Arjuna Häberle-Kächele

Die religiöse Moral ist wichtig!

Für Krieg, Unterdrückung und Ausbeutung.

Für den Krieg gegen das eigene Volk - und gegen andere Völker.

Nehmen wir die Weltreligionen Christentum, Hinduismus, Buddhismus und ihre ethischen Grundlagen.

Die 12 Artikel von Memmingen der Forderungen schwäbischer Bauern beim Bauernkrieg (1524-1526) gelten als erste schriftliche Äußerung von Menschen- und Freiheitsrechten in Europa.

Auch Martin Luther, dem an einer Veränderung der Kirche und nicht an einer "Verchristlichung der Welt" gelegen war, distanzierte sich von den aufständischen Bauern:

 „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern […] man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss.“

Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst! Sicherlich sah er hier keinen Widerspruch oder gar einen Verstoß. Hier ist die Welt und dort ist der Glaube oder die Kirche. Für die Sünden, die man in der Welt begeht, erhält man durch den Glauben Vergebung. Kriege, Unterdrückung, Folter und Ausbeutung sind der Welt zugehörig und unvermeidbar - Vielleicht dachte er ja so ähnlich. Wir sind nicht in der Lage, uns in das Denken dieser Zeit wirklich hinein zu versetzen. Luther hatte zuvor allerdings auch das Verhalten der Fürsten als "hochmütig" kritisiert. Dass er eine "Verchristlichung der Welt" nicht wollte, entspringt vielleicht einer höheren Weisheit. Womöglich sah er das merkelsche "Gutmenschentum" und die damit verbundenen Verwerfungen und Möglichkeiten des Missbrauchs voraus.

Auch die spanischen, christlichen Conquistadores und ihre heutigen Nachfolger im Geiste sahen keinen Widerspruch darin, einerseits christliche Werte und Nächstenliebe zu propagieren, andererseits andere Völker niederzumetzeln oder -zubomben. Heutige PolitikerInnen nehmen dann zum Zwecke ihrer eigenen Absolution im Gegenzug halt eben auf Kosten ihres Volkes "Flüchtlinge" in Überzahl auf. Da schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Man gehorcht seinen Vorgesetzten und beruhigt das eigene Gewissen.

Auch in der Bhagavad-Gita ("Gesang des Erhabenen"), dem bekanntesten und meist zitierten spirituellen Gedicht des indisch-hinduistischen Nationalepos "Mahabharata", rät Krishna dem unglücklichen und zweifelnden Krieger Arjuna, seine Pflicht zu tun, und in der Schlacht gegen seine aufständische Verwandtschaft zu kämpfen und sie zu töten. So lange er sich nicht mit der Tat identifiziere, auf die Früchte seines Handelns verzichtete, nicht wegen Ruhm, Triumph oder Hass töte, sondern einzig und allein seinem "Dharma" (in etwa Pflicht) gehorche, habe die Tat keine negativen Folgen.(Dazu gehört aber auch, sie hinterher nicht zu bedauern).

Ähnliches findet sich auch im Buddhismus, bei den Samurai, bei Kamikaze-Fliegern - und bei Profikillern.

Führe Deine Tat kaltblütig aus, dann bleibt sie ohne Folgen für Dich.

Oder: Tue Deine Pflicht für eine höhere Sache.

Das Problem ist: Mit dieser "höheren Sache" (Menschenrechte, Gott, Demokratie) kann man das größte Schindluder treiben und zugleich die Massen mobilisieren. Notfalls (oder meistens) mit "False Flag" - und sei es nur mittels der Medien.

Gelobet seien die Blockwarte und Pflichtbesessenen dieser Welt. Sie tun "nur ihren Job"! 

"Christlich" im wahren Sinne ist aber das Gegenteil. Dazu stehe ich mit meinem Namen.