Alles geplant?

Bisweilen beschleicht mich das Gefühl, dass in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft weit mehr geplant und absichtlich herbeigeführt ist, als wir mit unserem beschränkten Vorstellungsvermögen fassen können.

Der Wille zur Macht ist mit Sicherheit weit einfallsreicher, raffinierter, verschlagener, hinterfotziger und skrupelloser als der Grad der Verkommenheit, den sich ein gutmenschliches und zivilisertes europäisches Durchschnittshirn auszudenken vermag. Alleine schon deshalb, weil es im Wesentlichen seine mehr oder weniger heile Welt um jeden Preis erhalten möchte und sich daher bevorzugt der Illusion hingibt.

Aus diesem Grund wünsche ich mir manchmal, dass die scheinbare Allmacht des planenden, männlichen Geistes gebrochen wird, und vorübergehend weibliche Moiren, Parzen und Nornen Regie führen, die diesen Willen irritieren, um ihn dann in den Orkus zu stürzen.

Dieser planende männliche Geist kann im Dienste des Lebens agieren (Gott) - aber auch im Dienste des Todes und der Zerwürfnis (Satan, Diabolo, Schaddai, Scheijtan...)

Die Schicksalsgöttin Tyche, die bisweilen abstrakt als Kugel dargestellt wird und das Schwankende und Unbeständige symbolisiert, vermag vielleicht die Macht des Teufels zu brechen. Womit? Durch Zu-fall (bringen).( Auch die Erde hat Kugelgestalt.)

In Goethes Garten wird sie (Tyche) auf einem Kubus als Basis und festem, ruhenden Element dargestellt:

Dieses Element muss ausgetaucht werden. Es ist aus Sandstein - Die Auflösung droht! Ein Zufall bringt die Lösung. Wetten? (Gegen ihn ist der Teufel machtlos)