Reiseberichte Weltreisender

Frankfurt Impressionen (Frankfurt am Main)

Frankfurt am Main ist mit über 660.000 Einwohnern die größte Stadt Hessens. Bilder aus der Main Metropole. Frankfurt ist bekannt wegen seiner Skyline aus zahlreichen Wolkenkratzern, die zu den höchsten in Europa gehören. Deshalb nennt man Frankfurt auch "Mainhattan".

Erste Erwähnung

Erstmals im Februar 794 wurde Frankfurt am Main in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. -

Eine kontinuierliche Besiedlung des Domhügels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt.


Die Goldene Bulle von 1356

Die Goldene Bulle von 1356 bestätigte Frankfurt ab 1356 als ständige Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon seit 1147 die meisten Königswahlen stattgefunden hatten. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, als letzter 1792 der Habsburger Franz II.


Das Ende des Alten Reiches

1806 mit dem Ende des Alten Reiches fiel Frankfurt unter die Herrschaft des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg, der es mit seinen Fürstentümern Regensburg und Aschaffenburg zu einem selbständigen Staat innerhalb des Rheinbunds vereinigte. 1810 trat Dalberg Regensburg an Bayern ab und wurde mit den Gebieten von Hanau und Fulda entschädigt. Zusammen mit der Stadt Frankfurt und dem Aschaffenburger Gebiet bildete dieser Territorialkomplex schließlich von 1810 bis 1813 das kurzlebige Großherzogtum Frankfurt.


Das Ende des napoleonischen Systems

Mit dem Zusammenbruch des napoleonischen Systems wurde Frankfurt am 14. Dezember 1813 von den siegreichen Alliierten einer provisorischen Verwaltung unter dem Präfekten Carl Wilhelm Freiherr von Günderrode unterstellt.


Die weitere Entwicklung

Auf dem Wiener Kongress plante das Königreich Bayern die Annexion Frankfurts, doch beschloss der Kongress am 8. Juni 1815 die Wiederherstellung Frankfurts als Freie Stadt innerhalb des Deutschen Bundes. Es war damit neben Hamburg, Bremen und Lübeck eine von vier Freien Städten, die ihre traditionelle Stadtfreiheit bis in die Zeit der Moderne behaupten konnten. Der Bundestag des Deutschen Bundes richtete sich in Frankfurt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche.


Deutsch Österreichischer Krieg

Im Deutsch-Österreichischen Krieg 1866 blieb Frankfurt bundestreu. Die öffentliche Meinung stand eher auf Seiten Österreichs und des Kaisers, obwohl es auch in Frankfurt schon länger Stimmen gab, die aus wirtschaftlichen und außenpolitischen Gründen für einen freiwilligen Anschluss an Preußen plädierten. Am 18. Juli wurde die Stadt von der preußischen Rheinarmee besetzt und mit schweren Kontributionen belegt. Am 2. Oktober annektierte Preußen die Stadt, die damit endgültig ihren Status als unabhängiger Staat verlor; Frankfurt wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet, die Zahlung der Kontributionen erlassen. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet.

Die Neuzeit

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu einem Industriezentrum mit raschem Bevölkerungswachstum war die Annexion vorteilhaft. Frankfurt gemeindete im Laufe der nächsten Jahrzehnte zahlreiche umliegende Orte ein und verdoppelte seine Fläche gegenüber der Zeit vor 1866. Damit wurde es schließlich sogar Anfang des 20. Jahrhunderts für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt.

Krieg

Im Zweiten Weltkrieg zerstörten gezielte alliierte Luftangriffe fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild – in dieser Form bereits damals einzigartig für eine deutsche Großstadt – ging aber auch im Zuge eines modernen Wiederaufbaus verloren. Weite Teile der einstigen Altstadt werden heute von Betonbauten der 50er-Jahre geprägt, wo sich einstmals ein Gassengewirr zwischen eng beieinander stehendem Fachwerk erstreckte.


Nachkriegszeit bis heute

Nach Kriegsende richtete die amerikanische Besatzung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt nur knapp und gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn. Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden und beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1999 Sitz der Europäischen Zentralbank.

Bild Nr. 24139 - 793 mal gesehen

Bild Nr. 24144 - 500 mal gesehen

Bild Nr. 24142 - 413 mal gesehen

Bild Nr. 24143 - 440 mal gesehen

Bild Nr. 24159 - 273 mal gesehen

Bild Nr. 24167 - 293 mal gesehen

Bild Nr. 24168 - 273 mal gesehen

Bild Nr. 24174 - 279 mal gesehen

Bild Nr. 24173 - 287 mal gesehen

Bild Nr. 24172 - 282 mal gesehen

Bild Nr. 24171 - 295 mal gesehen

Bild Nr. 24170 - 283 mal gesehen

Bild Nr. 24169 - 278 mal gesehen

Bild Nr. 24166 - 290 mal gesehen

Bild Nr. 24165 - 290 mal gesehen

Bild Nr. 24164 - 265 mal gesehen

Bild Nr. 24163 - 283 mal gesehen

Bild Nr. 24162 - 304 mal gesehen

Bild Nr. 24161 - 270 mal gesehen

Bild Nr. 24160 - 287 mal gesehen

Bild Nr. 24158 - 301 mal gesehen

Bild Nr. 24157 - 295 mal gesehen

Bild Nr. 24156 - 304 mal gesehen

Bild Nr. 24155 - 281 mal gesehen

Bild Nr. 24154 - 281 mal gesehen

Bild Nr. 24153 - 247 mal gesehen

Bild Nr. 24148 - 307 mal gesehen

Bild Nr. 24141 - 383 mal gesehen