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ARD Intendantin: wir sind kein Geheimbund!

Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) Dagmar Reim erklärt die eigene Anstalt. Der Tagesspiegel ließ gewähren.

"Wir finanzieren uns nicht aus Steuern", sondern aus staatlich vollstreckbaren Zwangsabgaben. Und da die "Länderparlamente in Rundfunkstaatsverträgen die rechtliche Ordnung vorgäben", wäre die "Staatsferne [..] sichergestellt". Auch dass Intendanten nicht direkt wählbar seien, wäre gut so. Die alliierten Besetzer Deutschlands hätten dieses "Geschenk" gemacht. Das Volk sollte dankbar sein. Daran erkennt Frau Reim, "kein Staatsfunk" zu sein.

Auch erkenne man einen Nichtstaatsfunk daran, dass der rbb "zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz [..] einen großen Programmschwerpunkt gesetzt [habe]". Und "dass die Mehrheit der Zuschauer [bei diesem Angebot lieber] die Karnevalssendungen bevorzugt [hatten]".

Immer wieder pompös an Nazideutschland zu erinnern, kostet Geld. So sollen die Mehreinnahmen durch die Umstellung auf den Zwangsbeitrag gar nicht zurückgegeben werden, sondern lieber "für Dinge verwenden, die wir immer schon gerne einmal gemacht hätten, zum Beispiel für noch besseres Programm."

Der RBB rechnet im Jahr 2015 mit 434 Mio EUR Einnahmen und "erwirtschaftet" dennoch ein geplantes Minus von 2,2 Mio EUR. Es sei angemerkt, dass auch beim RBB nur 108 Mio EUR pro Jahr ins Personal fliessen, wobei die Verdi-Tariflöhne sehr breit angelegt sind - vom Sekretär zum Redakteur liegen zwischen 28.000 und 105.000 EUR. Für alle knapp 2000 Mitarbeiter gibt es Betriebsrenten, auch für jene mit 105.000 EUR im Jahr, die inzwischen 48 Mio EUR pro Jahr ausmachen. Durchschnittlich verdient ein Mitarbeiter 54.000 EUR. Das Durchschnittsalter ist 54 - ein echter Jungbrunnen, denn das Durchschnittsalter der Zuschauer beträgt 66 Jahre.

Intendantin Dagmar Reim erhält 220 000 Euro, Verwaltungsdirektor Hagen Brandstäter 175 000 Euro und Programmdirektorin Claudia Nothelle 155 000 Euro im Jahr.

Ein solches Selbstverständnis von einem russischen Fernsehsender würde man hierzulande öbszön und oligarchisch schelten.

Quelle:

http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/...

http://www.rbb-online.de/unternehmen/der_rbb/zahle...