Debakel Berliner Flughafen Aufarbeitung rasc...

Debakel Berliner Flughafen
Aufarbeitung rasch und transparent angehen!

Der Bund der Steuerzahler begrüßt, dass der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg die Geschäftsführung personell erweitern und damit schlagkräftiger aufstellen will. Jetzt kommt es darauf an, einen ausgewiesenen Experten jenseits der Politik an die Spitze des Aufsichtsrats zu stellen. Der Vorsitz dieses Kontrollgremiums ist ein anspruchsvoller Vollzeitjob, der auch durch weitere Beamte sowie die Gründung einer neuen Task Force nicht in der Hand von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) liegen sollte.

„Die Politik muss als Bauherr zwar mit im Boot bleiben, aber ein externer Fachmann muss das Ruder übernehmen“, mahnt Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler.

Um den Flughafenbau wieder in geordnete Bahnen zu lenken, ist der Ausbau des Managements um erfahrene Köpfe und die Entlassung von Rainer Schwarz als Geschäftsführer richtig. „Nun ist eine rasche, transparente und vollumfängliche Aufarbeitung des Missmanagements aller am Bau Beteiligter, insbesondere der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats, erforderlich. Politische Scheuklappen darf es dabei nicht geben“, fordert Holznagel. Die Flughafengesellschafter und damit die öffentliche Hand haben aufgrund der enormen Kostensteigerungen eine Bringschuld gegenüber den Steuerzahlern. „Die Prüfung von Schadenersatzforderungen und Regressansprüchen muss schnellstens auf den Weg gebracht werden“, so Holznagel weiter.