Zu den Protesten in Hongkong: „Chinas vertane Chance“


Chinas Machtelite hat es versäumt, den Protesten der Jugend mit politischer Großzügigkeit zu begegnen und so staatsmännische Größe unter Beweis zu stellen. Staats- und Parteichef Xi Jinping könnte mit etwas mehr Mut unter Beweis stellen, dass China nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, sondern auch gesellschaftspolitisch modern und aufgeschlossen ist. Doch die Staatsführung zieht es vor, eine diktatorische „Wahlreform“ durchzudrücken und ihren Erfüllungsgehilfen, den verhassten Hongkonger Regierungschef, vorzuschicken. Sie diskreditiert sich damit in den Augen der Hongkonger – und denen der freien Welt. Ob die Chinesen außerhalb von Hongkong die Reife für organisierten Widerstand aufweisen, ist nicht ausgemacht. Aber die Zivilgesellschaft gewinnt Selbstvertrauen. China hat seine größten sozialen Unruhen noch vor sich.

Den vollständigen Kommentar von Dietrich Alexander lesen Sie unter welt.de/meinung