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Gründe, warum die Schuldenkrise in Europa auf Deutschland zurückführbar ist

Folgende Punkte sind als Zusammenfassung zu betrachten, welche aufmerksamen Non-Mainstream-Medienkonsumenten bereits hinreichend bekannt sein dürften, jedoch für den Otto-Normal-Mediennutzer womöglich neue Blickwinkel für die Betrachtungsweise der eskalierenden europäischen Schuldenkrise eröffnen. Ziel dieses Beitrags ist, die allgemeine Emphatie für die leidenden Einwohner ausgemergelter EU-Troika-Länder zu erhöhen. An dieser Stelle ist auch auf die besorgniserregend rasch wachsende Zahl der in Armut lebenden inländischen Bevölkerung hinzuweisen.

  • Deutschland war bis 2009 Exportweltmeiser. Erst dann wurde es von China abgelöst. Exportüberschüsse sind mit Wettbewerbsvorteilen gegenüber anderen Ländern gleichzusetzen. Inbesondere haben diese Überschüsse einen negativen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit anderer "eurorisierten" Ländern.
  • Regelmäßige Exportüberschüsse führen im Normalfall zu einer Aufwertung der inländischen Währung, welche den Preis für exportierte Waren und Dienstleistungen ansteigen und die ausländische Nachfrage sinken lässt. Dies ist bekanntlich seit Einführung der Gemeinschaftswährung nicht mehr möglich. Deutschland und andere Länder mit Exportüberschüssen profitieren daher durch die permanente Unterbewertung der Währung, welche in der Regel für die Verrechnung der exportierten Waren und Dienstleistungen herangezogen wird.
  • Zudem werden Exportüberschüsse durch eine zurückhaltende Inlandsnachfrage nach Waren und Dienstleistungen erhöht. Die verhältnismäßig schwache Inlandnachfrage in Deutschland ist wiederum auf den stark gewachsenen Niedriglohnsektor seit Etablierung des EURO-Raums zürückzuführen.
  • Ursprünglich waren im EU-Regelwerk Sanktionen (Strafzahlungen) für das regelmäßige Überschreiten der Exportüberschüsse von 6 % bei ausgeglichenem Haushalt und 3 % bei Haushaltsdefiziten vorgesehen. Die Verhängung von Strafzahlungen konnte die deutsche Regierung aufgrund ihres "europäischen" Standes erfolgreich abwenden.

Auf lange Sicht schadet sich Deutschland mit dieser Export-Expansionspolitik am meisten selbst, da es letzendlich echte Ware gegen immer wertloseres Papiergeld oder gar Buchgeld tauscht. Wertlos augrund der kaufrauschgetriebenen Geldpolitik der EZB. Diese hyperexpansiven Maßnahmen kommen einer EURO-Totalüberflutung gleich - jedoch nicht für die Unternehmen oder gar für Endverbraucher, sondern nur für die unantastbaren TooBigToFail-Banken, welche damit wiederum neue Blasen (Kredit, Immobilien, Aktien, Rohstoffe, Boden, usw.) schaffen. Betrachtet man die besorgniseregende ökonomische Situation in den USA mit unbereinigt etwa 25 % Arbeitslosenquote, 11 % Inflation und ein astronomischer Schuldenberg, ist die erhaltene Gegenleistung noch wertloser. 

Letztendlich wird Deutschland auf wertlosem Papier sitzenbleiben und die Importländer welche den Steuerknüppel über ihre eigene Währung "noch" halten können, werden Quality made in Germony/Euro-China besitzen.

Lassen Sie sich nicht von Schlagwörtern wie Exportüberschüsse oder Wettbewerbssteigerungen beirren. Dahinter steckt angesichts des Papierwährungskriegs Ressourcenverschenkung auf Kosten der inländischen Bevölkerung die durch "Praktika"ables Lohndumping, Zeitarbeit, Werkvertrag und Scheinselbstständigkeit gegeiselt wird. Das alles für Papier? Ganz zu schweigen von der schleichenden Enteignung durch die anwährende 0-Zins-Politik. Verluste aus hochspekulativen Wertpapieren können hingegen nach wie vor in der GuV und in Steuererklärungen geltend gemacht werden. Bei den Erklärenden spielen Lebensversicherungen wahrscheinlich eine eher untergeordnete Rolle im Portfolio. Die selben hochfrequenzgehandelten, hochspekulativen Wertpapiere haben am Entstehen dieser global Papierkrise maßgeblich mitgewirkt. Jedoch gibt es nach wie vor kein politisch gehörtes Signal, diese gesetzlich tollerierten ja sogar geförderten Casinospiele zu verbieten.


PS: Der Autor hält fest, dass in diesem Zusammenhang die Bezeichnung Deutschland als die Summe aller Regierungsmitglieder zu verstehen ist, welche seit Konstruktionsbeginn des EUROs bis zum gegenwärtigem Zeitpunkt, angelobt wurden.

PPS: Der Autor hat auf Angaben von Quellen bewusst verzichtet, da jeder der des 1 + 1 mächtig ist, sich einen kausalen Zusammenhang aufgrund der aktuellen Geschehnisse bilden kann.