Buntes Europa - von wegen "monolithic societies"

Die Europäer stammen (abgesehen von ca. 1 Prozent Erbgut des Neandertalers) einerseits von autochthonen Wildbeuterkulturen und eingewanderten Bauern aus dem Nahen und Mittleren Osten ab, andererseits von kriegerischen halbnomadisierenden Völkern aus den Steppen Zentralasiens, den indogermanischen "Urvätern", welche uns die Grundlagen unserer Sprache "importierten", die im Wesentlichen mit Ausnahme des Ungarischen, Finnischen und Baskischen alle miteinander verwandt sind. Ungefähr zwei Drittel aller europäischen Männer entstammen einer neueren These zufolge lediglich einer Handvoll dieser wohl überaus sexuell ausgeglichenen "Urväter". http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18890-2015-05...

Allerdings sind die widerstandsfähigsten, eigenwilligsten, authentischsten und rebellischsten Völker Europas wohl gerade die eine andere Sprache sprechenden Ungarn, Finnen und Basken. Die Basken sollen sogar die eigentlichen Ureinwohner Europas sein, worauf unter anderem die linguistische Verwandtschaft alter europäischer Ortsnamen und  Bezeichnungen für Gewässer hinweisen. Das Baskische ist mit keiner anderen Sprache weltweit verwandt. Es ist die einzig erhaltene "vorindogermanische" Sprache Europas. Die Basken sind somit wohl das "autochthonste" europäische Volk überhaupt.

In Deutschland wurden vor wenigen Jahren ca. 3000 Jahre alte Überreste bronzezeitlicher Bewohner des Harz gefunden, von denen heute noch nachweislich direkte männliche Nachkommen in der näheren Umgebung leben.http://www.welt.de/wams_print/article2208000/Die-V...

Buntheit und Tradition sind anscheinend nicht immer ein Widerspruch. Ansonsten wären die Basken wohl längst ausgestorben und ein "Nest" im Harz hätte keine 120 Generationen währende Tradition.