Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur Gesellschaft mit beschränkter Haftung - Jahresabschluss zum 31.Dezember 2011

So veröffentlicht im Bundesanzeiger:




....

Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31.Dezember 2011

Lagebericht zum 31. Dezember 2011

der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH

Vorwort

Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 orientiert sich an den Empfehlungen zur Gliederung nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 15.

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH (im Folgenden Finanzagentur) waren in 2011 im Wesentlichen die Sicherstellung der täglichen Liquidität des Bundes, die Umsetzung der Emissionsvorhaben zur Finanzierung des Bundeshaushalts und die Fortsetzung der Aktivitäten zur strategischen Umgestaltung des Schuldenportfolios des Bundes. Seit Juni 2010 erbringt die Finanzagentur auch Leistungen für die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität S.A. (EFSF) an den Finanzmärkten. Darüber hinaus konzentrierte sich die Finanzagentur auf die Optimierung der in Kapitel 1.3 beschriebenen Dienstleistungen.

1.1 Entwicklung der Branche

1.1.1 Bankensektor

Im Jahre 2011 verschärfte sich die europäische Staatsschuldenkrise nochmals erheblich gegenüber dem Jahr 2010. Neben Irland beantragte auch Portugal Unterstützung bei der EFSF.

Der Europäische Rat erzielte am 17. Dezember 2010 Einvernehmen darüber, dass die Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets zur Stabilisierung und dauerhaften Aufrechterhaltung der Lage an den europäischen Finanzmärkten einen ständigen Stabilitätsmechanismus einrichten müssen. Am 25. März 2011 wurde durch den Europäischen Rat beschlossen, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zum 1. Juli 2012 einzurichten. Dieser wird, ein Jahr früher als ursprünglich geplant, die möglichen Hilfsmaßnahmen über die im Rahmen der EFSF bereitstehenden Kapazitäten hinaus ausdehnen.

Die Staatsschuldenkrise hatte auch Einfluss auf die im Sommer und Herbst von der EU durchgeführten Stresstests für ausgewählte Banken des europäischen Finanz- und Wirtschaftsraums, mit denen das Vertrauen in die Stabilität des Bankenmarktes wieder hergestellt werden sollte. Einer der Hauptbestandteile dieser Stresstests war die Bewertung der Staatsschuldverschreibungen des Handels- und Anlagebuches und der daraus folgenden Ermittlung des Kapitalbedarfs der teilnehmenden Banken. Ziel war es, eine Kernkapitalquote von 9% zu erreichen. Insgesamt wurden beide in 2011 durchgeführten Stresstests deutlich positiver von den Marktteilnehmern aufgenommen, als dies bei dem in 2010 vorgenommenen Test der Fall gewesen war. Seitens der Marktteilnehmer wird jedoch angezweifelt, dass der ermittelte Kapitalbedarf für die Banken bei einer weiteren Verschärfung der Krise und einer möglichen Rezession ausreichend sein wird.

Auch in 2012 wird die Staatsschuldenkrise das beherrschende Thema für die Geld- und Kapitalmärkte sein. Für die meisten Banken wird deshalb die Erreichung der von der EU vorgegebenen Eigenkapitalquote in Höhe von 9% sowie die mittel- bis langfristige Refinanzierung eine entscheidende Rolle spielen.

1.1.2 Aktienmärkte

Nach einer stabil verlaufenden ersten Jahreshälfte brachen Ende Juli bis Anfang August in Europa und den USA sämtliche führenden Aktienindizes innerhalb weniger Tage um rund 15% ein. Der Grund hierfür lag in der zunehmend kritischen Bonitätseinschätzung der USA durch die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's. Die Verluste konnten in Europa in der zweiten Jahreshälfte 2011 vor dem Hintergrund der aktuellen Staatsschuldenkrise nicht wieder aufgeholt werden.

Die Stände aller wichtigen europäischen Aktienindices lagen somit zum Jahresende 2011 unter denen zum Jahresbeginn. Der europäische Aktienindex Euro Stoxx 50 verlor gegenüber dem Vorjahresendstand rund 17% (ggü. -6% im Vorjahr).

Die unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung der einzelnen Eurozonenländer spiegelte sich nicht in einer signifikant unterschiedlichen Performance ihrer nationalen Indices wider: Der spanische Aktienindex IBEX 35 und der italienische Aktienindex FTSE MIB verzeichneten in 2011 Verluste von ca. 13% bzw. 26%. Der Leitindex für deutsche Aktienwerte DAX[1] fuhr gegenüber dem Vorjahresendstand 2010 einen Verlust von knapp 15% ein und notierte zum Jahresende 2011 bei rund 5.850 Punkten.

1.1.3 Rentenmärkte

Am deutschen Rentenmarkt wurden im Jahr 2011 erneut historische Rendite-Tiefstände beobachtet. Nachdem zu Beginn des Kalenderjahres 2011 die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen noch bei rund 2,95% lagen, stiegen sie infolge des deutschen Wirtschaftswachstums und zunehmender Inflationssorgen bis April auf nahezu 3,5%.

Bis zum Ende des dritten Quartals sank die zehnjährige Bundrendite auf einen historischen Tiefstand von etwa 1,6%. Die prekäre Lage der Staatsfinanzen in Griechenland und die zunehmenden Sorgen um die Refinanzierungsmöglichkeiten Italiens und Spaniens führten zu einer erhöhten Risikoaversion der Marktteilnehmer und einer damit verbundenen steigenden Nachfrage nach sicheren und liquiden Wertpapieren ("Flucht in Qualität").

