PecuniaOlet

Der "Schleier der Maja"

Man denke sich vor seinem geistigen Auge ein Volk, das sich in jeder Hinsicht selbst regiert, idealerweise also gar keine Regierung im eigentlichen Sinne benötigt, sondern lediglich eine Verwaltung und Instanz, welche die Regeln überwacht, die sich dieses Volk selbst gegeben hat.

Abgesehen davon, dass für dieses Ideal genau jene gemeinsamen Werte vonnöten wären, die uns durch jahrzehntelange Propaganda und Umerziehung ausgetrieben wurden, bedürfte es dazu eines fairen und vernünftigen weltweiten Geldsystems (allerdings mit unterschiedlichen Währungen) sowie gewisser weiterer äußerer Umstände und einigermaßen ausgeglichener Machtverhältnisse, von denen wir weltweit Lichtjahre entfernt sind.

Und nun stelle man sich vor, dass alle Völker weltweit über einen Wohlstand verfügten, der jedem die Würde eines Daches über dem Kopf und ausreichender Ernährung gewährleistete, sowie die Möglichkeit, eine Familie zu gründen, ohne Gefahr zu laufen, der Armut anheim zu fallen.

Rein technisch und in der Theorie wäre das auch beim derzeitigen Umfang der Weltbevölkerung durchaus möglich.

Gesetzt den Fall, es gäbe diese Verhältnisse weltweit, wie hoch wäre dann wohl die Chance für Extremisten aller Couleur, seien es islamistische oder andere, eine ausreichende Menge an Anhängern um sich zu scharen, die dem Rest oder einem anderen Teil der Welt gefährlich werden könnten? Weshalb sollten sich dann in großer Zahl Menschen zusammenfinden, die ihren bescheidenen oder auch in Fülle vorhandenen Wohlstand, ihre Unabhängigkeit und das Wohl ihrer Familie um einer Ideologie willen aufs Spiel setzen wollten?

Extremismus aller Art nährt sich aus Hunger und dem Kampf gegen unwürdige Verhältnisse. Ansonsten ist er machtlos oder entsteht erst gar nicht. Selbst Psychopathen bleiben dann "privat" und können nicht unter dem Deckmäntelchen einer "gerechten Sache" ihr Unwesen treiben.

Und wenn in irgend welchen heiligen Schriften zu Gewalt aufgefordert würde, beriefe man sich unter solchen Umständen wohl eher auf jene Stellen, die zum Frieden raten. Beides gibt es allemal.

Wir werden abgelenkt.

Kein Politiker und "Intellektueller", der nicht als erste Pflicht und permanent eine Reform des Geldsystems fordert, ist ein wahrhaftiger Politiker oder "Intellektueller". Kein Arzt, der lediglich Symptome bekämpft, ist ein guter Arzt.

Der Kampf der Religionen und Weltanschauungen ist heutzutage nichts anderes als der von der weltweiten Finanzmafia über die Wirklichkeit geworfene "Schleier der Maya"!