Reisebericht

Trauminsel Aruba - Was Sie dort abseits aller Gerüchte und Märchen wirklich erwartet

ruba, Fernweh-Traum aller Sonnenanbeter, Hochzeitsreisen-Horst und Karibik-Kult vor Venezuelas Nordküste, bietet exklusiven Strandurlaub mit amerikanischem Flair.

Nein! Das kann nicht, das darf nicht wahr sein! Da steht doch direkt am Strandboulevard von Aruba etwas außerhalb von Oranjestad zwischen Palmen und Kakteen ein Alpen-Bungalow, eine Mega-Almhütte Marke Hotel Post, Achtziger Jahre, wie man sie in der Skyline von Ischgl oder Saalbach findet.

Einen neugierigen Blick hinein können wir uns nicht verkneifen, und die Verblüffung wächst: Denn drinnen macht nur die eisig röchelnde Klimaanlage klar, dass wir doch in der Karibik und nicht in den Bergen sind. Auch der Manager heißt Rudolf Ratzenböck und begrüßt uns mit österreichischem Zungenschlag: "Welcome to the Swiss Chalet! Ach, ihr seids von daham. Kommts eina da!"


Rudi Ratzenböck ist aus Linz und freut sich über den Besuch, lässt sogar Burgenland-Wein auftischen, den er aus New York importiert und witzelt: "Wenn die Amis die große Glocke über der Bar sehen, fragens mich immer, warum die Rinder in Austria diese Dinger tragen. Wissts was ich dann antworte? Damits beim Fressen net einschlafen..."

Warum es ein "Swiss Chalet" ist, in dem er seit bald 20 Jahren tätig ist, und kein patriotisches "Haus Tirol", gibt er ohne Umschweife zu: "Die Amis stehen ja so auf Klischees, und außerdem, als damals das mit dem Waldheim und mit der Watchlist war, da hat mein deutscher Partner lieber ein ,Schweizerhaus aufgemacht, wegen dem Geschäft."


Und das Geschäft geht gut auf der Ferieninsel. Vor allem Amerikaner, die es nicht so weit haben, und Holländer, die eine Direktverbindung ab Amsterdam zum niederländischen Protektoratseiland Aruba genießen, bevölkern die unzähligen Luxushotels an der weißen Sandstrandküste der Süd- und Westseite. Eines davon, das "Bucuti Beach Ressort", hat es mit seinem sandigen "Vorgarten" sogar bis in den exklusiven Bildband der 100 "Traumstrände" der Welt geschafft. Weil der Sand auf Aruba so schön weiß und rieselfreudig ist und weil man nicht alle zwei Meter einen Sonnenschirm samt Liegen in den Boden gerammt, sondern den palmenbewehrten Liegebereich etwas zurückgesetzt hat. Die fünfzig Meter bis zur Wasserkante geht man dann gerne, wird man dadurch doch für ein paar Minuten Teil dieses eindrucksvollen Naturgemäldes.


Ansonsten präsentiert sich das touristische Aruba ähnlich schrill und auf das Wesentliche reduziert wie ein in die Länge gezogener amerikanischer Vergnügungspark: Steak-Häuser neben Fastfood-Restaurants und solchen für gute internationale Küche, künstlich bewässerte Gärten, Shopping- und Party-Meile im bunten Karibik-Stil, Katamaran- und sogar U-Boot-Touren zu den vorgelagerten Korallenriffen, jede Menge Wassersport sowie Buggy- und Jeep-Safaris auf die wilde, unwirtliche Nordseite der Insel, wo Aruba sein anderes Gesicht zeigt: Ein undurchdringlicher Kakteen-Dschungel im Hinterland, canyonartige Steilküsten, wo sich scharfkantige Korallenbrocken mit spitzem Lava-Gestein mischen und die Brandung bedrohlich schäumend an die Felsen klatscht. Zu sehen ist dort die Ruine eines alten Gold-Depots aus Piratentagen und ganz im Osten die Industrie-Stadt San Nicolas mit ihrer mächtigen Ölraffinerie, wo es Touristen nur deshalb hinverschlägt, weil dort Charlie Brouns, eine lokale Berühmtheit, seine mit allerlei kuriosem Treibgut ausgestattete "Charlies Bar" mit sehr gutem Meeresfrüchte-Angebot betreibt.

Fazit: Wer beim exklusiven Karibik-Strandurlaub auf kulturelle Ausflüge verzichten kann und sich dafür lieber in amerikanischem Stil in einem der guten Hotels verwöhnen lassen will, ist hier goldrichtig.

Stolz ist man im Institut für Biophysik in Linz besonders darauf, dass so viele Forschungsrichtungen ihr Spezialwissen in das neue Gerät haben einfließen lassen. Dr. Schütz: "Ohne dieses vernetzte Arbeiten quer durch mindestens fünf Berufssparten wäre dieser Erfolg nie und nimmer zustande gekommen."


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