Im vierten Quartal schwankte die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen zwischen 1,7% und 2,3% und lag am Jahresende bei 1,83%. Zum einen dämpften die zunehmenden Befürchtungen der Marktteilnehmer über nachlassende Konjunkturaussichten und eine mögliche Kostenbelastung Deutschlands aus der Übernahme von Garantien für die europäischen Rettungsmechanismen die Nachfrage nach Bundeswertpapieren. Zum anderen lösten insbesondere die Regierungskrisen in Italien und Griechenland Nachfrageschübe nach Bundeswertpapieren aus. Insgesamt verflachte sich die Bund-Renditestrukturkurve im Jahresverlauf zwischen dem zwei- und zehnjährigen Laufzeitbereich um ca. 50 Basispunkte auf eine Renditedifferenz von 1,65%.

Staatsanleihen werden von Marktteilnehmern inzwischen nicht mehr ohne weiteres als risikolose Wertpapiere angesehen. Die Renditedifferenzen zwischen Ländern der Eurozone erreichten in 2011 die höchsten Werte seit Einführung des Euro in 2002. Selbst innerhalb der als "AAA" eingestuften Mitgliedsländer erfolgte eine deutliche Differenzierung in der Kreditqualität.

Als Reaktion auf die angespannte Situation am Interbanken-Geldmarkt hielt die Europäische Zentralbank (EZB) in 2011 an der Vollzuteilung ihrer Mengen-Tender fest. Die Zentralbank legte in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Refinanzierungstender mit sechs, zwölf sowie erstmalig 36 Monaten Laufzeit auf.

Die EZB erhöhte im ersten Halbjahr 2011 den Leitzins in zwei Schritten von 1,0% auf 1,5%. Vor dem Hintergrund verstärkter Finanzmarktspannungen und beträchtlicher konjunktureller Abwärtsrisiken reduzierte sie den Leitzins somit trotz erhöhter Inflation dann erneut auf das Niveau zu Jahresanfang.

1.2 Währungen

Im ersten Halbjahr 2011 legte der Euro gegenüber anderen Leitwährungen zu und erreichte im Frühjahr seinen Jahreshöchststand. In der zweiten Jahreshälfte verlor der Euro im Zuge der Ausweitung der Schuldenkrise auf die großen europäischen Volkswirtschaften wieder an Wert und notierte zum Jahresende gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner auf einem leicht niedrigeren Niveau als zum Jahresbeginn. Gegenüber der dominierenden Welthandelswährung, dem US-Dollar, notierte der Euro zum Jahresende mit knapp 1,30 US-Dollar und somit 3,1% unter seinem Vorjahresstand. Dass der Außenwert des Euros weiterhin stabil blieb, lag ursächlich daran, dass die Länder anderer Leitwährungen ebenfalls unter hohen Fiskal- oder Zahlungsbilanzdefiziten und nachlassendem Wirtschaftswachstum litten und die Notenbanken ihre geldpolitische Strategie beibehielten.

1.3 Dienstleistungen

Gegenstand der Unternehmenstätigkeit ist gem. § 2 Absatz 1 und 3 des Gesellschaftsvertrages die Erbringung von Dienstleistungen für das Bundesministerium der Finanzen bei der Haushalts- und Kassenfinanzierung der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Sondervermögen mit der Maßgabe, die Zinskostenbelastung des Bundes und seiner Sondervermögen bei begrenztem Risiko zu senken. Hierzu zählen insbesondere Dienstleistungen bei der Emission von Bundeswertpapieren, der Kreditaufnahme mittels Schuldscheindarlehen, dem Abschluss derivativer Geschäfte und Geldmarktgeschäfte (Aufnahmen und Anlagen) zum Ausgleich des Kontos der Bundesrepublik Deutschland bei der Deutsche Bundesbank, bei der Verwaltung der Schulden, dem Einsatz der Finanzierungsinstrumente des Bundes und seiner Sondervermögen sowie der Führung des Bundesschuldbuches. An den Finanzmärkten tritt die Finanzagentur ausschließlich in Namen und für Rechnung des Bundes auf.

Die Finanzagentur trifft im Rahmen der Vorgaben des Bundesministeriums der Finanzen auch Entscheidungen über Emissionen und Konditionen von Bundeswertpapieren. Im Rahmen dieser Aufgabe erarbeitet die Finanzagentur Marktanalysen sowie Modelle zur optimalen Kreditaufnahmestrategie und berichtet an das Bundesministerium der Finanzen.

Sie erbringt weiterhin Dienstleistungen im Bereich der Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Bundeswertpapiere sowie sonstige Leistungen nach besonderer Einzelanweisung.

Am 8. Juni 2010 wurde die Finanzagentur vom Rat der europäischen Finanz- und Wirtschaftsminister als Dienstleister für den Marktauftritt der EFSF mandatiert.

Gegenstand der Leistungen der Finanzagentur für die EFSF ist die Emission von Wertpapieren zur Beschaffung von Kapital, das dem jeweils Finanzmittel benötigenden Mitgliedsstaat der Europäischen Währungsunion durch die EFSF als Darlehen zur Verfügung gestellt werden kann. Die Leistungen der Finanzagentur umfassen neben dem Emissionsgeschäft die abhängigen Teilleistungen Entscheidungsvorbereitung, Marketing & Platzierung, Abwicklung, Geldanlage und Risikoüberwachung.

Die EFSF ist für die Investorenansprache und -gewinnung verantwortlich und übernimmt als Emittentin die aus der Emission entstehenden Risiken. Die Beauftragung besteht bis zum 30. Juni 2013, längstens bis zur Abwicklung der letzten EFSF-Emissionen und Darlehen.

