Antideutsch: Intellektuell ideologische Verortung

Cool, Schwul, Leder. Henryk M. Broder auf der verzweifelten Suche nach Deutschland.

"Ideologisch verortet sich der/die Antideutsche gerne bei verkifften Studienabbrechern auf dem nach Bongwasser müffelnden Sofa. Dies erscheint Außenstehenden oft als billiger Eskapismus, da Antideutsche in der Regel von Haus aus durchaus in der Lage wären, sich eine eigene Wohnung zu nehmen. Durch die permanente Restbreitheit kommen Antideutsche meist auf sehr widersprüchliche „Gedanken“, die interessanterweise nur für Nicht-Antideutsche zum Horrortrip werden.

Im Grunde sind Antideutsche stramme Kommunisten, wobei klar gesagt werden muss, dass hier im Alltag klare Abstriche unvermeidlich sind. Die konsumischen und sexuellen Freiheiten der westlichen Welt können nur durch den Kapitalismus aufrecht gehalten werden. Globalisierungskritik ist hierbei der ekelhafteste Ausdruck antisemitischen Hasses in der Welt. Wahre Freiheit kann nur von den USA kommen, auch und gerade im Kommunismus.

Intellektuell verortet sich die Antideutsche hierzu ganz klar irgendwie-irgendwo zwischen Marx, Dershowitz, Adorno, Stalin und Horkheimer, und dem, unter dem Regal mit den Werken von Freud untergebrachten Kotzeimer - den die ohnehin schon völlig überforderten antiautoritären Eltern in Form eines handelsüblichen Ikea-Papierkorbs als zaunpfahlwinkendes Einzugsgeschenk in die Studentenbude eingebracht haben. Die Antideutsche ist selbst relativ friedlich, scheut jedoch nicht davor zurück, den ganzen bildungsunwilligen Dreckspöbel in den Auslandseinsatz zu schicken. Auf ideologischer Ebene ist Pazifismus und Koran das Hinterletzte für alle Antideutschen − eine Irrlehre, die höchstens noch von deutschen Faschos und revanchistischen ‎autonomen Spinnern vertreten wird.

Wie ein falsch verstanden-vereinnahmter Geisteswissenschaftler einmal treffend bemerkte, gibt es „... kein richtiges Leben im Falschen...“ und daher ist auch keine Zeit für Pazifismus, solange nicht der letzte regressive Kameltreibe reine anständige Sexualerziehung bekommt und damit auch anal etwas offener wird. Ein Thema, bei dem gerade weibliche Antideutsche gerne Mal den Finger in die offene Wunde legen..."

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