Reisebericht

Dartmoor

Das raue Heidemoor, mit seinen dunklen Granitfelsen und den saftig grünen Wiesen, die im tiefliegenden dichten Nebel untertauchen, zählt zu den einsamsten Landschaften Englands.

Geheimnisvoll und bizarr

Auf dem Weg durch das Moor stößt man auf die bekannten Dartmoor - Ponys, die hier in freier Wildbahn leben. Einst dienten sie in den Zinnminen als Packtiere, doch als 1930 die letzte Mine geschlossen wurde, entließ man die kleinen Vierbeiner in die Freiheit. 2500 Stuten und Hengste teilen sich heute das Land mit unzähligen Schafen. Am besten kann man das Dartmoor bei Wanderungen oder Ausritten zu Pferde erkunden.




Doch man sollte immer daran denken, Regenkleidung mitzunehmen, da das Wetter im Heidemoor sehr launisch ist und schnell umschwenken kann. Das Dartmoor bietet aber nicht nur weite Wiesen, man stößt hier auch auf wildromantische Schlösser und Burgen, die so manche vergangene Geschichte in sich bergen. Ein Beispiel dafür ist die Castle Drogo, die einst der Normanne Droge de Teine bewohnte. Das Schloss vereint in sich römische, normannische und elisabethanische Einflüsse, was auf manchen Besucher einen seltsamen Eindruck macht. Neben den Moorgebieten ist ein Besuch der Schluchten des Dartmoors lohnenswert. Das Wasser hat an vielen Stellen tiefe Furchen in die Landschaft gegraben, wodurch teils schwer zu überquerende Hindernisse entstanden sind. Sehr stolz sind die Einheimischen auch auf die "Becky Falls". Der am Ostrand des Moors liegende Wasserfall ist mit 67 Metern der höchste Wasserfall Englands.




Bicton Park

Der Bicton Park ist eine der vielen botanischen Parkanlagen, die das Landschaftsbild Englands maßgeblich prägen. Hier kann man eine einzigartige Sammlung von riesigen Bäumen bestaunen, denen man passender weise den Namen "Champion Trees" gegeben hat. Die Parkanlage hat eine Fläche von 25 Hektar und wurde vor etwa 300 Jahren erschaffen. Wer die Parkanlage nicht zu Fuß erkunden möchte, hat die Möglichkeit mit einer Kleinbahn durch den Bicton Park zu fahren und sich die kleineren und größeren Pflanzen auf einer Rundfahrt anzusehen. Der höchste Baum des botanischen Gartens ist eine griechische Tanne, die stattliche 41 Meter misst und somit die Kathedrale von Exeter überragt. Jeder einzelne Baum wird von Gärtnern gepflegt, damit sich die Riesen zu vollkommener Pracht und Schönheit entwickeln können. Doch zum Bicton Park gehören nicht nur die Champion Trees, sondern auch diverse Gewächshäuser, Stein- und Rosengärten sowie ein Pflanzenmuseum.

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