1.4 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Finanzagentur im Rahmen des Dienstleistungsauftrags folgende Aufgaben durchgeführt:

Im Januar 2011 erfolgte im Namen und für Rechnung der EFSF die erste Emission. Emittiert wurden 5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Gesamtvolumen der EFSF-Emissionen betrug im Geschäftsjahr 2011 18 Mrd. €.

Am 24. März 2011 war die Finanzagentur von einem Hacker-Angriff betroffen. Hiervon waren insbesondere das Online-Banking und das Internet-Informationsangebot tangiert. Nach mehrwöchiger Unterbrechung konnten die Systeme wieder vollständig nutzbar gemacht und gegen neuerliche Angriffe dieser Art geschützt werden.

Mit Wirkung zum 30. April 2011 hat die Finanzagentur den Vorschriften des Geldwäschegesetzes zu entsprechen. Dazu wurden zwei Erhebungswellen der bislang nicht zu erfassenden Daten bei den Schuldbuchkonteninhabern durchgeführt. In der ersten Aktion wurden rd. 424.000 von insgesamt 460.000 Kunden angeschrieben. Aufgrund mangelnder bzw. unzulänglicher Rücksendungen musste in einer weiteren Aktion noch einmal an rd. 300.000 Kunden herangetreten werden. Die Anforderungen des Geldwäschegesetzes an die von der Finanzagentur geführten Einzelschuldbuchkonten konnten im April 2012 abschließend umgesetzt werden.

Im Auftrag des BMF und des BMZ wurde im Januar 2011 eine Marktstudie zur Akzeptanz eines Anlageprodukts im Privatkundengeschäft in Auftrag gegeben, dessen Erträge der Entwicklungszusammenarbeit zu Gute kommen sollten. Im Anschluss wurde die Finanzagentur mit der Entwicklung eines entsprechenden Produktkonzepts beauftragt. Aufgrund der unter den vorgegebenen Prämissen nicht zu erzielenden Wirtschaftlichkeit wurde das Produkt nicht aufgelegt.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde für den kaufmännischen Bereich der Finanzagentur das bestandführende System MACH durch SAP erfolgreich abgelöst.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ein Überblick des Geschäftsjahres 2011 ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Überblick Geschäftsjahr 2011 Jahr Abweichung
  2011 2010 absolut in %
Mitarbeiter (zum Jahresende) 155 135 20 14,8
davon Mitarbeiter EFSF 10 1 9 900,0
Bilanzsumme 25.530 26.090 -560 -2,1
Erträge insgesamt(Umsatz inkl. Sonstige Erträge und Finanzergebnis) 32.464 32.744 -280 -0,9
Aufwendungen und Steuern 31.351 30.351 1.000 3,3
Jahresüberschuss 1.112 2.393 -1.281 -53,5

Währungsangaben in TEUR

Zum 31. Dezember 2011 reduzierte sich der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 1.281 TEUR auf 1.112 TEUR. Dieser Rückgang resultierte i. W. aus dem einmaligen Ergebniseffekt einer Umsatzsteuererstattung im Vorjahr.

Mit den erbrachten Dienstleistungen wurden im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse von 30.663 TEUR (Vj. 30.945 TEUR) erzielt. Hierin waren 2.777 TEUR (Vj. 892 TEUR) aus dem Dienstleistungsvertrag mit der Kundin EFSF enthalten.

Die Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr saldiert um 1.020 TEUR auf 30.676 TEUR. Dieser Rückgang resultierte hauptsächlich aus gegenüber dem Vorjahr (./. 4.026 TEUR) geringerer Werbetätigkeit. Des Weiteren erhöhten sich die Personalaufwendungen (+1.443 TEUR) aufgrund unterjähriger Personaleinstellungen und Tarifanpassungen sowie Versanddienstleistungen (+654 TEUR) und Aufwendungen für Fremdarbeiten (+628 TEUR) infolge der Einstellung von Aushilfskräften für die erstmalige Kundendatenerfassung gem. den Anforderungen des Geldwäschegesetzes.

Der Aufwand für Steuern stieg gegenüber dem Vorjahr um 2.021 TEUR auf 676 TEUR. Ursächlich hierfür waren in erster Linie die Steuern vom Einkommen und Ertrag auf das laufende Geschäftsergebnis sowie der einmalige Ertrag aus Umsatzsteuererstattungen der Geschäftsjahre 2007-2010 im Vorjahr.

Die Entwicklung der Bilanz ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Aktiva

Bilanz Geschäftsjahr  
  2011 2010 Veränderung
Anlagevermögen 5.512 3.517 1.995
Umlaufvermögen 18.775 21.773 -2.998
Rechnungsabgrenzungsposten 488 178 310
Aktive latente Steuern 755 622 133
Bilanzsumme 25.530 26.090 -560
Passiva      
  2011 2010 Veränderung
Eigenkapital 21.733 20.433 1.300
Rückstellungen 2.043 5.265 -3.222
Verbindlichkeiten 1.754 392 1.362
Bilanzsumme 25.530 26.090 -560
Währungsangaben in TEUR      

Die Bilanzsumme verringerte sich per 31. Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahr um 560 TEUR auf 25.530 TEUR.

Dabei waren im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen folgende gegenläufige Entwicklungen zu konstatieren:

Aktiva

· Das Anlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.995 TEUR auf 5.512 TEUR.

