Ich liebte ein schwarzes Mädchen

aus Kenia. 6 Wochen Safari waren bereits vorüber. Geld alle. Am letzten Tag vor dem Abflug ging ich noch ins "Bora Bora", einen Night-Club in Mombasa, nicht weit vom Strand entfernt. Es war 1988.Und dunkel. Ich 21. Seit 2 Monaten von der Bundeswehr entlassen.

Sie tanzte dort zu einem südafrikanischen Musical. Geschmeidig und zart wie eine Gazelle. Ich sah sie an und war hinüber. Nach der Vorstellung kam sie zu mir, und fragte mich nach einem Drink. Ich sagte, sie solle sich keine Hoffnungen machen, ich wäre völlig pleite. Sie hauchte: "I`m not a prostitute." Später dann: "Do you like to come with me to my homeplace?" Ich ging mit und verlängerte meinen Urlaub auf ihre Kosten. Ich schlief und aß bei ihr in einem Armenviertel Mombasas, Armenviertel ist gut. Wo keine Reichen waren, waren eben Arme. Und bei den Reichen handelte es sich meist um Inder, die ganz woanders wohnten.

Sie war eine Granate und die Inkarnation der irrationalen Zahl Pi. Ich fühlte mich ebenso irrational. Paradies. Sie kochte für mich "Lady-Fingers" und Rührei mit Chili-Schoten: "That`s good for making love!", hauchte sie.

Eine Woche später floss mir beim Abschied eine Träne über die Wange: "Boys don`t cry!", sagte sie, und ich wusste, dass sie es ernst meinte. Afrikanische Frauen waren (zumindest damals) von sensiblen Männern irritiert. 

In Deutschland erzählte ich meiner Freundin von der Affäre, weil ich befürchtete, mich mit AIDS angesteckt zu haben, und sie nach meiner Rückkehr mit mir schlafen wollte. Der Test war Gott-sei-Dank negativ. Die Beziehung vorbei. Schön war`s.