PecuniaOlet

Sein und Schein

Ich kann mein halbes Leben lang Pfaffe oder linker Politiker sein, meine Kinder antiautoritär erziehen, Menschen- und Nächstenliebe predigen und andere, die davon einen anderen Begriff haben, auf das Schärfste verurteilen, während ich mich in meinem Besser-Menschentum sonne und mir gefalle. Wenn es dann aber darauf ankommt, werde ich vielleicht aus Furcht und Panik zuerst aus dem brennenden Haus rennen, als einer der Ersten ein Rettungsboot besteigen und bei allen drohenden existentiellen Gefahren stets mir selbst der Nächste sein.

Ich kann andererseits ein reicher, verheirateter Playboy, Genussmensch und Geschäftsmann mit ständig wechselnden Geliebten und Affären sein, eine "extreme" politische Gesinnung haben, aber lieber verbrennen oder mit einem Schiff untergehen, als die Schmach zu ertragen, ein egoistischer Feigling zu sein.

Charakter und Größe zeigen sich immer erst in Extremsituationen wirk-lich.

Bei allem Gejaule über die angeblich "fremdenfeindliche" Pegida (über "islamfeindlich" kann man streiten) und die AfD, sind deren Teilnehmer, Mitglieder oder Sympathisanten  keine schlechteren oder besseren Menschen als der Rest der Nation. Medien und Politikern erklären zu wollen, was "Rassismus" und "Fremdenfeindlicheit" eigentlich bedeuten, macht ohnehin keinen Sinn, da sie diese Begriffe weiterhin als Waffen zu nutzen beabsichtigen.

Es gibt bei allen Unterschieden immer zwei Arten von Menschen: Solche mit Anstand, und solche ohne. Solche die wissen, wie man sich als Gast zu benehmen hat, und solche, die Forderungen stellen. Maulhelden und wahre Helden. Das steht über jeder Religion und in keinem Gesetz- oder Parteibuch. Es ist einfach.

Darin besteht die im Grunde wirkliche "Racial Segregation".

Nur eine einzige Tat oder ein einziges Unterlassen kann ein vermeintlich "moralisch"oder "unmoralisch" geführtes Leben ad absurdum führen.

Extremsituationen, in denen sich solche Charaktere ungeschminkt zeigen, werden uns wohl in Bälde bevorstehen.