Piraten - Bundesparteitag 15.1 - Akkreditierte und Delegierte: Die Beteiligungsfrage



Beim Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland, der vom 26. bis zum 27. Juli in der s.Oliver Arena in Würzburg stattfand, waren 518 Piraten aus allen 16 Bundesländern und dem Ausland akkreditiert [1].

Es handelt sich um stimmberechtigte Mitglieder: Basispiraten, Abgeordnete und Vorstandsmitglieder aus den Untergliederungen. Delegierte gibt es bei der Piratenpartei Deutschland nicht. Unsere Parteitage sind Mitgliederversammlungen, an denen jeder stimmberechtigte PIRAT aktiv teilnehmen kann.

Dies sind knapp 2,8 % aller Mitglieder (18596). Diese Zahl mag auf den ersten Blick gering erscheinen; tatsächlich ist aber die Beteiligungsquote der Mitglieder bei der Piratenpartei bei Bundesparteitagen erheblich höher als bei den Bundesparteitagen anderer Parteien. So entschieden beim letzten (außerordentlichen) Bundesparteitag der SPD 600 Delegierte für 831.000 Mitglieder. Dies entspricht einer Beteiligungsquote von 0,072 %. Auf dem letzten Bundesparteitag der CDU in Köln vertraten 960 Delegierte die Interessen von 561.000 Mitgliedern (0,17 %). Auch bei der Opposition sieht es nur wenig besser aus: Immerhin 1,36 % der Mitglieder stimmten bei der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/DIE GRÜNEN ab (820 Delegierte bei 60.000 Mitgliedern); bei der Partei DIE LINKE schätzen wir die Beteiligungsquote auf 0,95 % (ca. 600 Delegierte bei 63.000 Mitgliedern).

Stephanie Schmiedke, Generalsekretärin der Piratenpartei Deutschland, meint hierzu: «Wir PIRATEN geben jedem stimmberechtigten Mitglied die Möglichkeit, an Bundesparteitagen teilzunehmen und unsere Partei aktiv mitzugestalten. Auch wenn unsere Beteiligungsquote höher ist als die anderer Parteien, können wir damit nicht zufrieden sein. Wir möchten, dass alle Mitglieder zumindest an programmatischen Entscheidungen teilhaben können. Daher arbeiten wir mit Hochdruck an einer Lösung. Wir wollen regelmäßige und verbindliche Mitgliederentscheidungen zwischen den Bundesparteitagen, damit zumindest in Sachfragen Zeit und Geld keine so große Rolle bei der Teilhabe am innerparteilichen Entscheidungsprozess mehr spielen.»

Quellen:
[1] http://57361.seu1.cleverreach.com/c/15163144/a84dd2e4461-ns8lmn