Reisebericht

Am anderen Ende der Welt

Neuseeland, "das Paradies am Ende der Welt".

Zwischenstop in Hongkong. Wir rennen nach dem 12stündigen Flug herum wie Zombies und sind von den vielen Menschen mit Handys und dem Stress, den die Stadt ausstrahlt, angenervt.

Nach etlichen Luftlöchern und Turbulenzen landen wir dann nach 24 Stunden reiner Flugzeit insgesamt in Auckland. Zum Glück ist das Gepäck vollständig angekommen. Hätten wir nicht gedacht.

Nachdem das Flugzeug und das Zelt desinfiziert wurden, ging es mit dem Mietauto Richtung Taupo, wo wir auf dem Zeltplatz unseren „Rausch“ ausschlafen.

Am nächsten Tag kommen wir zum Tongariro Nationalpark, wo man zu Vulkankratern und Bergseen wandern kann. Nachdem wir uns an die Zeitverschiebung von 12 Stunden gewöhnt haben, fahren wir mit der Cabel Car Bahn zum Botanischen Garten von Wellington, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat.

Erwartungsvoll und neugierig auf die Südinsel setzen wir von Wellington nach Picton über. In Picton angelangt erwarten uns südländische Eindrücke: paradiesische Buchten mit leuchtenden Farben, grüne mit riesigen Baumfarnen übersäte Berghänge.

Auf der Victoriapassstraße entlang beginnen wir unsere Südinselrundfahrt. Immer wieder kommen kleine Parkplätze, die stets herrliche Blicke auf die Umgebung freigeben.

Im Abel Tasman und Paparoa Nationalpark erwarten uns fantastische unberührte Strände, die von Felsen und Regenwäldern eingerahmt sind. Man hat teilweise das Gefühl, als erster hier zu stehen.

Die Pancake Rocks sind übereinandergeschichtete Kalksteinschichten. Und Blowholes (Brandung die in die Felsspalten eindringt und hochspritzt) sind genau so Highlights wie die fast ans Meer ragenden Regenwälder, die erstaunlicher Weise keine giftigen Tiere etc. beherbergen.

Am Milford Sound angelangt, machen wir Bekanntschaft mit den lustigen papageienähnlichen Keas, die alles anfressen, was ihnen in die Quere kommt. So haben sie es auf sämtliche Autogummis abgesehen (siehe Foto), die sie in Windeseile vom Auto entfernen können.

Bei der Bootstour auf dem Milford Sound stellen wir fest, dass wir klimatisch und landschaftlich ungefähr die Strecke von Süditalien bis Norwegen zurückgelegt haben, eben von Vulkanen im Tongariro N.P. bis Fjordland N.P. gefahren sind.

Die landschaftliche Ähnlichkeit des Fjordland N.P. zu Norwegen ist verblüffend und bestätigt sich erst recht am Franz-Josef und Fox-Gletscher. Auf Letzterem sind wir mit dem Helikopter gelandet. Das Chartern eines Helis ist echt zu empfehlen, da die Preise hierfür human sind und das Erlebnis selbst einmalig ist.

In Queenstown scheinen die landschaftlichen und sportlich spaßigen Erlebnisse, die man haben kann, unerschöpflich zu sein. Sachen wie Bungyjumping, Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Ballonfahren, Panoramaflüge und Jetbootfahren etc. machen den Urlaub zusätzlich unvergesslich.
Wir entschieden uns für das Jetbootfahren und hatten riesigen Spaß. In einer Felsschlucht mit Wildwasserfluss heizt man mit einem PS-starken Boot entlang und hat feucht-fröhlichen Fun. Denn der Fahrer macht auf der Stelle ständig Drehungen, die es in sich haben. Und das Wasser spritzt einem dabei ins Gesicht.

Weiter ging es zum Lake Tekapo, dessen Farbe milchig, türkis bis blau sofort ins Auge sticht, und an den Mount Cook, zu dem man vom Lake Pukaki aus heranwandern kann und ein schönes Panorama genießt.

Zurück auf der Nordinsel nahmen wir uns noch für die Coromandelhalbinsel Zeit, um zu der Cathedral Cove (Felsentor am Meer) eine super Standwanderung zu unternehmen.

Auckland und Umgebung hat so viel zu bieten, dass man schon hier locker eine Woche und länger verbringen könnte. Die Stadt, die man "City of Sails" nennt, hat einen schönen Hafen, Stadtteile mit gemütlichen Cafes, Parks, einen Fernsehturm mit einer grandiosen Sicht auf die Stadt und Umgebung.

Die ständig wechselnden Landschafts- und Klimaregionen und die interessante Maorikultur im ganzen Land, gepaart mit den insgesamt 13 Nationalparks, welche unterschiedlicher nicht sein können, machen Neuseeland zu einem unvergesslichen Abenteuerurlaub, wenn bloß der lange Flug nicht wäre.

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