Defendimus

Im Kalten Krieg zwischen Ost und West waren die Kommunisten auch Ideologie verbohrte Gegner. Aber sie waren berechenbar. Sie waren gebildete, abendländisch geformte, rational denkende und handelnde Menschen.

All das sind die Islamisten: Hamas, Hisbolla, Al Kaida, Isis, Boku Haram und wie sie alle heissen, nicht. Diese Leute sind im Geiste des archaischen Islam erzogene, von fanatischen Hasspredigern aufgehetzte und jeder rationalen Argumentation völlig unzugängliche Kampfdrohnen, für die Menschenleben nichts bedeuten, und die auch ihr eigenes Leben für Allah gern opfern, um alle Andersgläubigen zu vernichten und dann zur Belohnung ins Paradies zu den Jungfrauen zu kommen. Und das macht sie deshalb so gefährlich. Um so mehr, weil der heutige Islamismus eine Synthese von Hassreligion und moderner Hightech-Waffentechnologie ist. Man braucht sich bloß in der heutigen Welt umzuschauen, um zu sehen, wie diese Gotteskrieger schon ganze Staaten und Kulturen aus den Angeln gehoben haben. Und es wäre naiv zu glauben, die Islamisten würden in Gaza, in Syrien, im Libanon, im Irak, in Afghanistan, in Lybien oder im Iran Halt machen. Sie wollen die Weltherrschaft des Islam. Sie wollen das Weltkalifat. Die westliche Welt hat immer noch nicht realisiert, welchen Bedrohungen auch sie ausgesetzt ist.

Der aktuelle Krieg in Gaza, stellvertretend für die westlichen Demokratien versus Islamismus ist nur ein laues Lüftchen gegen das, was uns alle erwarten würde, wenn der Westen, aber auch Russland und China zu gewärtigen hätten, wenn es nicht gelingen sollte, die Ausbreitung des blutigen Djilhad zu stoppen. Ein Blick auf die Massenhinrichtungen und Enthauptungen im "Islalmischen Staat" im Irak und in Syrien sollte Warnung genug sein.