Ursächlich für die Erhöhung waren Investitionen des Geschäftsjahres 2011, i. W. für die Lizenzerweiterungen des Handelssystems aufgrund der zusätzlichen Dienstleistungs-erbringung für die EFSF sowie ein in Arbeit befindlicher Versionswechsel der Handelssoftware Summit FT.

Die Entwicklung der handelsrechtlichen Investitionen ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Investitionen Jahr Abweichung
  2011 2010 absolut in %
Ähnliche Rechte und Werte/ EDV-Software 1.937 198 1.739 878,3
Immaterielle Vermögensgegenstände in der Anschaffung 1.271 77 1.194 1.550,6
Immaterielles Vermögen 3.208 275 2.933 1.066,5
Büroeinrichtung/ Betriebs- und Geschäftsausstattung/ Geringwertige Wirtschaftsgüter 1.017 347 670 193,1
Mietereinbauten 12 2 10 500,0
Sachanlagen 1.029 349 680 194,8
Investitionen insgesamt 4.237 624 3.613 579,0

Währungsangaben in TEUR

· Das Umlaufvermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.998 TEUR auf 18.775 TEUR.

Die Reduzierung wurde wesentlich induziert durch die Forderungen an den Kunden Bund, resultierend aus den Dienstleistungsabrechnungen der jeweiligen Geschäftsjahre.

Während zum 31. Dezember 2010 Forderungen aus der Dienstleistungsabrechnungen i. H. v. 2.807 TEUR bilanziert wurden, erfolgte zum Bilanzstichtag 2011 der Ausweis eines Preisnachlasses i. H. v. 1.800 TEUR.

Die Forderungen aus der Dienstleistungsabrechnung an die EFSF betrugen zum Bilanzstichtag 540 TEUR (Vorjahr 892 TEUR).

Die angelegten Tages- und Termingelder bei der Bundeskasse erhöhten sich um 1.450 TEUR. Aus Vorauszahlungen auf Steuern des laufenden Geschäftsergebnisses bestehen Steuerüberzahlungen i. H. v. 786 TEUR.

Passiva

· Das Eigenkapital stieg in Höhe des erzielten Jahresüberschusses (1.112 TEUR) und der Einbringung von Sacheinlagen (187 TEUR) um 1.300 TEUR auf 21.733 TEUR.

· Die Rückstellungen reduzierten sich um 3.222 TEUR auf 2.043 TEUR. Zum Bilanzstichtag wurden aufgrund einer Steuerüberzahlung keine Steuerrückstellungen gebildet (Vorjahr 1.466 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich um 1.756 TEUR, i. W. induziert durch die Inanspruchnahme und Auflösung der Miet- und Nebenkostenrückstellungen (1.207 TEUR) aufgrund eines erfolgten Mietvertragsabschlusses.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.362 TEUR auf 1.754 TEUR. Diese Erhöhung resultiert i. W. aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber dem Vorjahr (722 TEUR) sowie aus erhaltenen Anzahlungen (792 TEUR) auf Investitionen von der EFSF die durch den Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten (152 TEUR) überkompensiert wurde.

Die Anlagenintensität (Anlagevermögen in Prozent des Gesamtvermögens) betrug im Geschäftsjahr 2011 22% (Vorjahr 13%) bei nahezu gleichbleibender Abschreibung gegenüber dem Vorjahr.

Diese Erhöhung resultierte aus dem Anstieg des Anlagevermögens aufgrund gestiegener Investitionstätigkeit (4.236 TEUR ggü. Vorjahr 626 TEUR) bei laufenden Abschreibungen.

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Prozent des Gesamtkapitals) betrug im Geschäftsjahr 2011 85% (Vorjahr 78%).

Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr wurde im Wesentlichen durch den Jahresüberschuss des Berichtsjahres sowie den Anstieg der Kapitalrücklage aufgrund der Einbringung einer Sacheinlage verursacht.

Der Verschuldungsgrad (Fremdkapital in Prozent des Eigenkapitals) betrug im Geschäftsjahr 2011 17% (Vorjahr 28%).

Der Rückgang war überwiegend bedingt durch die Reduzierung der Steuerrückstellungen.

Die Finanzagentur beschäftigte zum Bilanzstichtag 2011 einen eigenen Personalbestand von 155 Mitarbeitern (Vorjahr 135). Hinzu kamen 147 (Vorjahr 155) gestellte Mitarbeiter. Die Personalaufwendungen für die gestellten Mitarbeiter wurden vom Bundesamt für Zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) getragen.

Der Gesamtpersonalbestand der Finanzagentur betrug zum Geschäftsjahresende 302 (Vorjahr 290) Mitarbeiter. Der Anstieg des Personalbestandes war überwiegend auf zeitlich befristete Personaleinstellungen im Rahmen der Erfüllung des Dienstleistungsvertrages für die EFSF zurückzuführen.

Die Schulungsquote (Anzahl geschulter Mitarbeiter / durchschnittlicher Mitarbeiterbestand) betrug im Geschäftsjahr 2011 78% (Vorjahr 71%). Damit lag die Finanzagentur mit 11 %-Punkten über der Schulungsquote für die Finanzbranche des Jahres 2007 (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Mit durchschnittlich 6 (Vorjahr 4) Auszubildenden im Geschäftsjahr 2011 entsprach die Ausbildungsquote der Finanzagentur einem Wert von 4,5% (Vorjahr 2,9%). Damit lag sie 1,6%-Punkte unter der Ausbildungsquote des Kreditgewerbes des Jahres 2008 (Quelle: BiBB; Bundesinstitut für Berufsbildung). Ursachen für die niedrige Ausbildungsquote waren die Nicht-Besetzung der Ausbildungsplätze aufgrund ungenügender Qualifizierung der Bewerber, vorzeitige Vertragskündigung vor Antritt des Ausbildungsverhältnisses sowie der Vertragskündigung eines Auszubildenden während der Probezeit.

