Reisebericht

S.O.S. Eisberg

Von Eisbergen und was man mit und auf ihnen treiben kann. Trotzdem wir alle Bergsteiger waren, die zum Teil schon seit 20 und 25 Jahren auf Gletschern und Eisgipfeln der Alpen herumklettern, hatten wir nicht die leiseste Vorstellung davon, wie leicht - aber auch furchtbar gefährlich - es sei, auf so relativ kleinen (gemessen an den Dimensionen ihrer großen alpinen Brüder) Bergen aus Eis herumzusteigen.



www.michael-vogeley.de

Die Spitze des Eisbergs

Glaziologen definieren Eisberge als große Bruchstücke von schwimmendem oder gestrandetem Gletschereis, die durch Abbrechen, Kalben, geboren werden.

Etwa 80 Prozent der Masse bleiben unter Wasser verborgen. Die günstigsten Bedingungen für die Geburt von Eisbergen herrschen an den grönländischen Küsten und den vereisten Gestaden der Antarktis.
Von Anfang März bis in den Juli hinein bekommen Eisberge in Grönland Saison. Von donnernden Gletschern werden sie ins Meer geworfen und begeben sich auf eine lange Reise. Meeresströmungen und Wind bestimmen den Kurs. Flotten von bis zu 40 000 der „weißen Wunder“ erreichen jährlich Nordost-Kanada und werden weiter von Strömungen nach Süden geschickt.
E isberge mit etwa 100 bis 120 Metern sichtbarem „Gipfel“ lassen vermuten, daß ihre Untergrenze 600 bis 1000 Meter unter der Wasseroberfläche schwimmt. Löst sich unter Wasser ein Stück Eis, so schießt es gleich einem Champagnerkorken an die Oberfläche des Meeres. Wehe dem Boot, das diese Rakete dann trifft!

Bild Nr. 1364 - 503 mal gesehen

Bild Nr. 1368 - 349 mal gesehen

Bild Nr. 1367 - 306 mal gesehen

Bild Nr. 1366 - 312 mal gesehen

Bild Nr. 1365 - 373 mal gesehen