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ARD Backgroundstories Next: Elitenschutz als Auftrag

James Madison, 4. Präsident der USA, Consitutional Convention 26.Juni 1787:

"Die primäre Verantwortung der Regierung liegt im Schutz der Minorität der poluenten gegenüber der Mehrheit."

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Eine "repräsentative Demokratie", in der Vertretergruppen regieren, besteht aus oligarchischen Strukturen und reduziert die Willensbildung auf wenige Flaschenhälse. So zeigten Gilens & Page 2014, dass in solchen Demokratien 70% der Bevölkerung, konkret die untersten 70% auf der Einkommensskala, überhaupt keinen Einfluß auf politische Entscheidungen haben.

Einschränkend erklärt der sogenannte Neoliberalismus die Demokratie als gültig, solange Interessen unter dem Mantel der "Wirtschaft" von der Demokratie unberührt bleiben. Solche Interessen beginnen bei der Durchsetzung von begünstigenden Regelungen für einzelne Teilnehmer auf den Märkten (Monopol) und reichen bis zu militärischen Operationen. Der Krieg ist dabei die höchste Ausprägung eines wirtschaftlichen Interesses. Die vorbehaltlose Vernichtung von Werten, Aneignung von Ressourcen und Vernichtung von Gegnern zur Durchsetzung der eigenen Ziele, finanziert durch Abgaben oder neuen Schulden des Volkes - ganz gleich, ob nun als Angriffskrieg, Verteidigung oder sogenannten Friedensmissionen benannt.

Unstrittig ist, dass solche Maßnahmen von der Masse des Volkes nicht getragen werden. Die Stabilität der Regierungen wäre in Gefahr. ISAF Commander McCrystal sagte 2010: "Ich glaube, dass die Wahrnehmung hervorgerufen durch zivile Opfer, einer der gefährlichsten Feinde ist, dem wir gegenüberstehen". Schon 1975 gab die Trilaterale Kommission (Verbund politischer Entscheidungsträger mit dem privaten Sektor) in ihrem Report "The Crisis of Democracy" den Hinwies, dass der effesite:homment.comktive Betrieb des demokratischen politischen Systems üblicherweise die Messung von Antriebs- und Beteiligungslosigkeit [im Volk] benötigt.

Die Werte der Antriebs- und Beteiligungslosigkeit zu steuern, beschäftigte u.a. Lazarsfeld. Als erfolgreiche Maßnahem etablierte er die "Illusion der Informiertheit" und beschrieb sie wie folgt: "Die Belastung durch eine Flut von Informationen kann eher den Leser/Zuschauer einschläfern als ihn zu aktivieren. Sein soziales Gewissen verbleibt makellos rein. Er ist in Sorge. Er ist informiert. Und er hat alle Arten von Ideen darüber, was man tun sollte." Letztlich bleibt er ohne Aktivität.

Die Medienlandschaft einer neoliberalen repräsentativen Demokratie benötigt hierfür ein Leitmedium, wie die Luft zum Atmen. Es muss überall vorhanden sein. Es muss ständig vorhanden sein. Und es muss den Anschein erwecken, unabhängig von Politik und Wirtschaft zu sein. Zudem muss es finanziell sehr gut ausgestattet sein, um im Produktions-, Recherche- und Personalbereich Ressourcen binden zu können. Idealismus ist zudem immer teurer.

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Ein Idealbild eines Leitmediums ist ein sogenannter öffentlich-rechtlicher Rundfunk. Die Illusion "öffentlich" wird damit erklärt, dass jeder Bürger per Gesetz zur Finanzierung dieses Organisationen beizutragen hat (Zwang). "Öffentlich" ist also kein Vorteil, sondern stellt nur auf die verordnete Trägerschaft ab.

