Monetative News

Liebe Geldreform-Interessierte,

Island hat in der Finanzkrise einen anderen Weg gewählt als zum Beispiel Irland, Portugal oder Spanien. Jetzt gibt es dort einen wegweisenden Bericht zur Zukunft des Finanzsystems, der im Auftrag des Premierministers vom Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses des isländischen Parlaments, Frosti Sigurjonsson, veröffentlicht wurde und der die Einführung eines Vollgeldsystems empfiehlt. Das Vorwort dazu hat Lord Adair Turner geschrieben, der ehemalige Chef der britischen Finanzaufsicht. Lesen Sie den Bericht hier.

Brief zu "Quantitative Easing"-Politik der EZB von 19 europäischen Ökonomen

19 europäische Wirtschaftsprofessoren (darunter Joseph Huber und Helge Peukert von Monetative e.V.) fordern in einem von unserer englischen Schwesterorganisation "positive money" initiierten Offenen Brief in der Financial Times, dass die Quantitative-Easing-Politik der EZB überprüft wird. Direkte Zuschüsse an Staaten und Bürger seien viel effizienter, meinen die Professoren. Ein von uns schon öfter kritisiertes Tabu (nur Finanzinstitute bekommen derzeit das billige Zentralbankgeld) gerät ins Wanken.

Gericht in Kanada fordert Staatsfinanzierung durch die Zentralbank

Aufgrund eine Klage der kanadischen Geldreforminitiative COMER (Comité sur la réforme économique et monétaire), die sich auf die Social-Credit-Bewegung der 1920-40er Jahre stützt, hat ein kanadisches Bundesgericht in einem Urteil die Zentralbank aufgefordert, ihrer Pflicht zur Staatsfinanzierung nachzukommen. Die Zentralbank von Kanada ist also verpflichtet, das zu tun, was der EZB wegen Art.123 AEUV verboten ist. Lesen Sie mehr dazu hier

Schweizer Vollgeld-Initiative hat mehr als 50.000 Unterschriften

Unsere Schweizer Freunde haben bis Ende März 50763 Unterschriften zur Unterstützung der Vollgeld-Initiative gesammelt. Bis 3.Dezember müssen es 100.000 beglaubigte Unterschriften sein, damit sich das Schweizer Parlament mit der Vollgeldreform befasst und 2018 oder 2019 eine Schweizer Volkabstimmung über Vollgeld stattfinden kann. Zwar ist mit diesen Unterschriften ein Teil der Wegstrecke bewältigt, es bleibt aber noch viel zu tun, um das Ziel zu erreichen. Deswegen auch von unserer Seite nochmal der Aufruf, die Schweizer auf die Ihnen mögliche Art und Weise zu unterstützen, insbesondere aus den deutschen Grenzregionen der Schweiz. Zweckgebundene Spenden (gegen steuerlich absetzbare Spendenquittung) können über unser Spendenkonto (siehe unten) geleistet werden, bitte mit dem Stichwort Vollgeldinitiative Schweiz.

Presseberichte und Publikationen

Im Sender "3Sat makro" gab es unter dem Titel Glaube und Profit eine sehr interessante Sendung, bei der von Joseph Huber und Helge Peukert auch das Vollgeldsystem vorgestellt wurde. In derselben Sendung ein 3-min-Interview mit Joseph Huber zur Vollgeldreform. Ebenfalls Joseph Huber hat einen neuen geldtheoretischen Beitrag zu "Theorie des Circuitismus" verfasst.

Spenden an Monetative e.V.

Dieser Rundbrief und die Organisation von Monetative e.V. wird ehrenamtlich geleistet, zur Deckung der Kosten sind wir allerdings neben den Beiträgen unserer Mitglieder auf Spenden angewiesen. Falls Ihnen der Rundbrief gefallen hat, bitten wir Sie deshalb um eine Spende.

Sie sehen an diesem Rundbrief, dass derzeit einiges in Richtung der dringend notwendigen Geldreform passiert. Empfehlen Sie den Monetative-Infobrief bitte auch Bekannten/Freunden, damit unsere Ideen noch weiter verbreitet werden und so den nötigen Rückhalt in unserer Gesellschaft finden.

Wir wünschen Ihnen jedenfalls ein frohes Osterfest.