Mehr Schutz für Tiere

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Tierschutzbericht 2015
Mehr Schutz für Tiere

Wie der Tierschutzbericht 2015 zeigt, hat die Bundesregierung in den vergangenen vier Jahren den
Schutz von Nutz-, Heim- und Versuchstieren verbessert. Das Bundeskabinett hat dem Bericht nun
zugestimmt.

Der zwölfte "Bericht über den Stand der Entwicklung des Tierschutzes" führt unterschiedliche
Maßnahmen aus den Jahren 2011 bis 2014 auf. Sie haben dazu beigetragen, Missstände in der
Tierhaltung zu beheben.
Die Maßnahmen im Einzelnen: Das Halten von Versuchstieren und die Durchführung von Tierversuchen
wurden strenger reguliert. Bei Heimtieren müssen Händler Tierhaltern schriftliche Informationen
über die wesentlichen Bedürfnisse des Tieres mitgeben.  Spezielle Regelungen gibt es für die
gewerbliche Kaninchenhaltung. Das wesentlich überarbeitete Säugetiergutachten regelt, wie
Säugetiere zum Beispiel in Zoos artgerecht zu halten sind. Um unseriösem Tierhandel einen Riegel
vorzuschieben, ist die entgeltliche Einfuhr von Wirbeltieren genehmigungspflichtig. Ebenso die
gewerbsmäßige Ausbildung von Hunden, um Mindeststandards des Tierschutzes sicherzustellen.  Das
Schlachten von Tieren unterliegt national strengeren Regelungen. Ab 2019 sind zudem das
betäubungslose Kastrieren von Ferkeln und der betäubungslose Schenkelbrand bei Pferden verboten.
Ein solcher Bericht muss nach dem Tierschutzgesetz dem Bundestag alle vier Jahre vorgelegt werden.
Engagement beim Tierschutz
In dieser Legislaturperiode hat die Bundesregierung, wie im Koalitionsvertrag festgelegt, den
Tierschutz stärker als bisher ins Zentrum gestellt. Im Herbst 2014 hat sie die Initiative "Eine
Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" gestartet. Mehr Tierwohl soll dabei über
freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft erreicht werden. Verschiedene Aktivitäten, etwa
Verbraucheraufklärung zu Labeln, Schülerwettbewerbe, der Kompetenzkreis Tierwohl und Forschung
flankieren das.
Zudem hat das Bundeslandwirtschaftsministerium eine Reihe von Vorhaben auf den Weg gebracht. Dazu
gehört beispielsweise der Ausstieg aus dem routinemäßigen Schnabelkürzen bei Legehennen und
Mastputen. Auch die Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen haben Initiativen gestartet: etwa
die Brancheninitiative Tierwohl oder das Label "Für Mehr Tierschutz".



Internet: [ www.bundesregierung.de/flucht-und-asyl ]

Themenseite: [ http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Tipps-fuer-Verbraucher/_node.html ]