PecuniaOlet

Unser Geldsystem wurde vom Herrgott geschickt

Es ist meiner Meinung nach für die Mehrzahl aller Krisen verantwortlich, mittelbar auch für Kriege, Flüchtlinge und Umweltverschmutzung. Der Zwang zu ständigem Wirtschaftswachstum geht mit dem Zwang zu fortschreitender Ausbeutung von Mensch und Natur einher, verbunden mit exponentiell wachsenden Schulden auf der einen und Guthaben auf der anderen Seite. Von der Perversion der "Derivate" ganz zu schweigen. Deshalb ist es auch anscheinend sakrosankt und unantastbar. Es verhindert erfolgreich den Frieden auf Erden, der furchtbar schlecht fürs Geschäft wäre, und gibt einen Vorgeschmack zur Hölle. Die Mehrzahl aller Menschen hält es von einer Partizipation am Wohlstand gemäß dem Stand der Produktivität ab, wenigen schenkt es niemals gänzlich zu realisierenden, obszönen Überfluss, aber vor allem das angenehme und beruhigende Gefühl der Macht. Macht ist Überfreiheit auf Kosten der Freiheit und Entfaltung anderer.

Vielleicht ist es meiner Aufmerksamkeit entgangen, aber ich habe noch niemals seitens der Parteien, Kirchen, Verbände, Freimaurer etc. eine öffentliche Kritik am Geldsystem vernommen. Man sülzt zwar über Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte, Umverteilung, Humanismus, interreligiösen Dialog, Toleranz..blabla... , der Hauptauslöser, die prima causa vieler, ich würde sagen der meisten Verwerfungen, wird jedoch fortwährend übergangen. Auch von den Grünen,  von den Linken,  vom Papst (Kapitalismuskritik ist ja noch keine Kritik am Geldsystem an sich) auch von älteren, "weisen Mahnern" wie etwa Helmut Schmidt und sowieso von der vor Menschenliebe und Gerechtigkeit triefenden, heiligen Mutter Angela Merkel, die sich zwar den Klimaschutz zur Aufgabe gemacht hat, dabei jedoch wohl in erster Linie an jene zu denken scheint, die daran zu Lasten der Bürger verdienen. Wie sie überhaupt stets andere, nämlich die Bürger, für ihre Mildtätigkeiten zwangsweise zahlen lässt, und die "Verdienste" dann aber für sich beansprucht.

Weshalb ist das so? Haben wir Geldsystem-Kritiker das System nicht verstanden, während Politiker und andere es aus dem effeff begreifen?

Haben Politiker Angst, etwas zu sagen, weil sie befürchten, in Bälde dann gar nichts mehr sagen zu können? Profitieren sie alle davon? Gilt es als "regressiv" oder gar antisemitisch? Ist die Aufgabe zu gewaltig und zu unrealistisch? Tanzten sie dann aus der Reihe und würden gemaßregelt? Oder wollen sie sich schlichtweg nicht gegen ihre Herren stellen, von deren Gunst ihre Karriere abhängt?

Das Geldsystem hilft einfach, die Massen zu beherrschen, auszubeuten und klein zu halten. Deshalb wird lieber alimentiert, weil das die Abhängigkeit erhält und vergrößert. Sowohl jene der Bürger von der Politik als auch jene der Politik von den Banken. Banken und Staaen bilden zusammen eine Freiheit zerstörende Symbiose. Die EU aber und die EZB schlagen dem Fass den Boden vollends aus! Und die sind privat (sorry).

Unter Beibehaltung dieses Systems sind alle Gesellschaftsformen von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Die Demokratie ist bereits gescheitert. Was kommt als nächstes?

Nachtrag: Doch halt! Da fällt mir ein: Unser ehemaliger Finanzminister Hans Eichel hatte in einer Talkshow mal gesagt ( u.a. mit Dirk Müller: Wenn er zu seiner Zeit als Finanzminister besser über das Geldsystem Bescheid gewusst hätte, hätte er etwas dagegen unternommen!)

Es war, glaube ich diese Talkshow, obwohl Eichel das in diesem Ausschnitt nicht explizit äußert: