. Ob und wie viel Geld da im Hintergrund geflossen ist, Historiker werden es wissen!

Auszug aus einem Handschreiben des Oberbefehlshabers der französischen Levante-Truppen General Weygand an den Oberbelehlshaber des französischen Heeres General Gamelin *(1)

Beirut, den 9. September 1939

"Falls die gegenwärtige politische Lage
gegenüber Italien eine sofortige Festsetzung alliierter Truppen in Saloniki
nicht gestattet, so kann man meiner Ansicht nach von Griechenland zunächst
verlangen, eine sehr weitgehende Vorbereitung dieser Besetzung zuzulassen -
insbesondere durch die Entsendung von Spezialisten für die Einrichtung von Stützpunkten und für die Aufstapelung von Vorräten und vielleicht auch dank der Ausführung gewisser Arbeiten zum Ausbau der Straßen oder der Verteidigungswerke durch die Griechen selbst. Dies werde ich bei der ersten Unterhaltung zu erreichen suchen, die ich mit dem Griechen in Ankara haben werde"....

..." In Jedem Fall wird die englische Marine die Transportflotte bereitzustellen haben und für die Sicherheit der Geleitzüge
verantwortlich sein. Wird der Lösung Seetransport von Beirut bis Saloniki
auf der ganzen Stecke der Vorzug gegeben, so würden Selbstverständlich
auch die für die Verstärkung des Expeditionskorps vorgesehenen großen Einheiten unmittelbar von unseren Häfen nach Saloniki befördert werden müssen."


Nr.110
Aufzeichnung für den Französischen Ministerrat (Auszug)*(1)


.....
GRICHENLAND
Bleibt den Westmächten treu. Es ist von der Italienischen Regierung aufgefordert worden, einen Freundschaftsvertrag der im kommenden Oktober abläuft, zu erneuern. Es würde jedoch vorziehen, nur einen Neutralitätsvertrag abzuschließen. Überdies wird es einen solchen nur insoweit abschließen, wie eine derartige Abmachung nicht die Bildung einer Ostfront behindern würde.
(Erklärung des Herrn Politis zu Herrn Coulondre vom 18.September 1939)....


Dies belegt eindeutig das Griechenland nach außen hin eine Neutralitätspolitik propagierte allerdings im real politisch die alliierten Unterstützte!


Hier ist also ein Grund wieso Italien als Achsenmacht in Griechenland intervenierte. Leider so stümperhaft das die Wehrmacht das entfachte Chaos richten musste.

»Weniger erwünscht war die Notwendigkeit unserer Bundeshilfe auf dem Balkan, die sich aus der Extratour der Italiener gegen Griechenland ergab. Der Angriff, den sie im Oktober 1940 aus Albanien heraus mit völlig unzureichenden Mitteln begannen, widersprach zwar allen Verabredungen, führte letzten Endes aber zu einem Entschluß unsererseits, der auf lange Sicht gesehen früher oder später doch notwendig geworden wäre. Dem geplanten Angriff auf Griechenland von Norden her kam nämlich nicht nur die Rolle einer Bundeshilfe zu. Er mußte verhindern, daß sich die Engländer in Griechenland festsetzten und von dort aus unser rumänisches Ölgebiet bedrohten.« *(2)



<b>Die wenigsten wissen das Deutschland Griechenland nicht nur besetzte sondern auch Humanitär und Finanziell vor dem totalen Zusammenbruch rettete. Sogar unter Inkaufnahme einer weiteren Zuspitzung der Versorgungslage im Mutterland!</b>


von Steengracht
Es ist richtig, daß viele Personen in Ihren Stellungen blieben, obwohl sie den Regierungsmethoden Hitlers innerlich ablehnend, ja feindselig gegenüberstanden...... <b>Griechenland in seiner furchtbaren Notlage Lebensmittel zugeführt erhielt;</b> Währungen, wie in Belgien und Frankreich – soweit es ging –, gehalten wurden,....Ich weiß aber, daß die grundsätzliche Linie gegenüber Frankreich und allen besetzten Gebieten die war, daß unter allen Umständen die Währungen möglichst zu erhalten seien, oder besser gesagt, mit allen Kräften zu halten seien. Aus diesem Grunde haben wir <b>auch häufig Gold nach Griechenland geschickt,</b> um dort den Versuch zu unternehmen, die Währung einigermaßen zu halten.
DR. HORN: Was für eine Wirkung wurde in Griechenland durch diese Goldverschickungsmaßnahmen erzielt?

VON STEENGRACHT: Dadurch, daß wir Gold nach Griechenland brachten, drückten wir den Kurs der ausländischen Währungen. Dadurch bekamen die griechischen Händler, die zum großen Teil die Lebensmittel gehamstert hatten, Angst und warfen nunmehr die Lebensmittel auf den Markt, und sie wurden auf diese Weise dem griechischen Volke wieder zugeführt.*3

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NEUBACHER: Im Herbst 1942 erhielt ich, unbeschadet meines Auftrages in Rumänien, den Sonderauftrag, gemeinsam mit einem italienischen Finanzexperten, Minister D'Agostino, in Griechenland die totale Auflösung der Währung und Wirtschaft durch geeignete Maßnahmen zu verhindern.

