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Lage vom Krieg im Donbass vom 28.Januar

VERSCHIEDENES VOM TAGE, 28. JANUAR

Kämpfe finden im Nordosten von Debalzewo statt, die Neurussen haben sich bei einem Gegenangriff am nordöstlichen Rand von Debalzewo befestigt, führen Kämpfe zur Befreiung der Stadt, und hätten die Kontrolle über die Trasse nach Artjomowsk hergestellt.

Was die “Kontrolle” genau bedeutet ist mir zwar noch nicht klar, es könnte durchaus bedeuten, dass der Kessel damit endgültig zu ist, aber möglicherweise auch nur, dass die Trasse (vermutlich von beiden Seiten) direkt beschossen werden kann. Es ist allerdings eine offizielle Quelle - Informbüro der neurussischen Milizen. Der stellvertretende Armeechef der DVR Basurinmeldete die teilweise Einnahme von Debalzewo, der nordöstliche Rand der Stadt würde vollständig von den Milizen kontrolliert, und auch die Autostraße nach Artjomowsk kontrollieren. Später spricht Basurin nochmal davon, dass man die Kontrolle über die Trasse nach Artjomowsk hat – bei der Frage, ob 40 Panzer, die in Artjomowsk eingetroffen sind, gegen Gorlowka eingesetzt werden oder bei Debalzewo, vermutet er deswegen, dass sie nach Debalzewo geschickt werden.


Stand vom Morgen: Von der Front selbst gibt es kaum was zu berichten. Im wesentlichen gibt es an vielen Stellen Gegenangriffe der UA (ukrainischen Armee), während die NA (neurussische Armee) an diesen Stellen zur Verteidigung übergeht. Die Frage ist, wie man das bewertet.

Strelkow hat es extrem negativ bewertet – a la die Offensive der NA ist überall zum Stillstand gekommen, das liegt an der schlechten Planung und Ausführung der Operation, in den nächsten Tagen wird die Offensive ganz zu Ende sein und dann sind die Aussichten schlecht. Nunja, Strelkow war schon zu den Zeiten, als er selbst Kommandeur war, dafür bekannt, dass er zum Schwarzmalen neigte – was ich allerdings damals sehr gut fand, weil es im totalen Gegensatz zur Schönfärberei der Gegenseite stand.

Colonel Cassad beschreibt einfach nur die Lage.

Auf der anderen Seite yurasumy, der die ganze Sache ganz anders interpretiert: Die Angriffe der NA hätten mehr oder weniger die Aufgabe gehabt, 1.) die Verteidigung des Gegner auszutesten, 2.) Reserven des Gegners zu binden. Beides sei hervorragend gelungen, der Gegner hätte einen Großteil seiner Reserven inzwischen eingesetzt. Die Gegenangriffe seien die natürliche Folge dessen, was die UA machen muss, wenn sie nicht ganz dumm sind, denn wenn die Reserven nun einmal am Ort sind, und die Artillerie des Gegners überlegen ist, wäre abwarten und sich abschießen lassen einfach nur extreme Dummheit.

Debalzewo bewertet er als große Mausefalle: Starke Artillerie könne man da nicht postieren, weitreichend von außen nicht ausreichend, also ist egal, was dort alles reingeschickt wird, die Artillerie der NA wird es mit der Zeit zerschießen. Folgt man dem, besteht keine Eile, den Kessel wirklich zuzumachen, viel interessanter ist es, die Möglichkeit zu haben, jeden Transport dorthin möglichst lange und intensiv beschießen zu können – und zu hoffen, dass die UA möglichst viele Kräfte in diese Mausefalle schickt.

Welche dieser beiden Ansichten die richtigere ist, wird sich zeigen.

Yurasumy schätzt die Verluste auf Seiten der UA dieses Winterkriegs auf 1800 (darunter 400-500 Tote) bis 21. Januar und 2000 (darunter 500-600 Tote) letzte Woche, auf Seiten der NA auf mindestens 200-300 Tote und 1000 Verletzte. Die Toten unter der Zivilbevölkerungen seien mehrer hundert.

Quelle: http://vineyardsaker.de/novorossiya/verschiedenes-vom-tage-28-januar/