Die Wüste - Grundlage des Islam?

Wenn sich eine Wüste zu entwickeln beginnt, wenn die natürliche, ursprüngliche Vegetation allmählich der belastenden Dürre anheimfällt und in ihr zugrunde geht und ohne Morgentau das Land unter der brennenden Sonne zunehmend austrocknet … kämpft das Leben immer noch weiter.

Ein neuer Typ Leben, eine sekundäre Vegetation taucht auf, angepasst an die trostlosen Existenzbedingungen der Wüste. Es ist ein hässliches, schlecht ausgestattetes Leben. Der Stamm des Cholla-Kaktus oder des Feigen-Kaktus oder des Palo Verde-Baums sind nicht solide wie der Stamm einer Eiche oder einer Birke.

Der Stamm besteht aus einzelnen, schmalen Fasern, die brüchig und spröde sind und so bleiben, und keine Verbindung oder Verschmelzung zueinander aufweisen. Die ganze Pflanze ist mit Borsten oder langen Stacheln bedeckt. Sie erinnern uns an die Ähnlichkeit mit dem reizbar-stachligen äußeren Verhalten von Menschen, die innerlich leer und wüstenartig sind. Das ist nicht eine reine Analogie. Der Vergleich ist tatsächlich sehr weitreichend.
Die Wüstenpflanzen entwickeln entweder wie der Feigen-Kaktus lederartige stachlige Sprosse, oder Strukturen wie beim Cholla-Kaktus, wo der grüne chlorophyllhaltige Teil auf die äußersten Enden der Zweige beschränkt ist.

Für das Wüstenleben ist charakteristisch, dass sogar die Tiere ein borstiges, stacheliges Äußeres oder scharfe, spitze Körperteile zum Töten besitzen: Der Skorpion, die Klapperschlange, die giftige Gila-Krustenechse … Diese Vegetation ersetzt langsam die letzten Überreste der primären Pflanzenwelt und mit der fortschreitenden Wüstenbildung hin zum Endstadium – der Sand-Wüste – stirbt auch die sekundäre Vegetation und nichts bleibt außer Sanddünen.

Mit der weltweiten Ausbreitung der Wüste gehen Zivilisationen unter, das Leben in den betroffenen Gebieten stirbt völlig aus, die Menschen versuchen entweder zu entkommen oder passen sich ebenfalls an das Wüstenleben in den seltenen grünen Flecken, den Oasen, an.

Die ständige Anwesenheit des Todes … und das allgegenwärtige unterschwellige Bewusstsein des unabwendbaren Endes ist charakteristisch für beides: Leben in der Wüste und Leben im gepanzerten Menschen.

Die Leblosigkeit der Gefühle, ausgetrocknetes Gewebe im Wechsel mit aufgedunsener Schwellung, fetter Schwabbeligkeit oder der Neigung zu Wassersucht bzw. Krankheiten, die Wassersucht hervorrufen; Alkoholismus, der zur Stimulierung dessen dient, was vom ursprünglichen Sinn des Lebens noch übrig ist, Kriminalität und Psychosen und die letzten Zuckungen eines vereitelten, frustrierten, schwer misshandelten Lebens sind nur ein paar der Konsequenzen einer emotionalen Wüste.

Wilhelm Reich (zitiert in "Saharasia")