Die größtmögliche Verwirklichung des Einzelnen

Der Kapitalist betrachtet den Wald, und rechnet im Kopf zusammen, welchen Profit das Holz der gefällten Bäume bringt.

Der "Mensch" sieht im Wald eine Ansammlung kommunizierender und sozialer Lebewesen.

Die Kommunikation der Bäume erfolgt unterirdisch über Pilzsporen, überirdisch über Duftstoffe (die auch uns Menschen berühren und glücklich stimmen). Die Pilze erhalten für die (Sprach)Vermittlung ca. ein Drittel des von den Bäumen mittels Photosynthese in den Blättern produzierten Traubenzuckers.

Als "Waldgemeinschaft" halten die Bäume Klimaschwankungen und Bedrohung durch Wind und Wetter besser stand, kranke Artgenossen werden über Wurzelverflechtungen von den anderen mit Nährstoffen und Wasser mitversorgt und aufgepäppelt.

Jetzt stellt Euch vor, es käme ein einzelner Baum auf die Idee, das Wasser und die Nährstoffe zu "privatisieren" und gegen "Zinsen" zu verleihen.

Wetten, dass nach geraumer Zeit sämtliche Baumbestände der Erde vernichtet wären?

Die höchstmögliche "Verwirklichung", Entfaltung und Freiheit des Einzelnen liegt (auch) im Geheimnis der Wälder.