Rolf Ehlers

Syrien-Krieg - Die wahren Hintergründe

Die USA gehen - wieder mit Unterstützung ihrer liebedienerischen Weltkrieg II-Alliierten England und Frankreich - genau so hilflos vor wie beim Angriffskrieg gegen den Irak. Auch diesmal erfolgt mehr als ein Jahr vor dem Überfall die Annahme, dass das anzugreifende Land über schreckliche Kampfmittel verfüge ("rote Linie" Gaseinsatz). Wieder werden Gespräche aus Geheimdienstkreisen als Beweis benutzt.Ohne Frage wird wieder faustdick gelogen.

Diesmal ist das Vorgehen aber noch viel plumper als zuvor. Jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand kann sich ausrechnen, dass der Herrscher Assad von Syrien kein Interesse daran hat, dass fremde Mächte - zudem die Übermacht USA -gegen ihn einschreiten. Welches Motiv soll er denn haben, die Amerikaner zum Militärschlag gegen ihn herauszufordern? Ob man den Gegnern Assads oder den Geheimdiensten unterstellen soll, dass sie einen Gasangriff Assads simuliert hätten, ist schwer zu sagen. Jeder kann sich aber vorstellen, dass es tatsächich af beiden Seiten fürden absoluten Notfall auch Gasdepots gibt. Wenn nur eines zufällig bei einem der vielen Militärschläge getroffen wird, hat keiner der Beteiligten den Gaseinsatz gewollt. Für diese Version spricht viel.

Beachtlich sind die öffentlichen Reaktionen in Deutschland. Viele Sprecher und Moderatoren im öffetnlich-rechtlichen Fernsehen sind so aufmüpfig wie nie zuvor. Offenbar hat da jemand die Leine gelockert. Ich vermute, dass die verbale Abwesenheit von Merkel der Grund dafür ist, dass sich die etablierten Medien so wenig folgsam zeigen. Da, wo Merkel und ihr Gefolge allerdings schon angedeutet haben, dass Deutschland das Vorgehen der Alliierten unterstütze,
halten sich die Medien doch noch zurück. Dabei müsste es einen allgemeinen Aufschrei geben:

"Wir wollen nicht in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten eingreifen! Besonders nicht in Syrien, wo alles drunter und drüber geht und niemand weiß, wer die macht übernimmt, wenn Assad auf dieselbe Weise weggebombt werden sollte wie Saddam und Gaddhafi."

Wenn in Deutschaldn das Volk entscheiden könnte, stünden deutsche Truppen nicht am Hindukusch, es stünden keine deutschen Patriot-Einheiten an der wyrischen Grenze - un Politiker, die Kriegshetze betreiben und unterstützen, kämen vor Gericht statt in den Bundestag.