Volksabstimmung in Deutschland

Politik fern von des Bürgers Wille

Setzt man die Anzahl der Abgeordneten in den USA zum Verhältnis der Größe der dortigen Bevölkerung und nimmt dies zum Maßstab in der BRD, dann hätten wir statt 631 Abgeordneten nur 125. Masse ist kein Maß für Qualität! Bedenkt man, dass fast die Hälfte der deutschen Abgeordneten nicht vom Volk ausgewählt werden, sondern von Parteimitgliedern, dann stellt sich schon die Frage, ob unsere "Volksvertreter" ausreichend den Bedürfnissen und Wünschen des Volkes repräsentieren. Sieht man sich die heutige Zahl der Parteimitglieder an, dann ergibt sich ein Missverhältnis. Danach werden 62 Millionen Wähler von 1,3 Millionen Parteigänger repräsentiert, die für die Auswahl von Volksvertretern sorgen. Für Abgeordnete gibt es keine Mindestforderungen an ihre Qualifikation, wie es in jedem Beruf der Fall ist. Für jede Führungsaufgabe in der Wirtschaft gibt es ein ausgefeiltes Anforderungsprofil, nur nicht für Politiker. Fachminister sollten mindestens über langjährige persönliche fachliche Erfahrung verfügen und nicht nur durch Parteizugehörigkeit sich auszeichnen.

Eine Reform unserer demokratischen Strukturen ist dringend geboten. Die Schweiz zeigt, dass direkte Demokratie ein wichtiger Meilenstein ist und mehr demokratische Ausrichtung der Bürger mit sich bringt. Heute zeigen die Abgeordneten, dass sie sich zunehmend vom Bürger entfernt haben. Der bevorstehende Wandel wird zwar durch die Mainstream-Presse verzögert, aber nicht aufgehalten. Wer das Buch: "Meinungsmacht" von Uwe Krüger gelesen hat, erfährt über die übergroße Nähe dieser Medien zu den USA. Die heutige zunehmend ablehnende Nähe der Bürger zu den USA zeigt, dass die Mainstream-Presse auf der Verliererseite ist. 

Darum ist es für jeden Bürger geboten, sich für mehr direkte Demokrtie und für eine Veränderung der Auswahlprinzipien von Volksvertretern einzusetzen.

Heider Heydrich