Reisebericht

Pergamon

Pergamon war einmal geistiges Zentrum der Welt. Hier stand die grösste Bibliothek der damaligen Welt. Ferner findet man hier das steilste Theater der Antike.

Funde bezeugen, dass die Umgebung Pergamons bereits seit der Bronzezeit besiedelt ist. Erste Befestigungen auf dem Burgberg entstanden vermutlich im 7-6. Jhd. v. Chr.

Geschichte begann Pergamon jedoch erst nach dem Tod Alexanders des Großen zu schreiben. Dessen bedeutendster Feldherr Lysimachos hatte sich in Thrakien und Kleinasien einen eigenen Herrschaftsbereich geschaffen und aus vielen Eroberungszügen ein Vermögen von rund 9.000 Talenten angeeignet. 1 Talent entsprach einem 20 kg schweren Silberbarren - Lysimachos saß also auf einem Berg Silber von rund 180.000 kg!

230 v. Chr. kam der Herrscher Attalos I. an die Macht. Es folgte der Bau der berühmten Bibliothek, des Athenatempels und etlicher Denkmäler.

Einige Meter unterhalb des Trajaneum stand einst die berühmte Bibliothek von Pergamon, die einst rund 200.000 Werke umfasste.

Als die Bibliothek von Pergamon die von Alexandria zu überflügeln drohte, verboten die ägyptischen Könige kurzerhand die Ausfuhr von Papyrus. Die Einwohner von Pergamon besannen sich daraufhin auf die alte ionische Kunst, Schreibmaterial aus dünn geschabten Tierhäuten herzustellen.

Da sich diese jedoch nicht wie das Papyrus rollen ließen, schnitt man sie zu Seiten und band sie in einem ledernen Deckel zu einem Buch.

So entstanden in Pergamon einige der ersten "Bücher" der Welt. Der heutige Name "Pergament" leitet sich übrigens von "Pergamon" ab.

Attalos I. schloss eine Allianz mit Rom. Seinem Sohn Eumenes II. gelang mit Hilfe des mächtigen Verbündeten 190 v. Chr. ein Sieg gegen die Syrer. Während seiner Regierungszeit avancierte Pergamon zur Weltstadt. Die Akropolis wurde mit einer Stadtmauer versehen, das Gymnasion gebaut, die Theaterterrasse, die Untere Agora und der berühmte Zeusaltar.

Das Trajaneum ist heute die imposanteste, vor Ort zu sehende Ruine Pergamons - ein Triumph römischer Baufertigkeit und moderner Restaurationskunst. Der Tempel, ganz aus weißem Marmor errichtet, entstand für den vergöttlichten Kaiser Trajan. Zu römischer Zeit prägte er das Bild des Burgberges.

Intellektuelle und Künstler aus der ganzen antiken Welt zog es auf den Burgberg.

133 v. Chr. starb Attalos III., der letzte König von Pergamon. Er soll ein sonderbarer Mann gewesen sein, der seinen Palast aus Verfolgungswahn selten verließ und sich vorrangig dem Studium von Giftpflanzen widmete, die er an Verbrechern testete. Um einer stabilen Politik willen vermachte er sein ganzes Reich den Römern.

So kam einer der menschenreichsten und wohlhabendsten Landstriche der damals bekannten Welt als Provinz Asia zu Rom und aus dem Reich wurde ein Imperium. Die Stadt selbst profitierte davon und erlebte ihre größte Blüte.

Nach dem Goteneinfall 262 n. Chr. begann Pergamons Stern zu sinken. In byzantinischer Zeit verlor die Stadt so an Bedeutung, dass sich die Einwohnerzahl auf 8.000 reduzierte.

1873 entdeckte der deutsche Ingenieur Carl Humann nahe Bergama im Stroh eines Ochsenkarrens eine mit Reliefs verzierte Marmorplatte. Er kaufte sie dem Bauern für einen Pfennigbetrag und schickte sie an jenes Museum in Berlin, das heute als Pergamon-Museum bekannt ist.

Fünf Jahre danach begannen unter Humanns Leitung die Ausgrabungen der antiken Weltstadt Pergamon. Die wertvollsten Fundstücke verschwanden schnell in Berlin, so der einzigartige Fries des Zeustempels. Humann ließ sich übrigens nahe dem einstigen Zeustempel bestatten. Bild Nr. 14876 - 960 mal gesehen

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