Im direkten Vergleich mit dem größten europäischen Medienkonzern "Bertelsmann", zu dem RTL Group, Penguin Random House, G+J, Arvato und BMG gehören, macht dieser pro Jahr nur zweimal soviel Umsatz, wie der "öffentlich rechtliche Rundfunk" in Deutschland an Einnahmen erzielt. Damit wird deutlich, welche Strahlwirkung die üppig budgetierten Aktionen des sogenannten "öffentlichen Rundfunks" in die Märkte haben.

Dabei wird es für die Sicherer der repräsentativen Demokratie immer schwieriger, die Menschen vor dem Fernsehgerät oder Radio zu versammeln. Statt Information findet Infotainment statt. So spielt das Deutschlandradio regelmäßig indoktrinierende Kommentare in ihr Hörprogramm. Und bei Nachrichten der ARD werden Schauspieler zugeschaltet oder geladen, um mit ihnen über Investitionen oder Sinn eines soziales Engagement zu sprechen. Politische Meinungen werden als Nachrichten in Form einer Geschichte erzählt, Kommentatoren aus den eigenen Reihen unterstützen wetternd das bereits proklamierte Weltbild. Während man früher eine Nachricht vorlaß, müssen die neuen Mitteilungen ans Volk zielgruppengerecht verpackt werden. Ein enormens Ensemble an Statisten wird hierfür aufgeboten.

Die "Illusion der Informiertheit" bietet damit alles, was der Bürger einer Demokratie auf der Checkliste hat: Nachrichten, Erklärfilm und einen guter Kommentar, ab und zu eine Diskussion mit bekannten Gesichtern oder ein O-Ton vor Ort von Irgendjemanden. Wer vor Ort ist, muss ja die richtige Meinung haben.

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Diese deutlich exzellent umgesetzten kognitiven Maßnahmen zur Schaffung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit durch Wiederholung, Selektion, Distraktion sind Teil des klassischen Meinungs- und -Empörungsmanagements des Leitmediums. Die Anstalten sind heute zum professionellen "Brainwasher" aufgerückt. Es gibt keine Produktion mehr, die ohne soziopsychologische Aufbereitung stattfindet. Selbst Scripts für Fernsehfilme werden mit Indoktrinationen aufgehübscht. Ein Leitmedium muss ideologisch an allen Ecken strahlen.

Die Ähnlichkeit eines solchen Leitmediums zu nichtstaatlichen Interessensverbänden, die sich für Umwelt, Genderfragen oder Systemwechsel in Dritte-Welt-Ländern engagieren, ist überdeutlich. Ein besserer Begriff, den sogenannten öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu beschreiben, wäre eine Nichtregierungsorganisation (NGO) zur Stabilisierung der repräsentativen Demokratie - oder im weiteren Sinne auf die oligarchischen, oft elitären Strukturen abgestellt: Elitenschutz.

Der Leser dieser Zeilen wird vielleicht einwenden, dass gerade Sendungen, wie "Hart aber Fair", Rontal21, Report Mainz, Fakt usw. viele Skandale aufdecken. Ihm sei die Lektüre der noch frischen Otto-Brenner-Stiftung empfohlen, bei der acht Politikmagazine in 2014 untersucht wurden. Der Untersuchende Bernd Gäbler kommt zu dem Schluß: "zu wenig große Themen, stattdessen aufgebauschte Skandale".

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Der Auftrag der ARD besteht darin, Antriebs- und Beteiligungslosigkeit im Volk zu verbreiten, primär im politischen Sektor, um die demokratische Elite zu schützen. Dieser Effekt befreit die benannte Elite und erlaubt ihr bis dato ungeahnte Wege zu beschreiten:

* Kriege (Umdeutung als "Einsatz bei humanitärer Katastrophe"),

* Marktremonopolisierung und Aushöhlen über Generationen erklommener Marktgestaltung (Geheimverhandlung "TIPP"),

* Störung der innerstaatlichen Ruhe (Einfuhr von Menschen als "Flüchtlingshilfe")

Die ARD entkoppelt das Volk von der herrschenden Elite mit Hilfe von psychokognitiven Tricks.

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kostenlose Studie Otto-Brenner-Stiftung:

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