Unter Berücksichtigung der vorangestellten Feststellungen ist die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2011 als befriedigend zu bewerten.

Die Cashflow - Entwicklung ist in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:

Cashflow-Rechnung Jahr Abweichung
  2011 2010 absolut in %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.048 159 3.889 2.445,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -4.236 -620 -3.616 583,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 188 0 188  
Cashflow insgesamt 0 -461 461 -100,0
Liquiditätsbestand 5 5 0 0,0

Währungsangaben in TEUR

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug +4.048 TEUR. Er erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 3.889 TEUR aufgrund der einmaligen Steuererstattung im Zusammenhang mit dem Urteil des Finanzgerichts im Geschäftsjahr 2009.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug ./.4.236 TEUR. Die Auszahlungen für Investitionen erhöhten sich gegenüber 2010 um 3.616 TEUR, resultierend aus einem gestiegenen Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2011.

Angaben zur Entwicklung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit fehlen.

Der Liquiditätsbestand lag gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 5 TEUR.

3. Nachtragsbericht

Weitere Erkenntnisse in Bezug auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben.

4. Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem

Die Finanzagentur ist durch § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG) und § 2 Abs. 3 der Geschäftsanweisung für die Geschäftsführung (GA) zur Einrichtung eines Risikomanagementsystems verpflichtet. Darin enthalten ist die Implementierung eines Risikofrüherkennungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG.

Weiterhin ist die Geschäftsführung verpflichtet, die Konformität mit dem Public Corporate Governance Kodex des Bundes zu gewährleisten oder die Abweichung von eben diesem zu erklären.

Die Finanzagentur hat ein Risikomanagementsystem implementiert, um Risiken möglichst früh zu identifizieren und durch Steuerungsmaßnahmen potenzielle finanzielle Auswirkungen sowohl für die Gesellschaft als auch für die Gesellschafterin zu begrenzen. Die Leistungserbringung im Kontext des Managements von Kundenportfolien - wie z.B. für den Bund - umfasst auch die Durchführung des Risikomanagements. Das Risikomanagementsystem besteht aus Funktionen sowohl zur Abdeckung von Risiken der Finanzagentur als auch zur Abdeckung von Risiken für Kunden der Finanzagentur.

4.2 Risiko klassifizierung

Von den für Finanzdienstleister typischen Risikoarten sind die Adressenausfall- und Marktpreisrisiken zurzeit nicht wesentlich für die Finanzagentur. Die operationellen Risiken hingegen stellen die wesentliche Risikoart für die Finanzagentur dar. Weiterhin werden die Liquiditätsrisikosituation und geschäftsstrategische Risiken im Folgenden erläutert.

4.2.1 Operationelle Risiken

Zur qualifizierten Handhabung der operationellen Risiken wurde innerhalb der Finanzagentur ein Risikomanagementsystem implementiert. Diesem liegt ein Regelprozess, bestehend aus den Elementen Identifikation, Quantifizierung und Steuerung zugrunde.

Quartalsweise wird über die Lage der operationellen Risiken, risikoreduzierende Maßnahmen sowie die Schadensfallentwicklung berichtet. Hauptadressaten des Berichts sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterin.

4.2.2 Liquiditätsrisiko

Die Finanzagentur verfügte zum 31. Dezember 2011 über liquide Mittel in Höhe von 18.871 TEUR, die im Wesentlichen als Termin- und Tagesgelder bei der Bundeskasse angelegt und kurzfristig verfügbar waren.

Aufgrund der dargestellten Liquiditätsausstattung war das Liquiditätsrisiko von untergeordneter Bedeutung.

4.2.3 Geschäftsstrategische Risiken

Das signifikante geschäftsstrategische Risiko für die Ertrags- und Finanzlage der Finanzagentur stellt ein Entzug des Dienstleistungsauftrags durch den Kunden Bund dar. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte.

4.3 Risikolage

Im Geschäftsjahr 2011 waren keine Sachverhalte erkennbar, die darauf schließen ließen, dass die Finanzagentur durch die Risikolage in ihrem Bestand gefährdet war.

Darüber hinaus sind für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 derzeit keine Anhaltspunkte einer Gefährdung feststellbar.

5. Prognosebericht

Die Finanzagentur wird sich in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 auf die weitere inhaltliche Optimierung bei der Dienstleistungserbringung konzentrieren. Dabei liegen die Schwerpunkte insbesondere auf

der Implementierung einer neuen Zielportfoliostrategie und Steuerung unter Berücksichtigung einer dynamischen Anpassung an die Marktentwicklung,

der Umsetzung des Versionswechsels der Handelssoftware Summit Classic auf Summit FT ("Releasewechsel") in 2011-2013,

der Ablösung der Software zur Automatisierung von Posteingangsprozessen (MQ Workflow) durch eine aktuell marktgängige Software,

der Transformation der EFSF auf den ESM (Europäischen Stabilitätsmechanismus),

der Umsetzung von SEPA (Single Euro Payments Area) zur künftigen Nutzung einheitlicher Verfahren und Standards im Euro-Zahlungsverkehr,

die Implementierung der eBilanz zur elektronischen Übermittlung der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung bzw. deren Überleitungsrechnungen auf Basis des XBRL-Standards.

