Klima-Wahn: Meeresdüngung gegen CO2

Der Kampf ums Klima wird immer absurder. Trotz  Proteste starten deutsche Wissenschaftler auf der "Polarstern" ihr gewagtes Experiment. Sie wollen das Meer düngen, um Algenwachstum zu erzeugen, welches angeblich CO2 frisst.

Weltweite Proteste führten nur zu einem kurzen Stopp eines der gewagtesten Experimente der Wissenschaft. Unter der Führung deutscher Experten sollen unberührte Gewässer im Süd-Atlantik, nahe der Antarktis mit Eisensulfat gedüngt werden, um einen künstliche Algenpest zu erzeugen.

Nach Ansicht der Wisenschaftler würden diese Algen Kohlendioxyd aufnehmen und so einen Beitrag gegen die Erderwärmung leisten.

Doch der Ausgang des Experiments ist vollkommen ungewiss.  Die Düngeaktion soll in vollkommen unberührten Gewässern durchgeführt werden. Die Nebenwirkungen  sind unkalkulierbar.

 Die deutsche Polarstern hat künftig koreanische Forscher an Bord

Das deutsche Forschungsschiff "Polarstern"

Nach anfänglichen Protesten (MMnews berichtete aus Südafrika: --->Klima-Wahn: Absurder geht's nicht!)  wurde die Aktion kurz unterbrochen. Doch nun hat die Polarstern offenbar doch ohne Absprache mit den Behörden ihr umstrittenes Experiment begonnen.

Zwischen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) gibt es nun neuen Ärger um die umstrittene Meeresdüngung durch das deutsche  Forschungsschiff „Polarstern“, berichet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe.

Vorige Woche hatten die Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut ihr Düngungsexperiment mehr als 1600 Kilometer vom vereinbarten Ort im Südatlantik gestartet – ohne Rücksprache mit dem Umweltministerium.

Das ursprünglich geplante Untersuchungsgebiet nördlichder Insel Südgeorgien, so die Begründung der „Polarstern“- Forscher, habe sich überraschend als ungeeignet erwiesen. Gabriels Behörde hält durch den Ortswechsel aber alle Gutachten, mit denen Forschungsministerin Schavan das Experiment gegen die Bedenken des Umweltministeriums und von Umweltschützern durchgesetzt hat, für nichtig.

Die internationalen Regeln für Meeresdüngungsforschung schrieben eine gewisse Nähe zur Küste vor. Davon könne jetzt gar keine Rede mehr sein, heißt es in einem Protestschreiben aus Gabriels Ressort an das Schavan-Ministerium.

Die Forscher haben auf 300 Quadratkilometern zehn Tonnen Eisendünger im Meer verteilt, um die Algenproduktion anzuregen – und um zu untersuchen, wieviel Kohlendioxid aus der Luft die Pflanzen in der Folge zusätzlich binden können.