[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertachter Tag. Montag, 15. April 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 13760/61


DR. SAUTER: Dr. Neubacher! Ist es richtig, daß der Angeklagte Funk, der damals Reichswirtschaftsminister war, sich auch in den Gesprächen mit Ihnen oder im Briefwechsel mit Ihnen sehr dafür einsetzte, daß,<b> trotz der damaligen Warenknappheit in Deutschland, Waren in erheblichem Umfange aus Deutschland und anderen europäischen Ländern nach Griechenland gesandt wurden?</b>

[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertachter Tag. Montag, 15. April 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 13766
(vgl. NP Bd. 11, S. 475)
http://www.digitale-bibliothek.de/band20.htm ]

NEUBACHER: Ich war mit dem Herrn Reichswirtschaftsminister Funk, mit dem ich die Schwierigkeiten meiner Aufgabe besprach, vollkommen einer Meinung darüber, daß nach Griechenland ein Maximum an Waren transportiert werden müsse, und zwar nicht nur Lebensmittel. Ich habe damals nicht nur 60000 Tonnen Lebensmittel sichergestellt, sondern auch deutsche Exportware, weil es aussichtslos ist, eine Inflation oder die Folgen einer Inflation auf die Preise abzubremsen, wenn keine Ware vorhanden ist. Der Reichsminister Funk hat den Export nach Griechenland im Sinne einer Gesundung der dortigen Landverhältnisse mit allen Mitteln unterstützt.

DR. SAUTER: Es ist Ihnen bekannt, Herr Zeuge, daß der Angeklagte Funk sich, weil für Deutschland selbst der Transport nach Griechenland unmöglich geworden war, sehr dafür einsetzte,<b> daß Waren mit Hilfe neutraler Schiffe auf Grund eines englischen freien Geleits von Deutschland nach Griechenland gebracht wurden, um die schon vorher sehr bedrohliche Hungersnot möglichst zu bekämpfen? </b>

.... nach dem Aufhören unserer eigenen Transportmöglichkeiten ging<b> monatlich einmal das Schwedenschiff »Halaren« von Triest oder Venedig nach Piräus mit deutschen Lebensmitteln für Griechenland.</b>
[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertachter Tag. Montag, 15. April 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 13768 (vgl. NP Bd. 11, S. 475)

DR. SAUTER: Herr Zeuge! Wissen Sie etwas davon, daß der Angeklagte Funk sich namentlich auch dafür einsetzte, daß die Besatzungskosten möglichst gering gehalten werden, und daß er dafür eintrat, daß man lieber einen <b>erheblichen Teil der Besatzungskosten auf deutsches Konto verbuchen soll, damit Griechenland nicht allzusehr belastet wird.</b> Was wissen Sie darüber?

[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertachter Tag. Montag, 15. April 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 13768 (vgl. NP Bd. 11, S. 476)]




NEUBACHER: ..... Er war sich vollkommen im klaren darüber, daß das griechische Wirtschaftsproblem im Kriege und innerhalb der Blockade so unendlich schwierig war, daß alle Anstrengungen gemacht werden mußten, um eine totale Auflösung der Währung und Wirtschaft zu verhindern; und darauf hat er jederzeit Einfluß genommen.
[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertachter Tag. Montag, 15. April 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 13769
(vgl. NP Bd. 11, S. 476)
http://www.digitale-bibliothek.de/band20.htm ]

NEUBACHER: Der Reichsminister Funk hat sich in dem letzten Sinne bemüht und hat das dadurch bewiesen, daß er den Export nach Griechenland forcierte und schließlich <b>im Einvernehmen mit dem Vierjahresplan das schwierigste Opfer brachte, das es für Deutschland gab, nämlich die Hergabe eines großen Betrages in Gold </b>zwecks Verlangsamung der griechischen Inflation.

[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertachter Tag. Montag, 15. April 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 13770 (vgl. NP Bd. 11, S. 476)]


NEUBACHER: Um die Währungen zu stützen, nach meiner Erinnerung <b>über eine Million Goldpfund in Athen.</b>
[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertachter Tag. Montag, 15. April 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 13770 (vgl. NP Bd. 11, S. 477)]


DR. SAUTER: Und dann hätte ich noch eine letzte Frage, Herr Zeuge. Ist es richtig, daß gerade durch griechische Händler all diese Bemühungen der deutschen Wirtschaftsführung und des deutschen Wirtschaftsministers vielfach durchkreuzt und vereitelt worden sind, und daß, um nur ein Beispiel anzuführen, Fälle vorkamen, wo deutsche Fabriken deutsche Motoren um 60 Drachmen an Griechenland, an griechische Händler verkauften, also um 60 Drachmen, die praktisch nichts mehr wert waren, und daß die griechischen Händler diese nämlichen Motoren, die sie um 60 Drachmen von Deutschen gekauft hatten, dort an die Deutsche Wehrmacht um 60000 Drachmen das Stück verkauften? Das sollen Fälle sein, die Sie festgestellt, und über die Sie dann auch an den Angeklagten Funk berichtet haben; und deshalb frage ich das, ob das richtig ist.

NEUBACHER: Dazu habe ich folgendes zu bemerken: Das ist tatsächlich geschehen,....
[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertachter Tag. Montag, 15. April 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 13771
(vgl. NP Bd. 11, S. 477)
http://www.digitale-bibliothek.de/band20.htm ]



(1) https://archive.org/details/Weissbuch_Nr.7_Jugoslawien_Griechenland
https://ia700502.us.archive.org/11/items/Weissbuch_Nr.7_Jugoslawien_Griechenland/AuswaertigesAmt-WeissbuchNr.7-DokumenteZumKonfliktMitJugoslawienUndGriechenland1941-1995108Doppels.Scan.pdf


(2) [Der Nürnberger Prozeß: Fünfzehnter Tag. Freitag, 7. Dezember 1945. Der Nürnberger Prozess, S. 2875 (vgl. NP Bd. 3, S. 363)

(3) [Der Nürnberger Prozeß: Zweiundneunzigster Tag. Mittwoch, 27. März 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 11601 (vgl. NP Bd. 10, S. 137)
http://www.digitale-bibliothek.de/band20.htm ]