In den Geschäftsjahren 2012 und 2013 wird sich der jeweilige Jahresüberschuss voraussichtlich auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2011 bewegen.

Frankfurt am Main, 25. Mai 2012

Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH

Dr. Carl Heinz Daube

Dr. Carsten Lehr

[1] Der DAX Leitindex stellt einen Total Return Index dar, d.h. neben der Kursentwicklung der Aktien fließen auch Dividenden in die Wertentwicklung des Index ein. Hingegen handelt es sich bei Euro Stoxx, IBEX 35 und FTSE MIB um Kursindices.

Bilanz zum 31. Dezember 2011 in EUR

AKTIVA

  31.12.2011 31.12.2010
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.531.374,31   1.676.934,00  
2. Geleistete Anzahlungen 1.357.493,94 3.888.868,25 86.251,20 1.763.185,20
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.623.547,20   1.753.001,00  
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 1.623.547,20 416,50 1.753.417,50
B. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 544.119,46   892.282,64  
2. Forderungen an den Gesellschafter 17.076.871,64   20.224.538,66  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.149.856,63 18.770.847,73 651.393,34 21.768.214,64
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.149.856,63 (Vorjahr: EUR 650.694,65)        
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten   4.507,64   5.304,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten   487.716,93   177.873,21
D. Aktive latente Steuern   754.906,77   621.841,77
    25.530.394,52   26.089.836,60

Passiva

       
  31.12.2011 31.12.2010
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59   25.564,59  
II. Kapitalrücklage 10.158.573,10   9.970.892,08  
III. Gewinnrücklagen 492.175,66   492.175,66  
IV. Gewinnvortrag 9.944.700,11   7.551.945,04  
V. Jahresüberschuss 1.112.293,31 21.733.306,77 2.392.755,07 20.433.332,44
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen 0,00   1.465.682,25  
2. Sonstige Rückstellungen 2.042.984,31 2.042.984,31 3.799.079,59 5.264.761,84
C. Verbindlichkeiten        
1. Erhaltene Anzahlungen 791.949,63      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 731.487,44   9.047,11  
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 731.487,44 (Vorjahr: EUR 9.047,11)        
3. Sonstige Verbindlichkeiten 230.666,37 1.754.103,44 382.695,21 391.742,32
- davon aus Steuern EUR 224.964,02 (Vorjahr: EUR 2.374,07)        
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 230.666,37 (Vorjahr: EUR 382.695,21)        
    25.530.394,52   26.089.836,60

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.Dezember 2011 in EUR

  01.01. - 31.12.2011 01.01. - 31.12.2010
1. Umsatzerlöse   30.662.859,54     30.944.843,33  
2. Sonstige betriebliche Erträge   1.574.304,14     1.166.711,16  
      32.237.163,68     32.111.554,49
3. Personalaufwand:            
a) Löhne und Gehälter 12.647.185,00     11.348.009,85    
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung            
davon für Altersversorgung EUR 541.579,34 (Vorjahr: EUR 416.104,07) 2.035.072,88 14.682.257,88   1.891.326,66 13.239.336,51  
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   2.223.939,20     2.507.602,07  
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen   13.769.352,05 30.675.549,13   15.949.104,04 31.696.042,62
      1.561.614,55     415.511,87
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   230.871,38     632.614,51  
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   4.252,00     0,00  
8. Finanzergebnis     226.619,38     632.614,51
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     1.788.233,93     1.048.126,38
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   553.795,17     1.647.558,64  
11. Sonstige Steuern   122.145,45 675.940,62   -2.992.187,33 -1.344.628,69
12. Jahresüberschuss     1.112.293,31     2.392.755,07
Stand: 29.03.2012            

Anhang für das Geschäftsjahr 2011 gemäß § 284 ff. HGB

1. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Des Weiteren hat die Gesellschaft gem. § 9 Abs. 1 S. 2 des Gesellschaftsvertrags vom 8. Februar 2011 für die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der degressiven (mit planmäßigem Übergang auf die lineare) bzw. linearen Methode vorgenommen. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter (Wert netto>0 EUR ≤ 410 EUR) wurden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt.

Im Berichtsjahr wurde eine Einzelwertberichtigung auf Forderungen gebildet.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und berücksichtigte alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Mit Umsetzung des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechtes (BilMoG) wurde § 274 HGB als Grundlage für die Bilanzierung und Bewertung von latenten Steuern überarbeitet. Somit besteht seit Einführung von BilMoG in der Handelsbilanz ein Bilanzierungswahlrecht für latente Steuern. Die Finanzagentur hat sich für die Ausübung des Wahlrechts entschieden.

Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgte auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 31,92 %. Der kombinierte Steuersatz umfasste dabei Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.

Die Bilanzwährung ist Euro. Die Aufwendungen in Fremdwährung wurden mit dem jeweiligen Mittelkurs des Euroreferenzkurses des ESZB (Europäisches System der Zentralbanken) in Euro umgerechnet.

2. Angaben und Erläuterungen

2.1 Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen belief sich auf TEUR 5.512.

Im Rahmen der Systemumstellung von dem seit 2004 im Einsatz befindlichen ERP-System MACH auf SAP haben sich im Rahmen der Datenmigration die Jahresendsalden zum 31.12.2010 verändert. Dies lag im Wesentlichen an unterschiedlichen Rundungs- und Abschreibungsberechnungen zwischen den ERP - Systemen sowie der Korrektur der Übernahme von Vermögensgegenständen zum Anschaffungs- und Herstellungskosten (AHK) im Jahr 2007.

