PecuniaOlet

Die messianische Konstante

Ich gebe zu, dass auch ich häufig mit einem messianischen Endzustand bzw. Ende und Ziel der Geschichte sympathisiere, die in eine Art von "sublimiertem Urzustand" mündet, in der eine herrschaftsfreie Gesellschaft dem Menschen größtmögliche schöpferische Entfaltung ermöglicht. Der Kapitalismus und die durch seine Dynamik geschaffenen Strukturen sollen dabei als notwendige "Brücke" dienen.

Allerdings bin ich mir dabei stets der Gefahr eines Totalitarismus bewusst, der dieser "Idee" innewohnt.

Denn durch jedes Eingreifen von außen, durch jedes Erzwingen-Wollen, schlägt auch jeder Versuch, ein Paradies auf Erden zu "schaffen" in das Gegenteil des Beabsichtigten um. Der fröhliche "Pippi Langstrumpf"-Anarchismus ("ich schaffe mir die Welt, witte witte, wie sie mir (uns) gefällt") kann dann sehr schnell wie das "Lied vom Tod" klingen.

Alle Versuche "messianischer" NGO`s vornehmlich amerikanischer Herkunft, ein Europa nach ihren Vorstellungen umzugestalten, es in den "multicultural modus" zu versetzen und sogar zur Fluchthilfe aufzufordern, dürften zudem zwar von den ausführenden Helfern und Helfershelfern selbst, in meist idealistischer und durchaus "gut gemeinter" Absicht vollzogen werden, den eigentlichen Initiatoren und Financiers jedoch liegen weit eher knallharte Machtinteressen als das Wohl von Flüchtlingen und der ganzen Menschheit am Herzen.

So sei die russische, kommunistische Revolution  durchaus "im Licht der Exodus Tradition" und als "Anbruch einer messianischen Zeit" begrüßt worden.http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/reze...

Auf den Trümmern bisheriger Zivilisation sollte unter Vernichtung aller bisherigen Eliten eine "Welt der Gleichen" errichtet werden.

Dass am Sozialismus andererseits ( "auf der anderen Seite") jedoch ordentlich verdient wurde, dürfte zwischenzeitlich wohl kein Geheimnis mehr sein.

Selbst im "ungezügelten" Neoliberalismus liegt bereits der "Sozialismus der anderen"! (siehe "Bankenrettung", et cetera) begründet.

Die messianische Konstante ist ein Erbe unserer jüdisch-christlichen Tradition, die Erwartung einer "besseren Welt nach einem "Endampf" (Ragnarök) von Göttern und Riesen ist aber auch Teil germanischer Mythologie. Solange die Menschheit jedoch nicht jenen Grad der Reife erreicht hat, der eine neue Welt "von selbst" nach sich zieht (und ob das jemals der Fall sein wird, ist eine andere Frage) wird jeder Versuch, die Welt in ein Paradies zu verwandeln "in einer Hölle enden", korrumpiert durch knallhartes Machtkalkül und Unterdrückung. 

Bis dahin werden weiterhin ausschließlich die Nationen Garant individueller Freiheit sein.http://homment.com/ZHwgpAazPc

Aktualisierung: Wie ich soeben gelesen habe, sollen laut Informationen österreichischer Geheimdienstkreise "US-Organisationen auch die Schlepper nach Europa bezahlen.

Die neue Erde nach Ragnarök: (Emil Doepler 1905) 

Bildergebnis für ragnarök