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Christentum und Freiheit

"Non veni pacem mittere, sed gladiam!" - "Ich bin nicht gekommen Frieden zu senden, sondern das Schwert!" (Matthäus 10 Vers 34)

Das ist keine Aufforderung zum Krieg, sondern zu gelebtem und daher lebendigem, echtem Christentum, zu ständigem „Wachsein“, zu stetiger Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem Staat, selbst mit Eltern und Kindern, im Sinne der individuellen Freiheit des Menschen. Christentum und Freiheit ist kein Widerspruch – im Gegenteil! "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert." Freiheit in diesem Sinne bedeutet, daß der Mensch in den Mittelpunkt rückt und sich somit dem "Göttlichen", der absoluten und unbedingten Freiheit, seiner eigentlichen Bestimmung und Herkunft, nähert. Notfalls auch Zerwürfnis mit engen Verwandten und Freunden in Kauf nehmend. Freiheit bedeutet, keinen "Götzen" oder falschen "Göttern" anzuhangen, auch wenn das von der unmittelbaren Umgebung erwartet wird. Falsche “Götter“ oder „Götzen“ sind jene, die den Menschen versklaven, ihn binden und sein Handeln im Wesentlichen bestimmen und leiten. Falsche Götter können sowohl Ideologien wie Kommunismus oder Kapitalismus, aber auch ein inflationäres Ego mit entsprechender Habgier und Machtwillen sein oder ein Sich-Ergeben in Forderungen innerhalb von Familie und Gesellschaft, um Erwartungen zu erfüllen, die meinem eigentlichen Sein widerstreben ( „Du machst, was Dein Chef sagt, auch wenn Du dabei andere über den Tisch ziehen musst – das Einkommen ist wichtiger….etc.“). Was steht heute im Leben der meisten im Mittelpunkt? Der Mensch? In unserer völlig „durchkommerzialisierten“ , auf ökonomische Effizienz und Profit ausgerichteten Welt, in der selbst die Pflegeleistungen minutiös durchkalkuliert und strengen Zeitvorgaben unterworfen sind, in der jede freundliche Begrüßung und jedes aufmunternde Wort eines Arztes mit einem normierten Betrag privat abgerechnet werden, in der Kranke vorzeitig die Klinik zu verlassen haben, damit diese „im Soll“ liegt - andere hingegen unnötig operiert werden, in der ein unmenschliches und „kriegerisches“ Geld- und Wirtschaftssystem zwingt, ständig zu expandieren, neue Märkte zu „erobern“, „Strategien“ zu entwickeln, Konkurrenz „auszuschalten“ oder zu „übernehmen“, in der gestresste Autofahrer im Stau andere mit dem Messer bedrohen und sogar töten, die sie unter anderen Umständen im Urlaub vielleicht sogar geschätzt hätten – steht da der Mensch im Mittelpunkt? Ist das die Freiheit, die ein sogenannter „freier Markt“ und Globalisierung versprechen? Sind das unsere vielgepriesenen Werte? Prekäre und befristete Arbeitsverhältnisse, die eine verantwortliche Zukunfts- und Familienplanung unmöglich machen, das Gegeneinander-Ausspielen von Einheimischen und Migranten, die absichtliche Herbeiführung von Parallelgesellschaften, die Desillusionierung junger Menschen, die aus Überzeugung einen sozialen, medizinischen oder auch politischen Beruf ergriffen haben und nun merken, daß „Nächstenliebe“ zur Kündigung oder zum Mißerfolg im Sinne der Gesellschaft führt, weil sie der Effizienz und dem Wachstum schadet – das alles ist sogenannten falschen Göttern und Götzen geschuldet, denen wir im Wesentlichen aus Gier, Angst und Verblendung unsere Freiheit geopfert haben. Es sind nicht die anderen schuld. Jeder von uns trägt Verantwortung. Andere mögen uns diese "Götzen", diese "Werte" als Heilsbringer dargestellt haben. Wir jedoch nähren sie und opfern ihnen. Unsere Lebenszeit, unsere Geborgenheit, unsere Menschlichkeit.

Christ sein, bedeutet zu kämpfen. Nicht gegen andere Religionen, sondern für den Menschen. Christ sein bedeutet Wagnis – nicht Anpassung. Die Kirchen sind längst angepasst.

Kämpft für den Menschen! Um Eure Freiheit! Für Gott!

"Non veni pacem mittere, sed gladiam!" - "Ich bin nicht gekommen Frieden zu senden, sondern das Schwert!"