Im Anlagevermögen sind Vermögensgegenstände aus der Geschäftsbeziehung mit der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität S.A.. (EFSF) enthalten. Die Investitionen wurden durch im Voraus erhaltene Anzahlungen bilanziert. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen betrug TEUR 18.775, davon beliefen sich die Forderungen an die Gesellschafterin auf TEUR 17.077, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 544 sowie die sonstigen Vermögensgegenstände auf TEUR 1.150.

Die Forderungen an die Gesellschafterin betrafen im Wesentlichen das Termingeld (TEUR 17.700), die Tagesgeldanlage (TEUR 1.166) sowie Verbindlichkeiten aus der Dienstleistungsabrechnung an den Kunden Bund (TEUR 1.800).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 544) resultierten hauptsächlich aus den Dienstleistungsabrechnungen gegenüber der EFSF.

In den sonstigen Vermögensgegenständen wurden überwiegend Forderungen an das Finanzamt aus laufenden Ertragsteuern (TEUR 786) und Umsatzsteuer (TEUR 335) ausgewiesen. Des Weiteren wurde eine Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 55 für ausstehende Mietzinsforderungen gebildet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 488) wurden im Wesentlichen im Voraus gezahlte Wartungs- und Pflegegebühren für Hard- und Software sowie Aufwand für Informationssysteme abgegrenzt.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern betrugen TEUR 755. Diese wurden durch unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz im Sachanlagevermögen verursacht.

Währungsangaben in TEUR

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TDM 50 wurde zum Umrechnungskurs von 1,95583 auf TEUR 26 umgerechnet.

Das gezeichnete Kapital wurde von der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen, gehalten.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 29. Juli 2011 wurde der Jahresüberschuss 2010 in Höhe von TEUR 2.393 auf neue Rechnung vorgetragen.

Kapitalrücklage

Mit Gesellschafterbeschluss vom 03. Januar 2012 wurden TEUR 188 als Sacheinlage in das Eigenkapital eingelegt.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage beinhaltete latente Steuern in Höhe von TEUR 492 aufgrund des Beibehaltungswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1S. 2 EGHGB.

Rückstellungen

Die Rückstellungen beliefen sich zum Jahresende auf TEUR 2.043, diese resultierten in voller Höhe aus den Sonstigen Rückstellungen.

Steuerrückstellungen wurden im Berichtsjahr nicht gebildet, da die Vorauszahlungen für die Gewerbe- und Körperschaftsteuer den Steueraufwand überwogen.

In der Position sonstige Rückstellungen wurden hauptsächlich Aufwendungen für Personal (TEUR 1.554), für Fremdarbeiten (TEUR 129), für Prüfungs- und Steuerberatungskosten (TEUR 73) berücksichtigt sowie für die Nebenkosten der angemieteten Büroräume (TEUR 39).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.754 enthielten sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 229), die hauptsächlich für die abzuführenden Lohnsteuern eingestellt wurden sowie für von der Kundin EFSF erhaltene Anzahlungen (TEUR 792) für Investitionen.

Die Laufzeiten aller Verbindlichkeiten waren kleiner als ein Jahr.

2.2 Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 30.663 entsprachen den in Rechnung gestellten Dienstleistungsentgelten. Diese wurden durch Preisnachlässe in Höhe von TEUR 3.842 geschmälert.

Zusammensetzung der aktiven Steuerabgrenzung nach Bilanzposten Differenz Handels- ggü. Steuerbilanz Aktive latente Steuer Ertragssteueraufwand
Sachanlagen 2.365 755 -133

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.574 resultierten im Wesentlichen aus den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 807), vorwiegend aus den Urlaubsrückstellungen und für die Nebenkosten der Büroräume, den verrechneten Sachbezügen für die Dienstwagen (TEUR 290), aus periodenfremden Erträgen (TEUR 132) hauptsächlich aus der Gutschrift für eine Werbekampagne 2010, aus den sonstigen Erträgen (TEUR 129) überwiegend bedingt aus der Vermietung von Vermögensgegenständen an die BADV sowie aus Erträgen aus dem Fahrzeugleasingprogramm (TEUR 110).

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug zum Ende des Jahres TEUR 14.682.

Hierin enthalten war die Position Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 12.647, die TEUR 290 in Sachwerten geleisteten Bezüge, vor allem für doppelte Haushaltsführung und private Firmenwagennutzung enthielt. Die lohnsteuerlichen Sachbezugswerte wurden über die Position "sonstige betriebliche Erträge" neutralisiert.

Des Weiteren waren im Personaufwand soziale Abgaben und Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.035 enthalten.

Abschreibungen

Die Aufwendungen für Abschreibungen beliefen sich auf TEUR 2.224 bei einer Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 4.236. In den Abschreibungen waren Erträge in Höhe von TEUR 56 enthalten, die aus der Datenmigration der ERP Software MACH auf SAP für die Geschäftsjahre 2000 - 2010 resultierten und durch unterschiedliche Abschreibungsberechnungen der Systeme zurückzuführen waren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen zum Jahresultimo TEUR 13.769.

Die größten Aufwandsposten stellten die Miete der Büroräume (TEUR 2.505), Fremdarbeiten (TEUR 1.772, vorwiegend für Kurierdienste, Druck- und Kuvertierungsaufwand und Zeitarbeitspersonal), Aufwendungen für Informationssysteme (TEUR 1.664), Aufwendungen für Hard- und Softwarepflege (TEUR 1.661), Nebenkosten und Serviceleistungen für die Büroräume (TEUR 1.148), Porto- und Versanddienstleistungsaufwendungen (TEUR 1.348, im Wesentlichen für die Schuldbuchpost), für Rechts- und Beratungskosten (TEUR 933) sowie sachbezogene Personalkosten (TEUR 840) dar.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Position Steuern betrug zum Ende des Jahres TEUR 554.

