Reisebericht

Masuren

Das Land der Tausend Seen, wie Masuren gern genannt wird. Die Seenlandschaft ist so vielfältig, dass man hier eigentlich einen eigenen ausgedehnten Urlaub verbringen kann.

Naturparadies

Auch Masuren ist ein Naturparadies. Denn neben den tatsächlich über 1.000 Seen wartet hier eine idyllische Landschaft mit bewaldeten Moränenhügeln, Feldern und Wiesen. Zudem ist die Region nur dünn besiedelt, was zur Folge hat, dass große Teile der Natur noch relativ unberührt sind. Masuren gilt ähnlich wie der Biebrza-Nationalpark als Refugium für zahlreiche Vögel, für die hier ausgedehnte Schutzgebiete errichtet wurden.

Die Insel der Kormorane in der Nähe der kleinen Stadt Gizycko ist hierfür ein Beispiel. Sie lässt sich am besten im Rahmen einer Bootstour erkunden. Auch wir schiffen uns ein. Die Route führt zunächst über den Kissainsee. Anschließend fahren wir über einen für Masuren typischen Kanal in den Mauerseekomplex. Er besteht aus acht Seen, die miteinander verbunden sind und zusammen das zweitgrößte Binnengewässer Polens bilden. Auf dem See gibt es mehrere Inseln, die zum Teil nicht betreten werden dürfen, da sie unter Naturschutz stehen. Das gilt auch für die Insel der Kormorane, auf der Tausende der großen Vögel leben.



Die Kormorane sind schon von weitem auszumachen, da sie in Baumkronen leben, von wo aus sie die Landschaft beobachten. Weil die Bäume abgestorben sind, heben sich die Vögel gut ab. Die Ursache für das Absterben der Bäume ist der Kot der Vögel, der mit großen Mengen Stickstoff und Phosphor angereichert ist. Ein erwachsener Kormoran erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 140 Zentimetern und wird zwei Kilogramm schwer. Der Vogel kann ausgezeichnet fliegen, schwimmen und auch tauchen. Das macht seine Beobachtung so spannend. Die riesigen Seen bieten aber auch zahlreichen anderen Vögeln Zuflucht. Häufig sieht man den Kranich, der in Sumpfgebieten auf Nahrungssuche geht, Fischreiher und auch Fischadler, die über den Seen kreisen.



Im Quellgebiet
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Neben der Fahrt zur Kormoraninsel ist eine 13 Stunden dauernde Ausflugsfahrt auf dem Elblag-Kanal ein einprägsames Naturerlebnis. Denn der 1860 fertig gestellte Kanal verbindet mehrere unberührte Seen miteinander. Die Höhendifferenz wird durch einzigartige Rampen überwunden. Die Schiffe fahren unter Wasser auf einen Karren auf, der sie anschließend über eine Rampe in den höher gelegenen Teil des Kanals zieht. Als Antrieb dient allein Wasserkraft. Die Passagiere können bei der Hebung an Bord bleiben und hautnah miterleben, wie ihr Schiff den Berg hinauf gezogen wird.

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