PecuniaOlet

Ostern, das Fest der Erneuerung

Möge sich der Staat erneuern, denn abschaffen lässt er sich wohl nicht mehr.

Wenn ich Typen wie Thomas de Maziere sehe, fallen mir alle meine an den Ohren ziehenden, ohrfeigenden, in die Ecke stehen lassenden und mit schweren Schlüsselbünden um sich werfenden Lehrer meiner ersten Schuljahre wieder ein. Das war für mich die erste Begegnung mit dem Staat. Körperliche Züchtigung von Schülern war zu jener Zeit bereits seit Jahren verboten. Aber auch heute halten sich viele Beamte und Politiker weder an Recht noch Gesetz. Anstand und Respekt sind ohnehin Werte, die der Vergangenheit anzugehören scheinen.

Nachdem mich der Schlüsselbund des Lehrers einmal am Kopf getroffen hatte, warf ich ihn (den Bund) aus dem geöffneten Fenster und ließ, während er draußen nach ihm suchte, das Tagebuch verschwinden, dass er keinen Eintrag vornehmen konnte. Das war der erste Akt meines zivilen Ungehorsams, dem noch viele weitere folgten. Gebracht hat es nichts, außer Ärger und dem Gefühl, kein Sklave zu sein.

Mögen die Eier des Osterhasen größer sein als jene der Politiker!