Reisebericht

Slowenien, Lipica, Burg Predjamski - Höhlen - Abenteuer

Wir beginnen unsere Reise auf den Balkan im Dorf Skocjan. Es ist ein altes Bauerndorf, das inmitten der unwirtlichen Karstlandschaft liegt. Im kleinen Höhlenmuseum informieren wir uns über die Besonderheit der Region. Anschließend brechen wir zu einem ersten Rundgang auf. Nach einem kurzen Spaziergang durch die von schroffen Felsen geprägte Landschaft stehen wir plötzlich vor dem Eingang zur Höhle.

Höhlen - Tour

Zunächst marschieren wir durch einen Tunnel, der künstlich in den Fels geschlagen wurde. Er führt zum Ende der Höhle. Von hier durchwandert man das unterirdische System bis zum natürlichen Ausgang. Als wir den ersten Höhlensaal betreten, folgt plötzlich das "Aha" - Erlebnis. Wir stehen inmitten einer Märchenlandschaft aus Tropfsteinen. Entlang des glitschigen Pfades entdecken wir zahllose Formationen, die kunstvoll beleuchtet sind. Faszinierend sind vor allem die großen Säulen. Je nachdem wie sie angestrahlt werden, ändern sie ihren Farbton und je nach Phantasie kann man sich verschiedene Tierfiguren vorstellen.



Am besten gefällt mir eine Tropfsteinwand, welche schlicht "die Orgel" genant wird. Hunderte Tropfsteine, jeder einzelne wie eine Orgelpfeife geformt, sind zu einem fantastischen Gebilde zusammengewachsen, das dem Kircheninstrument verblüffend ähnlich sieht. Das Einzige was zu fehlen scheint, ist die Tastatur. Beeindruckend sind aber auch die Ausmaße. Die Orgel wäre ein Instrument für Riesen und würde die größten Kirchenschiffe mit Leichtigkeit mit Klang erfüllen.



Geht man von der Höhle weiter wird die Stille, die im Kilometer langen Tropfsteinlabyrinth herrscht, durch ein langsam anschwellendes Rauschen abgelöst. Plötzlich sind Tunnel und Gänge verschwunden. Stattdessen blicken wir in eine gewaltige Höhle, die in ganz Europa ihresgleichen sucht. Die Halle ist über 300 Meter lang und über 100 Meter breit und hoch. Auch die Ursache für das beständige Rauschen wird schnell klar, denn auf dem Boden der Halle fließt der Fluss Reka. Mehrere Stromschnellen sind trotz des faden Lichtes zu erkennen. Die Höhle macht am Ende einen Knick und geht in einen tiefen unterirdischen Canyon über, der mit einer Brücke überspannt ist. Wir folgen dem Pfad und wandern entlang der gigantischen Höhlenwand Richtung Ausgang weiter. Der Bewuchs mit Tropfsteinen ist spärlicher als im ersten Höhlenteil, aber gleichfalls beeindruckend. Nach ein paar Stunden erreichen wir ziemlich müde den Ausgang. Eine riesige Grotte, die einen natürlichen Eingang ins verzweigte Höhlensystem bildet.

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