PecuniaOlet

Gibt`s eigentlich noch was Positives?

Flüchtlingskrise, Eurokrise, Ukrainekrise, Griechenlandkrise, Bankenkrise, Staatsschuldenkrise... und zu guter Letzt das Geldsystem als "Mutter aller Krisen" und Ursache permanenten Wachstumszwanges.

Demokratie in Deutschland ist, wenn man die Wahl hat, nichts zu entscheiden.

Nicht über die eigene Währung, nicht über EU-Mitgliedschaft, nicht über Nato-Mitgliedschaft, nicht über "Griechenlandhilfe", nicht über Stationierung der Amis und "Besatzungskosten", nicht über grundgesetzwidrige "Drohnenmorde" von deutschem Boden aus, nicht über Zuwanderung bzw. "Umvolkung", nicht über Rundfunkgebühr.......

Ja, wo haben wir denn etwas zu entscheiden? Mir fällt jetzt spontan eigentlich nichts von Bedeutung ein.

Die Darsteller austauschen? Es sind ja immer dieselben. Die Journalisten austauschen geht auch nicht. Ja was bleibt denn....?? Nichts! Hier ist die Demo - dort oben die Kratie.

Sich ins Privatleben zurückziehen wie in der Biedermeierzeit geht auch nicht. Die hocken Dir ja ständig auf der Pelle. Und selbst wenn man sich eine eigene Insel leisten könnte, würden die Auswirkungen eines Atomkrieges und die Vergiftung der Meere Dich bis dorthin verfolgen. Niemand kann mehr eine Insel sein, und deshalb ist auch das Privatleben heute stets politisch.

Man hat manchmal die Befürchtung, dass sich all diese Spannungen in nicht allzu ferner Zukunft in einer Gewaltorgie entladen. Alle notwendigen Problemlösungen werden verschoben, bis es unvermeidlich kracht. Es scheint, dass nur die Natur der Evolution fähig ist. Der Geist neigt eher zu Revolution oder Unterdrückung. Er hat die Atombombe hervorgebracht, die Antibabypille, den Kommunismus, den Feminismus... - alles revolutionär. Er selbst ging aus der Evolution hervor, diese-r/s naturferne und -fremde "Willenswüter-Ich", der/das es immer besser machen will.

Was können wir also tun? Abwarten und uns dem Schicksal ergeben, das wir ohnehin nicht ändern können? Maulen, motzen und jaulen? Auf die Fußgänger Zone gehen und Reden schwingen? "Ach, lass`mich mit Deinem Politik-Scheiß in Ruhe! Sag`mir lieber, wie ich nächsten drei Raten für mein Darlehen aufbringen soll." Viele haben ganz andere Probleme.

Wenn man Kinder hat, will man, dass diese in eine lebenswerte Zukunft hineinwachsen. Man denkt über das eigene Dasein hinaus. Deshalb hat man Zukunftsängste, die man ansonsten nicht hätte. Als Jugendlichen tat es unserer Lebensfreude keinerlei Abbruch, dass unsere kleine Ortschaft im Kriegsfall aufgrund von Pershing 2 Stationierung der US-Armee direktes Ziel sowjetischer Langstreckenraketen gewesen wäre. Seltsamerweise war eher das Gegenteil der Fall. Man genoss das Leben, und wenn etwas passiert wäre, hätte sich das dann ohnehin schnell erledigt. Damals kannte man den Feind konkret, und war sich der Bedrohung bewusst. Medien, Politik und Bürger waren sich diesbezüglich im Wesentlichen einig, und man hatte keinen Zweifel, wofür man seinen Wehrdienst ableistete. Heute kommt die Bedrohung auch aus dem eigenen Land, das macht sie abstrakter, unangenehmer und weniger berechenbar. Der Staat und Demokratie scheinen nur mehr eine Fassade.

Ich war noch nie Mitglied einer Partei, aber ich denke gerade darüber nach, der AfD beizutreten, vielleicht kann man sich da ja doch irgendwie nützlich machen. Denn eines ist klar: Vom Nichtstun ändert sich nichts. Vom Pessimismus auch nicht. 

Ich wollte mal einen Blog gründen, ähnlich dem "Postillon". Bei Satire muss man vielleicht nicht ganz so aufpassen, und ist etwas freier. Bis ich merkte, dass es den schon gab. Als ich Beiträge wie Immer mehr Naturgesetze verstoßen gegen geltendes EU-Recht oder  Putin schuld am Klimawandel schrieb, fühlte ich mich danach immer irgendwie besser als beim reinen Motzen. Humor und Nonsens entspannen und stimmen positiv. Zudem gewinnt man zum Thema eine ironisch-spöttische Distanz. Und die sollte man sich auch im Privatleben immer bewahren,