Reisebericht

YAP - Im Reich der Mantas

In dem kleinen, als "Land des Steingeldes" bekannten Inselstaat inmitten des Pazifiks erwarten den Reisenden nahezu unberührte Landschaften, eine einmalige, intakte Unterwasserwelt sowie eine traditionsreiche Kultur.

Einzigartige Kultur und landschaftliche VIELFALT

Die zu Mikronesien gehörenden Inseln "am anderen Ende der Welt" öffneten sich erst 1989 dem Tourismus und pflegen immer noch eine traditionelle Lebensweise. Taucher rühmen die Gewässer rund um Yap als Geheimtipp zur Beobachtung der ganzjährig dort lebenden Riesenmantarochen.

Die unabhängige Republik Yap, die von 1899 bis 1914 unter deutscher Kolonialherrschaft stand, liegt circa 1.000 Kilometer östlich der Philippinen und 800 Kilometer nördlich der indonesischen Insel Biak. Von dem insgesamt 250.000 Quadratkilometer großen Staatsgebiet befinden sich gerade einmal 124 über Wasser. Nur einige wenige der 134 Inseln und Atolle vulkanischen Ursprungs sind bewohnt. Grüne Hügellandschaften, üppige Mangrovenwälder, weiße Sandstrände und das in zahllosen Türkis- und Blautönen schimmernde Meer machen den landschaftlich fremdartigen Reiz Yaps aus.

Ein Zeuge der einzigartigen Kultur Yaps ist das bis zu mehrere hundert Kilo schwere und bis zu drei Meter Durchmesser große Steingeld. Diese Steinscheiben dienten einst als Zahlungsmittel und besitzen auch heute noch einen überlieferten Wert. Dieser misst sich an der jeweiligen Geschichte des Steines. Bezahlte beispielsweise ein Familienmitglied die gefährliche, mehrtägige Überfahrt von den Rock Islands auf Palau, wo das Geld aus dem Fels gehauen wurde, mit dem Leben, so stieg der Wert des Steins - manche Familien in Yap sind also im wahrsten Sinne des Wortes steinreich!

Entlang alter Steinstraßen im Urwald können Kulturliebhaber auf Entdeckungsreise zu den riesigen, alten Steingeldrädern aufbrechen, eines der traditionellen Männerhäuser besichtigen oder sich auf die Suche nach Relikten der deutschen Vergangenheit begeben. Die deutsche Epoche brachte Yap das erste Krankenhaus, eine Telegraphenstation und den Tareng-Kanal, der auch heute noch zu befahren ist und eine der landschaftlich schönsten und schnellsten Verbindungen zwischen den Inseln darstellt.

Ein Ausflug zu den sogenannten "Outer Islands", den abgelegenen Atollen, bringt dem Besucher die ursprüngliche Lebensweise der Pazifikbewohner näher. Hier stechen die einheimischen Männer oftmals mit in traditioneller Weise erbauten Kanus zur See, um die daheim gebliebenen Frauen und Kinder durch Fischfang zu ernähren.

Reizvoll ist auch ein Abstecher zu dem nur circa eine Flugstunde entfernten Nachbarstaat Palau. Weitere Freizeitaktivitäten wie Sportfischen, Segeln, Schnorcheln oder Wanderungen durch die Natur warten ebenfalls auf den Urlauber.

Die Hauptstadt Colonia

Colonia mit ihren malerischen Straßen und Plätzen liegt auf einer der insgesamt vier Hauptinseln Yaps namens Marabaaq. Hier lebt über die Hälfte der insgesamt 13.000 Einwohner. Diverse Geschäfte, Banken und Restaurants sorgen dort für reges Treiben. Die Yapesen selbst pflegen jahrhundertealte Brauchtümer und laden Gäste gerne ein, daran teilzuhaben: Traditionelle Handarbeiten, darunter feine Flecht- und Webarbeiten oder Schnitzereien gewähren ebenso Einblick in die Geschichte des Landes wie alte Musik, Tänze oder überlieferte Mythen und Legenden.

Die Unterkünfte reichen von günstigen Pensionen bis hin zu Hotels mit internationalem Standard. Flugverbindungen nach Colonia werden von Continental Airlines über Manila, Guam und Koror angeboten. Mit ZFL Public Relations besitzt Yap eine Repräsentanz für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

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