In der Position gewinnabhängige Steuern waren ausschließlich Steueraufwendungen aus dem laufenden Geschäftsergebnis (TEUR 687) enthalten. Des Weiteren wurden latente Steuern (./. TEUR 133) berücksichtigt.

Die Position sonstige Steuern (TEUR 122) enthielt Umsatzsteueraufwendungen (TEUR 114) der Geschäftsjahre 2007-2010 sowie Aufwendungen für KfZ-Steuern (TEUR 8).

3. Sonstige Angaben

Das Honorar für den Jahresabschlussprüfer betrug TEUR 64. Dies resultierte ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen.

Während des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 145 Mitarbeiter, davon 95 Männer und 50 Frauen. Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich 150 Mitarbeiter im Rahmen des Gestellungsvertrages beschäftigt.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr TEUR 646.

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen in TEUR

  2012 2013 bis 2016 nach 2016 Gesamt
Mietverträge 2.172 8.507 - 10.679
Beratungsverträge 859 - - 859
Sonstige Verträge 2.003 2.131 315 4.449
Informationsdienste 1.939 2.080 - 4.019
Leasingverträge PKWs 79 - - 79
Gesamt 7.052 12.718 315 20.085

4. Gewinnverwendungsvorschlag

Gemäß dem Gesellschaftsvertrag vom 08. Februar 2011 § 9 Abs. 2 beschließt die Gesellschafterversammlung über die Feststellung des Jahresabschlusses und über die Verwendung des Jahresergebnisses oder Bilanzgewinns.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.119 auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Geschäftsführer im Berichtsjahr

Dr. Carl Heinz Daube, Bankkaufmann

Dr. Carsten Lehr, Bankkaufmann

Frankfurt am Main, 25. Mai 2012

Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH

Dr. Carl Heinz Daube

Dr. Carsten Lehr

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2011 in EUR

  Anschaffungskosten
  Vortrag zum 01.01.2011 -ALT- Abweichungen aus Datenmigration Vortrag zum 01.01.2011 -NEU-
Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte      
und ähnliche Rechte und Werte sowie      
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.233.597,72 379,42 8.233.977,14
Geleistete Anzahlungen      
  86.251,52 0,64 86.252,16
  8.319.849,24   8.320.229,30
Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und      
Geschäftsausstattung 8.384.559,06 1.593.178,31 9.977.737,37
Geleistete Anzahlungen      
und Anlagen im Bau 416,50 0,00 416,50
  8.384.975,56   9.978.153,87
Gesamt 16.704.824,80   18.298.383,17
  Anschaffungskosten
  Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2011
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.936.595,46 0,00   10.170.572,60
Geleistete Anzahlungen        
  1.271.241,78 0,00   1.357.493,94
  3.207.837,24 0,00 0,00 11.528.066,54
Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 1.028.227,61 247.189,49 0,00 10.758.775,49
Geleistete Anzahlungen        
und Anlagen im Bau -416,50 0,00 0,00 0,00
  1.027.811,11 247.189,49 0,00 10.758.775,49
Gesamt 4.235.648,35 247.189,49 0,00 22.286.842,03
  Abschreibungen
  Vortrag zum 01.01.2011 -ALT- Abweichungen aus Datenmigration Vortrag zum 01.01.2011 -NEU- Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte          
und ähnliche Rechte und Werte sowie          
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.556.663,72 9.394,10 6.566.057,82 1.073.140,47 0,00
Geleistete Anzahlungen          
  0,32 -0,32 0,00 0,00 0,00
  6.556.664,04   6.566.057,82 1.073.140,47 0,00
Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und          
Geschäftsausstattung 6.631.558,06 1.528.409,90 8.159.967,96 1.206.553,42 231.293,09
Geleistete Anzahlungen          
und Anlagen im Bau 0,00   0,00 0,00 0,00
  6.631.558,06   8.159.967,96 1.206.553,42 231.293,09
Gesamt 13.188.222,10   14.726.025,78 2.279.693,89 231.293,09
  Buchwert
  Stand am 31.12.2011 Stand am 31.12.2011 Stand am 31.12.2010 -ALT- Stand am 31.12.2010 -NEU-
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.639.198,29 2.531.374,31 1.676.934,00 1.667.919,32
Geleistete Anzahlungen        
  0,00 1.357.493,94 86.251,20 86.252,16
  7.639.198,29 3.888.868,25 1.763.185,20 1.754.171,48
Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 9.135.228,29 1.623.547,20 1.753.001,00 1.817.769,41
Geleistete Anzahlungen        
und Anlagen im Bau 0,00 0,00 416,50 416,50
  9.135.228,29 1.623.547,20 1.753.417,50 1.818.185,91
Gesamt 16.774.426,58 5.512.415,45 3.516.602,70 3.572.357,39

Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH, Frankfurt am Main für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 25. Mai 2012

Rölfs RP AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralph Hüsemann, Wirtschaftsprüfer

Stephan Müller, Wirtschaftsprüfer

Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses 2011

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 1.112.293,31 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Über die weitere Verwendung wird erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Der Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses wurde von der Gesellschafterin angenommen.

Frankfurt am Main, 25. Mai 2012

Die Gesellschafterin Bundesrepublik Deutschland

vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen.