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EZB-Direktor Coeure spricht Klartext

Und es ist wenig verwunderlich, dass sich Benoit Coeure, enger Vertrauter von EZB-Boss Draghi, in einem Interview mit dem Wall Street Journal insofern klar zu Wort meldete. Also, dem Franzosen zufolge stehe eine – Zitat - „breite Mehrheit“ im Rat der EZB hinter weiteren geldpolitischen Maßnahmen. Die Voraussetzungen für breitere Wertpapierkäufe würden vorliegen und die EZB sei dabei, ein Programm zur sog. „quantitativen Lockerung“ (QE) zu entwerfen.

Wortwörtlich sagte Herr Coeure:

"Ob wir etwas tun sollten, ist nicht mehr so sehr die Frage, sondern eher, wie wir es am besten tun.“

Es geht um Staatsanleihen

Ferner sagte der Franzose gegenüber dem Wall Street Journal:

"Wenn wir mehr tun wollen, müssen wir uns offensichtlich Marktsegmenten zuwenden, wo es mehr Liquidität gibt, und darum ist der Staatsanleihemarkt eine Basisoption."

Am Ende des Tages laufe es aber nicht einzig darauf hinaus, dass die EZB ausschließlich Staatsanleihen kaufen werde. Coeure betonte weiter, dass die US-Notenbank und die Bank of England ihre Zinsen im kommenden Jahr 2015 anheben dürften. Die Geldpolitik der EZB werde Coeure zufolge noch über Jahre hinweg extrem locker bleiben.

Wenig verwunderlich also, dass dem Franzosen zufolge eine weitere Anpassung des Euro-Kurse die logische Marktwirkung dieser gegensätzlichen Entwicklung wäre. Wörtlich fügte er hinzu:

"Ich erspare mir jetzt eine Prognose darüber, wie weit diese Anpassung gehen könnte oder sollte."

Unglaublich, aber wahr. Coeure prognostiziert eine weitere Abwertung des Euro, allen voran gegenüber dem US-Dollar.

Und letztlich kämpft wohl Dr. Weidmann fast allein gegen die „breite Mehrheit“ im EZB-Rat an.

Traurig, aber leider wahr....

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