Die Spaltung der Menschheit

in Klassengesellschaften, und damit der eigentliche Beginn der Geschichte, ging wahrscheinlich primär von halbnomadisierenden Hirtenvölkern aus.

Die Ackerbauern waren überwiegend friedliche Menschen einer egalitären Zweckgemeinschaft, und primär mit ihrer Arbeit beschäftigt, solange man sie in Ruhe ließ.

Hirtenvölker waren möglicherweise kämpferischer, körperlich robuster, schneller und geübter im Umgang mit Waffen. Sie mussten ihre Herden gegen wilde Tiere und gegen Diebstahl verteidigen, zudem ergaben sich dort wohl frühe Klassengesellschaften durch Dezimierung von Herden durch Krankheiten und Viehdiebstahl, was einige zu "abhängig Beschäftigten" anderer Viehzüchter machte und gleichzeitig deren Status, Reichtum und Macht erhöhte.

Die indogermanischen, halbnomadisierenden Völker, deren Sache der Ackerbau wohl nicht so war, eroberten nach und nach die bäuerliche Urbevölkerung der Gebiete des heutigen Iran, Indien, Griechenland, Italien...sowie auch den Norden Europas und unterwarfen dabei diese bäuerliche "Urbevölkerung", die sie für sich arbeiten ließen, und von denen sie sich auch strikt gesellschaftlich zu trennen wussten, um sich nicht zu vermischen. Dabei entstand in in Indien das Kastenwesen. Die Eliten nannten sich "Arya" (die Edlen, Noblen..), woher auch der Begriff "Arier" stammt.

In Europa hat das mit dem "Kastenwesen" allerdings nicht so geklappt, da sie hier offenbar auf mehr Widerstand der Urbevölkerung stießen oder aufgrund des Klimas mehr aufeinander angewiesen waren, was mit der Zeit eine Vermischung der Völker bewirkte, und vielleicht den Grundstein europäischer Kultur legte.

Wenn es ein indogermanisches "Urvolk" gab (wofür linguistische Erkenntnisse sprechen), so war es einer gängigen Hypothese zufolge ein im 5. vorchristlichen Jahrtausend lebendes kriegerisches Hirtenvolk mit Ursprung Südrussland.

Die matrilinearen, friedlichen Bauernkulturen wurden von patriarchalen und feudalen Strukturen der zahlenmäßig weit unterlegenen indogermanischen Eroberer überlagert, und sind schließlich ganz verschwunden.

In jener Zeit wurde der Boden aller späteren gesellschaftlichen Umwälzungen in Europa, vom Kommunismus bis zum Neoliberalismus, bereitet. Die Saat allerdings wurde eher von jüdisch-messianischem Denken gesetzt.